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Bitcoin-Halving: Es gibt nicht nur optimistische Erwartungen

von Paul

Das nahende Bitcoin-Halving erzeugt im Krypto-Markt viel Euphorie. Aber es gibt auch kritische Stimmen, da ein zu hoher Preis Einsteiger abhalten könnte.

Halbierte Orange als Symbol für das Bitcoin Halving

Das in der kommenden Woche stattfindende Bitcoin-Halving ist in der Kryptowelt in aller Munde. Viele Anleger erwarten den nächsten Sprung in ein neues Zeitalter digitaler Währungen. Dan Morehead, seines Zeichens Geschäftsführer des Krypto-Hedgefonds Pantera Capital kann sich vorstellen, dass der Kurs des Bitcoin nach dem Halving binnen 18 Monaten auf bis zu 500.000 US-Dollar steigen könnte. Die Wahrscheinlichkeit zu dieser sicher umstrittenen These auf Basis vermeintlich belastbarer rund um die vergangenen Halvings gibt Morehead „mutig“ mit 50 zu 50. Auffallend ist in der Branche ohnehin, dass in erster Linie die Anlegerseite beleuchtet wird. Und Investoren, die kürzlich in günstigen Momenten in den Bitcoin eingestiegen sind oder ihr Portfolio schon vor längerer Zeit aufgebaut haben, dürfen sich mit hoher Wahrscheinlichkeit tatsächlich freuen.

Bisherige Halvings führten stets zu erheblichen Gewinnen

Denn in vergleichbaren Situationen waren früher oder später hohe Kursgewinne verbucht worden. Allerdings stellten sich irgendwann auch wieder Einbrüche ein. Ein Allzeithoch scheint aber durchaus möglich, nachdem der Kurs zuletzt wiederholt an der Marke von 9.000 USD und mehr gekratzt hatte. Durchweg positiv ist das Halving aber nicht, wenngleich die „Schattenseite“ des Prozesses gerne in vielversprechenden Analysen aussen vor bleiben. Nahe liegt, dass der Kurs um die so wichtigen Tage 11./12./13. Mai herum nach oben ausschlagen und vermutlich wieder konstant fünfstellig notieren wird.

Für zukünftige Einsteiger sind extreme Gewinne problematisch

So weit, so gut. Zumal auch hier gibt es anders lautende Stimmen, die für das Bitcoin-Halving einen schlechten zeitlichen Rahmen sehen – Stichwort: weltweite Corona- und Wirtschaftskrise. Mancher Beobachter kann sich durchaus vorstellen, dass der positive Effekt schnell verpufft. Selbst Skeptiker, die eher mit einem Rückgang der Kurse von Bitcoin und Co. rechnen, verschaffen sich dieser Tage Gehör. Dass sich die Preise anderer Währungen im Windschatten des BTC ähnlich entwickeln werden, wird von vielen Experten als gesichert angesehen. Selbst wenn die Preise langfristig deutlich steigen sollten, ist dies eben nicht nur positiv.

Bitcoin-Halving: Bremsen zu hohe Kurse das Marktwachstum aus?

Wer nämlich über einen Einstieg nachgedacht hat, wird sich das Investment in vielen Fällen nach einem Boom infolge des Halvings nicht mehr leisten können. Ärgerlich wäre dies für den Markt, weil es etliche Studien gibt, die auf einen teils deutlichen Interessenanstieg in vielen von der Krise hart getroffenen Ländern hinweisen. Zu hohe Kurse könnten hier zum Hindernis werden. Halving-Effekte als solche waren schon vor Monaten erkennbar, langsam aber können es viele Fans kaum noch abwarten.

Bitcoin
M-Cap | CHF 886.636.791.935
CHF 46.767,42
3,57%

Auch bei Minern gibt es unterschiedliche Positionen

Nicht unbedingt erfreut nehmen übrigens fraglos Miner auf. Denn für sie steht abermals nach vier Jahren eine Halbierung („Halving“) der Belohnung für das Schürfen neuer Coins bevor. Dies bedeutet: gleichbleibender oder höherer Aufwand beim Mining, aber nur noch halb so hohe Prämien. Hier stellt sich wie schon des Öfteren in der Vergangenheit die Frage nach der Effizienz in Zeiten stetig steigender Stromkosten. Vor- oder Nachteil? Ganz so einig, wie es häufig klingt, sind sich Krypto-Fans eben nicht.

Auswirkungen des Derivat-Handels momentan nicht kalkulierbar

Es gibt noch einige andere Argumente, weshalb Diskussionen über die Folgen des Halvings nicht nur von positiven Erwartungen geprägt sind. Entgegen den Erfahrungen aus den Erfahrungen der Jahre 2012 und 2016 gibt es einige andere Einflüsse, die damals vielleicht nicht ganz so präsent wie heute sind. Zum Beispiel gibt es mittlerweile viele Broker und Börsen, die auch den Handel mit Bitcoin-Derivaten wie Differenzkontrakten (CFDs), Optionen oder Futures ermöglichen. Und diese können zu einer Art Kursbremse nach dem Halving werden, wie mancher Experte zu bedenken gibt. Auch die Situation an den traditionellen Börsen ist nicht unbedingt ideal im Moment, sie ist aber keineswegs unwichtig als Stütze für die Kryptobranche. In den letzten Jahren präsentierten sich zunehmend Korrelationen, die vormals selbst viele Insider so nicht erwartet hatten.

Bildet der Bitcoin-Kurs bereits die Anleger-Hoffnungen ab?

Das Hauptargument für alle jene aber, die der Vorfreude bei Bitcoin-Besitzern einen Dämpfer verpassen, ist ein anderes. Das enorme Medienecho seit Monaten vor der eigentlichen Halbierung veranlasste viele Anleger schon vor längeren zu einem (umfangreicheren) Einstieg in die Leitwährung des Marktes. Mancher Analyst sieht den derzeitigen Kurs deshalb für überbewertet. So sind Teile des erwartbaren Effekts durch das Halving vielleicht längst eingepreist, sodass das erhoffte Kursfeuerwerk vielleicht doch ausbleiben könnte. Ganz so einfach ist es angesichts solcher durchwachsener Prognosen also doch nicht, pauschal und ohne Bedenken von einem massiven Anstieg der Kurse nach dem Halving auszugehen.

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