Home Wissen 5 Gründe, Kryptowährungen nicht auf einer Börse zu lagern

5 Gründe, Kryptowährungen nicht auf einer Börse zu lagern

von Paul

Die Aufbewahrung von Bitcoin und Co. ist ein Diskussionspunkt. CoinPro.ch zeigt, warum man Kryptowährungen nicht auf einer Börse lagern sollte.

5 Gründe, Kryptowährungen nicht auf einer Börse zu lagern

Viele Menschen denken, dass ihre Coins und Token auf der Kryptobörse ihrer Wahl sicher aufgehoben sind. Dies ist aber ein Irrtum – hier die fünf wichtigsten Gründe, warum Du Deine Kryptowährungen möglichst schnell von der Börse abheben solltest.

  1. Du brauchst die Erlaubnis der Börse, um Deine Coins abzuheben
    Die Problematik von „gesperrten“ Coins auf einer Kryptobörse erfährst Du spätestens dann, wenn Du Deine Einkommensquelle nachweisen oder weitere Ausweisdokumente vorlegen musst. Oder Dein Guthaben ist aufgrund einer System-Wartung plötzlich nicht verfügbar, wenn Du es brauchst. Eine Sperre gibt es häufig auch, wenn das 24-Stunden-Limit überschritten wurde. Das Gefühl, der stolze Besitzer von einem gewissen Bitcoin-Betrag zu sein, aber nichts damit anfangen zu können, ist eine sehr unangenehme und frustrierte Situation. Wenn Du aber Bitcoin & Co. im eigenen Besitz hältst, kannst Du damit tun, was Du willst und wann Du willst.
  2. Möglicherweise sind die Bitcoins nicht wirklich da
    Nur weil Du in Deinem Börsenwallet einen bestimmten Bitcoin-Saldo sehen, bedeutet das nicht, dass die Coins auch wirklich da sind. In Wirklichkeit sind es nur bestimmte Zahlen auf dem Bildschirm. Die Bitcoins befinden sich eigentlich in der Blockchain, dem global verteilten Hauptbuch. Im Prinzip gehören die Bitcoins demjenigen, der den sogenannten Privatschlüssel dazu besitzt. Die Börse hat dabei nur eine rechtliche Vereinbarung, dass sie für ihre Benutzer ihr Guthaben verwaltet und anzeigt. Sollte der CEO der Krypto-Börse seinen Tod vortäuschen, die Regierung plötzlich eingreifen oder gar die Börse gehackt werden, so sind alle Bitcoins auf einmal verschwunden.

Verbunden: Türkische Krypto-Börse Thodex ist offline und CEO auf der Flucht

Die Börse ist im Besitz des privaten Schlüssels zu den Bitcoins und der Benutzer hat nur einen Benutzernamen und ein Passwort sowie „das Versprechen“, dass die Bitcoins ihm gehören. Oft werden Anfänger mit einem 24-Wörter-Passwort verwirrt und sie denken sich, dass dieses den privaten Schlüssel darstellt. Es gab Fälle, wo die Bitcoin-Nutzer einer Börse ihre ganzen Bitcoins verloren haben, nachdem der CEO (einzige Person mit Zugang zu privaten Schlüsseln) seinen Tod verleugnete. Andere Börsen wiederum wurden gehackt und alle Bitcoins waren plötzlich verschwunden. Das Mindeste, was Du tun kannst, ist sich über alles zu informieren und dir über mögliche Szenarien im Klaren zu sein.

  1. Börsen verkaufen die Coins mehrfach
    Dadurch wird das Bitcoin-Angebot effektiv aufgeblasen. Kommt es zu einem Massenabzug der Bitcoins von der Börse, kann die Börse pleitegehen, wenn sie die angezeigten Krypto-Bestände in Wirklichkeit nicht hat. So verlieren die Nutzer ihre Bitcoins. Es ist eine betrügerische Art und Weise, von einem Nutzer eine Einzahlung für Bitcoins anzunehmen und diese dann weiter auszuleihen, mit dem gleichzeitigen Versprechen, dass dem Einzahler seine Bitcoins jederzeit zur Verfügung stehen. Fordert der erste Anleger sein Bitcoin-Geld an, so erhält er das Geld eines anderen Investors. Theoretisch wird dabei niemand beschädigt – bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Börse keine Bitcoins mehr hat. Dies kann geschehen, wenn viele Nutzer auf einmal ihre Bitcoin-Investitionen zurückhaben wollen.

Bitcoin Kursverlust: Börsen verlieren über 60.000 BTC

  1. Eingriffen der Regierung vorbeugen
    Theoretisch könnte die Regierung des jeweiligen Landes zu jedem Zeitpunkt den Bitcoin-Transfer in private Krypto-Wallets verbieten, wodurch die Bitcoins unzugänglich wären und an Wert verlieren würden. Die an den Börsen gebliebenen Bitcoins würden nutzlos sein, während die echte Bitcoin-Wirtschaft ausserhalb der Börsen über den offenen Peer-to-Peer-Markt weiterhin bestehen würde. Für die Zukunft gibt es realistische Erwartungen, dass die Regierungen auf Bitcoin-Börsen eingreifen und es Nutzern durch Verbote richtig schwierig machen werden, ihre Bitcoins in private Geldbörsen zu transferieren.
  2. Vor Einflüssen mächtiger Personen bewahren
    Mächtige Leute manipulieren den BTC-Preis durch das sogenannte „Naked Shorting“ (nackter bzw. ungedeckter Leerverkauf). Heute befindet sich der Grossteil der Bitcoins ausserhalb der Börsen, jedoch bewirkt ein erfolgreicher Naked Short-Angriff, dass der Bitcoin Preis sinkt und auch weitere Nutzer ihre Bitcoins von Börsen abheben. Obwohl Miner ständig weitere Bitcoins generieren, führt das stetige Abheben der Bitcoins von den Börsen dazu, dass irgendwann nicht mehr genügend Bitcoins an den Börsen verfügbar sind, was früher oder später zu einem Krach führen kann.

Empfehlung: Der Überblick über die verschiedenen Arten von Wallets

Mehr Wissen zu Bitcoin und Kryptowährungen

Jetzt Beitrag teilen

Das könnte Dir auch gefallen