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SNB dabei – Zentralbanken bilden eine Arbeitsgruppe für digitale Währungen

von Paul

Dabei geht es um den Austausch von Erkenntnissen über digitale Währungen (CBDCs). Die Schweiz mit der SNB ist dabei.

SNB dabei - Zentralbanken bilden eine Arbeitsgruppe für digitale Währungen

In Zusammenarbeit mit der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) haben sechs Zentralbanken eine Arbeitsgruppe gebildet, um Erkenntnisse über digitale Währungen (CBDCs) auszutauschen. Die Gruppe wird aus den Zentralbanken von Grossbritannien, Schweden, der Schweiz (SNB), Japan, Kanada sowie der Europäischen Zentralbank (EZB) und der BIZ bestehen.

SNB: Grenzüberschreitende Interoperabilität

In einer grenzüberschreitenden Interoperabilität werden die Institutionen weiterhin die wirtschaftlichen und technischen Gestaltungsentscheidungen von CBDCs prüfen und die Ergebnisse mitteilen. Die Mitglieder werden auch eng mit dem Ausschuss für Zahlungen und Marktinfrastrukturen (engl. Committee on Payments and Market Infrastructures, kurz CPMI), dem internationalen Standardsetzer für Zahlungen sowie dem Finanzstabilitätsrat (engl. Financial Stability Board, kurz FSB), einem Empfehlungsgremium für das globale Finanzsystem, zusammenarbeiten.

Die Arbeitsgruppe wird gemeinsam von dem neu ernannten Leiter des BIZ-Innovationszentrums, Benoît Cœuré und dem stellvertretenden Gouverneur und CPMI-Vorsitzenden der Bank of England, Jon Cunliffe geleitet. Auch hochrangige Vertreter anderer Bankmitglieder werden einbezogen.

Cœuré übernahm zum Teil die Leitung des Innovation Hub, um die BIZ bei der Erforschung der Zentralbankwährungen zu leiten. Zuvor hatte er Reportern im November mitgeteilt, dass die EZB die künftige Rolle von CBDCs evaluiere. Cœuré hatte zuvor auch den Vorsitz einer G7-Arbeitsgruppe geführt, die die globalen Auswirkungen von Stablecoins untersuchte. Obwohl Cœuré private Initiativen in diesem Bereich weitgehend befürwortet, bezeichnete er Bitcoin Ende 2018 als „die böse Brut der Finanzkrise“.

Beschleunigte Forschung der Zentralbanken in Bezug auf CBDCs

Obwohl Christine Lagarde, die damalige Leiterin des Internationalen Währungsfonds (IWF; englisch International Monetary Fund, IMF) noch Ende 2018 die Zentralbanken aufforderte, ernsthaft mit der Erforschung digitaler Währungen zu beginnen, stieg das wahre Interesse an CBDCs erst nach der Libra-Ankündigung im letzten Sommer an. Seitdem hat sich die Forschung der Zentralbanken in Bezug auf digitale Währungen etwas beschleunigt.

Der Gouverneur der Bank of England (BoE), Mark Carney, schlug sogar vor, dass eine alternative, digitale Währung den US-Dollar als globale Reservewährung ersetzen könnte. Die BoE hat bereits verschiedene Initiativen zu Kryptowährungen ausprobiert, doch Fortschritte in der Blockchain-Technologie könnten bedeuten, dass jetzt der richtige Zeitpunkt dafür ist. Auch die chinesische und thailändische Zentralbank haben im letzten Jahr damit begonnen, ihr eigenes digitales Währungsprojekt voranzutreiben.

Die neue Arbeitsgruppe ist nicht die erste Instanz von Zentralbanken, die an der Distributed-Ledger-Technologie (DLT) zusammenarbeiten. Seit 2016 veröffentlichen die europäische und die japanische Zentralbank gemeinsam Forschungsberichte, in denen untersucht wird, wie DLT in die globale Finanzinfrastruktur integriert werden kann. Zentralbanken werden in nächster Zeit definitiv proaktiver im Bereich digitaler Währungen forschen.

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