USA, Israel und Iran erzielen eine Waffenruhe im Irankrieg. Einmal mehr sagten Insider den Erfolg der Verhandlungen voraus und erzielten so sechsstellige Gewinne auf Polymarket. Inzwischen scheinen die Trader die Öffentlichkeit zu scheuen. Durch wiederholte Namensänderungen versuchen sie ihre Spuren zu verwischen. Offenbar unterhalten sie Kontakte zur US-Regierung.
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Waffenruhe im Irankrieg: Insider spekulieren auf Polymarket
Im Irankrieg ist der erste Schritt Richtung Frieden getan: USA, Iran und Israel einigten sich auf eine zweiwöchige Waffenruhe – das gaben US-Präsident Donald Trump und der iranische Aussenminister Abbas Araghchi vergangene Nacht über soziale Medien bekannt.
“Sollten die Angriffe gegen den Iran stoppen, beenden unsere mächtigen Streitkräfte ihre Verteidigungsoperationen”, verkündete Araghchi über X.
Über einen Zeitraum von zwei Wochen möchten Israel, USA und Iran ihre Waffen niederlegen. Auch die Strasse von Hormus soll während dieser Zeit geöffnet bleiben.
“Für den Zeitraum von zwei Wochen ist die sichere Durchquerung der Strasse von Hormus über die Koordination mit den iranischen Streitkräften möglich”, setzt Araghchi fort.
Die Weltwirtschaft könnte aufatmen. Für den Handel mit fossilen Brennstoffen ist die Strasse von Hormus von enormer Bedeutung. Nach ihrer Schliessung im März rationierten einige Staaten bereits ihre Erdölerzeugnisse. Überwiegend waren asiatische Staaten wie Bangladesch, Indonesien oder Myanmar betroffen, doch auch das europäische Slowenien erliess ein Limit für private Käufer.
Auch in der Krypto-Szene sorgen die Verhandlungen zwischen den Kriegsparteien für Aufsehen. Einmal mehr scheinen Insider vor der öffentlichen Bekanntgabe von den Ergebnissen gewusst zu haben. Infolgedessen kapitalisierten sie ihr Wissen auf dem Prognosemarkt Polymarket.
“Sie haben es schon wieder getan!”, titelten Analysten von Bubblemaps heute in einem ihrer neuesten Beiträge.
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Blockchaindaten weisen darauf hin, dass mehrere Trader sechsstellige Gewinne erzielten, weil sie auf Ereignisse spekulierten, über deren Ausgang sie dank ihres Insiderwissens bereits vorab informiert waren.
So wollen sich Inside-Trader auf Polymarket verstecken
Laut Bubblemaps ist die Öffentlichkeit den Inside-Tradern zuweilen ein Dorn im Auge. Deshalb sollen sie versuchen, ihre Spuren zu verwischen. Seit Vereidigung der Trump-Regierung bemerkten Blockchain-Analysten immer wieder offenkundigen Insiderhandel. Der öffentliche Prognosemarkt Polymarket ist augenscheinlich der beliebteste Marktplatz, um Profite durch exklusives Wissen zu erzielen.
Laut Bubblemaps wetteten vier spezifische Trader auf eine erfolgreiche Waffenruhe zwischen dem Iran und den USA. So platzierten sie fünfstellige Summen und vervielfachten ihren Einsatz dabei. Die Trader waren bereits in der Vergangenheit aufgefallen, da sie die politischen Massnahmen der US-Regierung über Monate hinweg zuverlässig vorausgesagt hatten.
“Kürzlich haben drei derselben Nutzer auf einen Waffenstillstand zwischen dem Iran und den USA gewettet”, erklärt Bubblemaps. “Sie haben 563.000 US-Dollar erwirtschaftet, da sie auf eine Waffenruhe bis zum 7. April und bis zum 15. April gewettet haben.
Bis zu ihrem Einsatz wetteten je nach Datum nur sechs und 15 Prozent des Kapitals auf einen erfolgreichen Waffenstillstand. Zwar geht Bubblemaps davon aus, dass es sich dabei um Insider handeln könnte, Gewissheit bestehe allerdings nicht.
“Wir können nicht mit Sicherheit sagen, dass es sich bei diesen Konten um Insider handelt. Ihre Erfolgsquote bei Waffenstillständen ist nicht perfekt, und einige Prognosen, wie beispielsweise die vom 31. März, haben sich nicht bewahrheitet”, schreibt Bubblemaps.
“Dennoch lässt ihre Erfolgsbilanz bei der korrekten Vorhersage von Überraschungsangriffen auf den Iran vermuten, dass sie möglicherweise Zugang zu besseren Informationen haben als die meisten Spekulanten”, setzt man fort.
Auffällig sei auch, dass die Trader nach jeder erfolgreichen Wette ihre Nutzernamen ändern. Augenscheinlich soll ihre Nachverfolgung so erschwert werden. Insidertrading mittels Krypto gilt in den USA als rechtliche Grauzone, wird der Trump-Regierung von politischen Kontrahenten jedoch immer wieder zum Vorwurf gemacht.
Warum Insider auf Polymarket Geld verlieren
Die genannten Spekulanten wetteten zuvor bereits auf einen Waffenstillstand zum 31. März. Diese Wette schlug fehl. Trotz der gescheiterten Prognose könnte es sich um Insider handeln. In der Vergangenheit war es Blockchain-Analysten schon gelungen, Insider mit grosser Wahrscheinlichkeit zu identifizieren.
So stecken hinter dem Insiderhandel, der mit der US-Regierung zusammenhängt, oft Mitglieder der Witkoff-Familie, die den Trumps politisch und geschäftlich nahe stehen. Auch weitere Geschäftspartner der Trumps, die für den Betrieb des Unternehmens World Liberty Financial verantwortlich zeichnen, werden frühzeitig mit Exklusivwissen versorgt – etwa Chase Herro.
Nicht jeder Insider hat einen direkten Draht zu Informationsquellen. Insider wie die Witkoffs tragen ihr Wissen teilweise an ihre eigenen Kontakte weiter. So konnte der bekannte chinesische Trader Garrett Jin bereits enorme Einnahmen durch das Wissen der Witkoffs erzielen.
Manche Insider nehmen in der Informationskette also einen hinteren Rang ein. Die internationale Politik unterliegt zudem raschem Wandel. Was zunächst als sicher gilt, kann sich schnell ändern. Vor dem Waffenstillstand gab es widersprüchliche Aussagen über die Verhandlungsbereitschaft zwischen der iranischen und der US-amerikanischen Regierung.


