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Coronavirus führt auch zum Crash bei Kryptowährungen

von Michael Cyriax

Nicht nur die Aktienmärkte sind von den Auswirkungen des Coronavirus betroffen. Gleiches gilt für die Rohstoffe, allen voran das Rohöl und Kryptowährungen.

Coronavirus führt auch zum Crash bei Kryptowährungen

In den vergangenen zwei Wochen haben die Aktienmärkte rund um den Globus massive Verluste erlitten. Der Swiss Marketing Index (SMI), also der Leitindex der Schweiz, verlor in den letzten drei Wochen über 3.500 Punkte. Dies bedeutet einen Rückgang von fast 30 Prozent in weniger als einem Monat. Aber nicht nur die Aktienmärkte sind von den Auswirkungen des Coronavirus betroffen. Gleiches gilt für die Rohstoffmärkte, allen voran das Rohöl. Dort waren die Verluste sogar noch massiver, denn in der Spitze verlor zum Beispiel die US-Marke WTI die die Hälfte ihres Wertes.

Aus den Gründen ist es nicht verwunderlich, dass auch die Kryptowährungen massiv an Boden verloren haben. Wir möchten in unserem Beitrag etwas näher darauf eingehen, wie sich das Coronavirus auf die Wirtschaft auswirkt und vor allem, warum auch der Bitcoin & Co. in den Abwärtstrend geraten sind.

Coronavirus: aktuelle Situation in der Schweiz

Das Coronavirus breitet sich weltweit aus. Mittlerweile sind mehr als 140 von insgesamt 191 Ländern der Erde von dem neuen Virus betroffen. Leider macht die Schweiz in dieser Hinsicht keine Ausnahme. Derzeit sind offiziell mehr als 2.200 Menschen in der Schweiz infiziert. Leider gibt es bereits Tote, denn (Stand 16.3.2020) es sind 14 Menschen in der Schweiz am Corona Virus gestorben. Daher hat die Bundesregierung mittlerweile zum Teil drastische Maßnahmen beschlossen, die zum Ziel haben, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. Dazu gehört zum Beispiel, dass sämtliche Schulen des Landes bis zum 4. April geschlossen sind. Darüber hinaus gibt es mehrere Kantone, die eine starke Einschränkung des öffentlichen Lebens durchgeführt haben. Es handelt sich dabei insbesondere um:

  • Graubünden
  • Tessin
  • Jura
  • und weitere Kantone

Dort gehen die Einschränkung so weit, dass nur noch die Geschäfte geöffnet haben, die zur essenziellen Versorgung beitragen.

Dramatische Folgen für die Wirtschaft weltweit

Neben den gesundheitlichen Problemen, zu denen das Coronavirus bei vielen Schweizern und natürlich Menschen weltweit führen wird, sind es insbesondere die gravierenden negativen wirtschaftlichen Folgen, die befürchtet werden. Die erwarteten Konjunktureinbrüche bis hin zu einer möglichen Depression über mehrere Jahre haben bereits dafür gesorgt, dass die Börsen weltweit massive Verluste verbuchen mussten. Dies trifft sowohl für die Aktien- als auch für die Rohstoffmärkte zu. Einzig das Gold als sogenannte Krisenwährung konnte sich dem Abwärtssog bisher etwas entziehen, wobei auch beim Goldpreis in den letzten zwei Jahren deutlichere Rückgänge vorhanden sind.

Kryptowährungen diesmal kein Sonderfall

In den vergangenen Jahren war es mehrfach so, dass Kryptowährungen wie der Bitcoin im Handelsbereich eine Sonderstellung einnahmen. Die Krypto Märkte gelten als äusserst volatil, sodass sich beispielsweise der Wert des Bitcoin in den letzten zwei Jahren mehrfach verdoppelte und dann wieder halbierte. Aktuell ist es allerdings so, dass die Kryptos keine Sonderstellung einnehmen. Die massiven Verluste sind stattdessen darauf zurückzuführen, dass an allen Märkten ein genereller Ausverkauf stattfindet.

Anleger sowie Spekulanten sind in Panik geraten und veräussern im Prinzip alles, was gehandelt werden kann. Dazu zählen natürlich insbesondere:

  • Aktien
  • Fondsanteile
  • Rohstoffe
  • Kryptowährungen

Die meisten digitalen Währungen haben in den letzten vier Wochen die Hälfte ihres Wertes verloren. So sank beispielsweise der Preis für einen Bitcoin von 9.700 Fr. (16. Februar) auf aktuell rund 4.500 Franken (16. März 2020). Im Prinzip trifft diese Entwicklung auf nahezu alle Kryptowährungen zu. Ein gleiches Bild zeigt die zweitgrösste Währung, nämlich Ethereum. Hier fiel der Preis von über 250 auf aktuell nur noch knapp über 100 Franken. Dies bedeutet einen Preisrückgang von über 60 Prozent.

