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Tesla kassiert schon eine Milliarde Dollar Profit vom Bitcoin-Investment

von Lemmy

Tesla hat Bitcoin gekauft - Aufgrund der Kursentwicklungen hat der Autobauer schon mehr verdient als mit Autos.

Abbildung eines Kursverlaufs

Am Freitag hatte der Bitcoin (BTC) mit einem Kurs von 53.800 US-Dollar erstmals eine Marktkapitalisierung von über einer Billion Dollar erreicht. Der Tesla-CEO Elon Musk dürfte sich besonders darüber freuen: Das Unternehmen hat laut Schätzungen von Analysten seit Januar von seiner Bitcoin-Investition knapp 1 Milliarde Dollar Profit gemacht.

Bitcoin bringt mehr Gewinn als Elektroautos

Der Analyst Daniel Ives von Wedbush Securities, einer privaten Investmentfirma in den USA, kam bei seinen Berechnungen auf knapp eine Milliarde Dollar. Der Kauf fand im Januar statt, doch der konkrete Zeitpunkt und Preis sind unbekannt. Die Schätzungen basieren somit auf einem Durchschnittskurs im Januar von rund 34.900 Dollar pro Bitcoin.

Laut einem Dokument der US-Börsenaufsicht SEC hat Tesla Bitcoin im Wert von 1,5 Milliarden USD gekauft, sodass sich aus dem Kursanstieg auf das aktuelle Rekordhoch von 58.350 Dollar eine Rendite von etwa 65 Prozent ergibt. Laut Schätzungen des Analysten hat Tesla aus dem Bitcoin-Investment mehr Profit gemacht als mit dem Verkauf von Elektroautos im Geschäftsjahr 2020.

Der Nettogewinn des Unternehmens im Jahr 2020 lag bei „nur“ 270 Millionen Dollar. Je nachdem, wann Tesla seine Investition in Bitcoin tätigte, ist es sehr wahrscheinlich, dass aus den 1,5 Milliarden satte 2,5 Milliarden Dollar geworden sind.

Finanzmarkt-Experten äussern ihr Unbehagen

Der Tesla-Einstieg in das Kryptoversum sorgte aber auch weltweit für wachsende Kritik. Nouriel Roubini, ein weltweit bekannter Finanzmarkt-Experte und Bitcoin-Kritiker, bezeichnet den Bitcoin-Einstieg von Tesla als Marktmanipulation. Laut Roubini sei es unverantwortlich und kriminell, die Kryptowährung zunächst selbst zu kaufen und dann mit einer Mitteilung des Unternehmens ihren Wert aufzublasen. Roubini forderte die US-amerikanische Börsenaufsicht SEC zum Einschreiten auf.

Der Professor der Universität von New York, auch unter dem Pseudonym „Dr. Doom“ bekannt, hatte bereits mehrmals vor Kunstwährungen gewarnt und gilt als einer der grössten Krypto-Kritiker. Die bekannteste Kryptowährung bezeichnet er als eine gigantische spekulative Blase. Dennoch gesteht der Kritiker, dass Bitcoin ein Wertspeicher ist.

Auch in Europa äusserten Finanz-Experten ihr Unbehagen. Der Allianz-Chef Oliver Bäte kommentierte auf der Bilanzpressekonferenz, dass die aktuelle Kurs-Entwicklung von Bitcoin Crash-Vorzeichen zeige. Er äusserte seine Sorgen zum Thema Finanzmarktstabilität und verglich die Situation mit der vor dem Crash 2008/09 und dem Crash im Jahr 2000. Die Allianz gilt als einer der grössten Kapitalanleger in Europa und verwaltet ein Vermögen von über 1700 Milliarden Euro.

Tesla möchte zukünftig auch Bitcoin-Zahlungen akzeptieren

In einer Mitteilung an die SEC kündigte Tesla an, zukünftig auch Bitcoin-Zahlungen zu akzeptieren. Damit hatte Elon Musk den Bitcoin-Hype nochmals zusätzlich befeuert. Teslas Erlaubnis, Bitcoin-Zahlungen zu akzeptieren, wird das Vertrauen in die Kryptowährung Nr. 1 zusätzlich stärken. Andere Unternehmen werden sehr wahrscheinlich nachziehen. Da auch immer mehr Institutionen auf den Krypto-Zug aufspringen, ist davon auszugehen, dass der Bitcoin-Wert weiter steigen wird.

Nach dem Einstig von Tesla, PayPal und Mastercard wird nun auch Schwergewichten wie Apple zum Einstieg in den Krypto-Markt geraten: Analysten von RBC Capital Markets sind davon überzeugt, Apple habe eine klare Gelegenheit, die nötigen Mechanismen für das Handeln der Kryptowährungen anzubieten. Mit seinem sicheren Ökosystem und dem Zugang zu Weltklasse-Software könne Apple seinen Kunden eine sichere Krypto-Börse anbieten und würde die USA zu einem Weltmarktführer des Krypto-Vermögens machen, so Analysten.

Obwohl sich Apple noch nicht dazu geäussert hat, können wir den nächsten Zug des Tech-Giganten gespannt abwarten.

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