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Was Anleger über Kryptobörsen wissen sollten

von Michael Cyriax

Kryptowährungen bieten Chancen und Risiken. Hier erklären wir, was Anleger beachten müssen und wie man die passende Krypotbörse findet.

Was Anleger über Kryptobörsen wissen sollten

In den letzten Jahren fuhren die Kurse von Kryptowährungen Achterbahn. Viele Menschen haben dabei viel Geld verloren. Andere sind dadurch reich geworden. Was Anleger bei Kryptowährungen wissen müssen und was es bei der Auswahl einer Kryptobörse zu beachten gibt, verraten wir in diesem Artikel.

Das Risiko von Kryptowährungen

Im Jahr 2017 erlebten Kryptowährungen, allen voran der Bitcoin, einen regelrechten Hype. Ende 2017 erreichte der Bitcoin, die bekannteste aller Kryptowährungen, mit fast 20.000 US Dollar ihren bisherigen Höchstwert. Kurze Zeit später begann der Preisverfall. 2018 wurde zum schwarzen Jahr der Kryptowährungen. Inzwischen hat sich der Markt wieder ein bisschen erholt. Aktuell liegt der Kurs des Bitcoin bei knapp 9.000 USD. Hier geht’s zum aktuellen Kurs-Chart.

An diesen extremen Kursschwankungen wird schnell deutlich, dass die Investition in Bitcoin & Co. ein erhebliches Risiko birgt. Der Markt ist äusserst volatil und unberechenbar. Deshalb haben viele Menschen auch Respekt oder gar Angst vor einer Geldanlage in Kryptowährungen. Auf andere Menschen übt sie hingegen eine fast magische Anziehungskraft aus.

So manch ein risikofreudiger Anleger würde noch nicht einmal davor zurückschrecken, einen Kredit aufzunehmen, um das Geld in gewinnversprechenden Kryptowährungen anzulegen. Denn Ratenkredite können heutzutage durch spezielle Kreditinstitute selbst ohne Einholung einer Schufa-Auskunft vergeben werden. Dadurch sinkt die Hemmschwelle einer Kreditbeantragung, beispielsweise bei einer der Banken aus dem Kredit ohne Schufa Vergleich. Von einer Kreditaufnahme zur Geldanlage ist jedoch dringend abzuraten. Insbesondere dann, wenn es sich um eine hoch spekulative Geldanlage handelt, wie bei Kryptowährungen.

Die Idee hinter Kryptowährungen

Die Idee, die hinter der Entwicklung von Kryptowährungen steckt, ist eigentlich genial. Denn das Ziel war – und ist – es, ein von Staaten und Zentralbanken unabhängiges, elektronisches Bezahlsystem zu schaffen. Ein Geldsystem, das ohne Banken auskommt, ermöglicht beispielsweise einen schnellen Geldtransfer zu geringen Kosten.

Die Basis bildet eine dezentrale Datenbank, die von den Teilnehmern verwaltet wird. In der sogenannten Blockchain werden alle gültigen Transaktionen auf allen Bitcoin-Knoten gespeichert. Der Einsatz kryptographischer Techniken verhindert dabei, dass die Coins mehrfach ausgegeben werden können. Der Preis der Kryptowährungen bildet sich, wie an der Börse, durch Angebot und Nachfrage. Neue Coins können nur „geschürft“ werden, indem komplexe kryptographische Rechenaufgaben gelöst werden. Mehr Informationen dazu, wie Bitcoins entstehen, gibt es hier.

Die Einsatzgebiete von Kryptowährungen

Um mit Kryptowährungen bezahlen zu können, benötigt man ein sogenanntes Wallet, einen digitalen Geldbeutel. Diese werden von den Anbietern meist als Desktop- und Webanwendungen bereitgestellt. Um auf das Wallet zugreifen zu können, ist eine Internetverbindung erforderlich. Das Problem an solch digitalen Wallets ist, dass diese Hackerangriffen ausgesetzt sein können. Sicherer sind die alternativen Hardware-Wallets.

Trotz dieser Sicherheitsprobleme etablieren sich Kryptowährungen mehr und mehr. Inzwischen erkennen einige, vor allem amerikanische Unternehmen Bitcoins bereits als Zahlungsmittel an oder planen, dies künftig zu tun. Für Einwohner von inflationsgeplagten Ländern bieten Investitionen in Kryptowährungen ausserdem einen Schutz vor Inflation.

Die Vorteile von Kryptowährungen

Trotz einiger Risiken, die nicht von der Hand zu weisen sind, bietet die Investition in Kryptowährungen auch Vorteile.

  1. Inflationsschutz: Aufgrund der Limitierung von Kryptowährungen ist das Inflationsrisiko äussert gering.
  2. Sicherheit: Die Transaktionsdaten der Trades werden dezentral gespeichert. Und zwar auf verschiedenen, voneinander unabhängigen Rechnern. Jede Transaktion kann so nachgeprüft werden.
  3. Anonymität: Beim Kauf und Verkauf von Kryptowährungen bleiben die Anleger weitestgehend anonym.
  4. Verwendungszweck: Kryptowährungen dienen als Zahlungsmittel und als Vermögensanlage.
  5. Kursentwicklung: Die Kurse von Kryptowährungen sind äusserst volatil. Aufgrund ihrer hohen Kursschwankungen bieten sie die Möglichkeit hoher Kursgewinne.