Crash am Krypto-Markt: weiterhin extrem hohe Volatilität

Während der Crash an den Aktienmärkten für nahezu alle Anleger und Spekulanten völlig überraschend kam, sind Händler bei Kryptowährungen diese hohe Volatilität fast schon gewohnt. Trotzdem war es natürlich auch hier eine Überraschung, dass das Coronavirus schnell zu solch enormen Rückgängen der Kurse führte. Es ist mit hoher Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass diese Volatilität noch in den nächsten Wochen, Monaten und vielleicht Jahren bestehen bleiben wird.

Einstiegskurse am Markt?

Immer dann, wenn es massive Verluste gibt, fragen sich manche Anleger und im Bereich der Kryptowährungen natürlich vor allem Spekulanten, ob dies ein guter Zeitpunkt wäre, um Positionen aufzustocken oder digitale Währungen neu zu kaufen. Diese Frage stellt sich natürlich aktuell nach den dramatischen Verlusten auch bei den bekannten Kryptowährungen, wie zum Beispiel:

Wie es gerade bei Kryptowährungen meistens der Fall ist, gibt es allerdings kaum eine seriöse Antwort auf diese Frage. Selbst Experten wissen nicht, wie sich die Kurse in den nächsten Wochen entwickelt werden. Grund dafür ist einfach die extrem hohe Unsicherheit rund um den Globus, wie es mit dem Coronavirus weitergehen wird.

Festzustehen scheint nur: Sollte es weiter so negative oder dramatische Nachrichten bezüglich der Ausbreitung des Virus geben, werden die Kurse der Kryptowährungen mit relativ hoher Wahrscheinlichkeit weitere, zum Teil massive, Kurseinbrüche haben. Sollte es allerdings hingegen zu positiven Meldungen kommen, könnte es durchaus passieren, dass eine heftige Gegenreaktion erfolgt. Dann ist nicht ausgeschlossen, dass zum Beispiel der Bitcoin oder auch Ethereum innerhalb weniger Tage um 10, 20 oder vielleicht mehr als 30 Prozent steigen werden.

Wie sollten Spekulanten und Anleger sich jetzt verhalten?

Mittlerweile muss man bei Kryptowährungen nicht ausschliesslich von Spekulanten und Tradern sprechen, die sich für das digitale Geld interessieren. Immer mehr Finanzprodukte sind etwas langfristiger ausgerichtet. Daher stellt sich die berechtigte Frage, ob jetzt vielleicht nicht unbedingt ein guter Zeitpunkt zum spekulieren, aber vielleicht zum Einstieg in eine langfristige Investition sein könnte. Leider lässt sich hier nicht mehr als im vorherigen Abschnitt erläutert sagen. Kein Experte weiss, ob die Kurse der Kryptowährungen aktuell einen Boden gefunden haben.

Anleger sollten auf jeden Fall nicht allzu viel Geld in Kryptowährungen in der aktuellen Situation investieren. Als Portfoliobeimischung können Bitcoin & Co. jedoch durchaus interessant sein. Einige Anlageformen sind für ein längerfristiges Investment in Cryptocoins geeignet, wie zum Beispiel Krypto-Fonds oder auch bestimmte Zertifikate. Dennoch sollten Sie auf jeden Fall bedenken, dass der Markt jetzt noch volatiler als ohnehin bereits ist.

Fazit: Kryptowährungen im Sog des Coronavirus

Die aktuelle Marktsituation bei den digitalen Währungen ist kein Sonderfall. Stattdessen sind Bitcoin & Co. schlichtweg in den allgemeinen massiven Sog an den Märkten geraten, der durch das Coronavirus und die dramatischen Folgen für die Wirtschaft ausgelöst wurden. Ob es sich jetzt allerdings bereits um Einstiegskurse handelt, kann nicht seriös beantwortet werden. Kryptowährungen sind zum einen jetzt vielleicht interessant, könnten aber trotzdem zum anderen noch weiter massiv an Boden verlieren.

Mehr Einschätzungen zu Bitcoin und Kryptowährungen

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