Was sind Kryptobörsen?

Kryptobörsen sind Marktplätze im Internet, auf denen Kryptowährungen gehandelt werden. Sie sind damit vergleichbar mit Aktienbörsen, existieren aber nur in der digitalen Welt. An einer Kryptobörse können Anleger Kryptowährungen, beispielsweise gegen Euro oder US Dollar, kaufen. Teilweise können auch Kryptowährungen gegeneinander eingetauscht werden. Wie auch an der Aktienbörse fallen für einen Kauf oder Verkauf entsprechende Transaktionsgebühren an.

Doch das Handeln mit Kryptowährungen ist kompliziert. Denn nicht an jeder Kryptobörse kann auch jede Kryptowährung gehandelt werden. Wer Geld in Kryptowährungen anlegen möchte, muss sich also zuvor im Klaren darüber sein, welche Währung er handeln („traden“) möchte. Dementsprechend muss er einen Account bei einer Kryptobörse eröffnen, an der die gewünschte Währung gehandelt wird. Bekannte Kryptobörsen sind beispielsweise Bitcoin.de, Bitpanda und Bittrex.

Anfang letzten Jahres mischte sich ein neuer Player unter die Kryptobörsen: Die Börse Stuttgart betrat das unbekannte Parkett des Tradings von Kryptowährungen. Damit stieg der erste Betreiber einer deutschen Börse in das Trading von Kryptowährungen ein. Ihr Markteintritt wurde von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) genehmigt.

Mit Bison, der App der Stuttgarter Börse zum Handeln von Kryptowährungen, wollen die Börsianer den Handel von Kryptowährungen erleichtern und den Menschen die Angst davor nehmen. So ist bei der Nutzung der App keine Eröffnung eines digitalen Wallets mehr erforderlich, die bei anderen Kryptobörsen häufig mit einem erheblichen Aufwand verbunden ist.

Seit Kurzem bietet auch Bitmeister seine Dienste beim Handeln von Kryptowährungen an. Dahinter verbirgt sich ein Berliner Start-up. Wie die Stuttgarter Börse verfolgt auch Bitmeister das Ziel, den Handel mit Kryptowährungen zu vereinfachen und jedem zugänglich zu machen. Ein Account kann hier innerhalb von 15 Minuten eröffnet werden – so das Versprechen des Gründers Leonard Zobel. Wie die App Bison der Börse Stuttgart wurde auch Bitmeister von der BaFin genehmigt.

Worauf sollte man beim Handel an Kryptobörsen achten?

  1. Gebühren: Häufig wird bei einem Trade eine prozentuale Gebühr pro Transaktion in Rechnung gestellt. Dabei ist die Höhe der Gebühr entscheidend. Hinzu kommt, dass es unterschiedliche Kurse für Kauf und Verkauf gibt. Je näher diese beiden Kurse beieinander liegen, desto besser für den Käufer.
  2. Liquidität: Eine grosse Nutzerzahl sorgt für eine hohe Liquidität der Kryptobörse. Darum sollte darauf geachtet werden, dass es auf dem gewählten Marktplatz möglichst viele Käufer und Verkäufer gibt.
  3. Verwahrung: Ist die Verwahrung einer Kryptowährung nur im digitalen Wallet möglich, stellt dies ein Sicherheitsrisiko dar. Es sollte deshalb darauf geachtet werden, dass eine Speicherung auch auf Hardware-Wallets möglich ist.
  4. Währungen: Welche Kryptowährungen an einer Kryptobörse gehandelt werden können, entscheidet einzig und allein die Kryptobörse selbst. Für die Auswahl einer geeigneten Kryptobörse ist es deshalb unabdingbar, bereits vorab zu wissen, welche Kryptowährung man kaufen möchte.
  5. Partnerbanken: Für das Trading von Kryptowährungen gegen konventionelle Währungen, wie Euro und US Dollar, erfolgt zunächst eine Überweisung auf ein Verrechnungskonto bei der Kryptobörse. Dafür arbeitet diese mit einer konventionellen Bank zusammen. Wichtig für Anleger ist es, zu wissen, welche Partnerbank dies ist und bis zu welcher Höhe ihre Einlagen geschützt sind.

Eine Kryptobörse sollten Anleger mit Bedacht ausgewählt werden

Der Handel mit Bitcoins bietet grosse Chancen aber auch erhebliche Risiken. Wer sich für das Trading von Kryptowährungen interessiert, sollte sich vorab informieren, welche Kryptobörse am besten für ihn geeignet ist. Zwischen den alteingesessenen Platzhirschen bestehen hier teilweise erhebliche Unterschiede. Eine gute Alternative bieten neue Kryptobörsen, wie beispielsweise die App Bison der Stuttgarter Börse. Aufgrund der hohen Volatilität dieser Währungen bietet sich ein Einstieg in den Handel von Kryptowährungen mit einem zunächst geringen Geldbetrag an.

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