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Die Nächsten bitte: eBay, Stripe, Visa und Mastercard verlassen Libra

von Michael Cyriax

Nach Paypal ziehen sich die nächsten Schwergewichte bei Libra zurück. Damit wird die Zukunft offener denn je.

Die Nächsten bitte: eBay, Stripe, Visa und Mastercard verlassen Libra

Vier weitere grosse Namen und potenzielle Investoren – Visa, eBay, Stripe und Mastercard – verlassen das Facebook Krypto-Projekt Libra.

Der Zahlungsdienstleister PayPal hatte Libra schon vergangene Woche verlassen, wegen Befürchtungen, dass das Facebook-Projekt dem guten Ruf des Unternehmens und seinen Beziehungen zu der Behörde schädigen könnte. Nachdem sich danach eBay, Stripe und Mastercard dazu entschieden haben, nicht mehr an der Facebook Kryptowährung Libra mitzuwirken, erklärte wenig später auch der Gigant Visa seinen Ausstieg.

Gleiche Gründe für den Ausstieg

Wie die aussteigenden Unternehmen angeben, sehen sie weiterhin Potenzial im Projekt und glauben an die Vision von Facebook, doch im Moment wollen sie sich nicht daran beteiligen. Die Unternehmen hatten Bedenken, dass sie durch ihre Zusammenarbeit an der Facebook-Kryptowährung bei den Aufsichtsbehörden in Verruf geraten könnten. Der Social-Media Konzern hätte im Vorfeld ein viel grösseres Einverständnis von Behörden und Politik kommuniziert, als es eigentlich der Fall ist.

Obwohl bei Stripe zunächst noch nicht die Rede von einem Ausstieg war, hat sich die Lage mittlerweile scheinbar geändert. Der Zahlungsdienstleister erklärte, dass Libra tatsächlich das Potenzial habe, den E-Commerce weltweit für alle Menschen zugänglich zu machen. Da Stripe solche Projekte unterstützt, wird das Unternehmen weiterhin den Fortschritt des Libra-Projekts beobachten. Es ist daher nicht ausgeschlossen, dass das Unternehmen zu einem späteren Zeitpunkt wieder mit der Libra Association zusammenarbeitet.

Libra erhält Unterstützung von Coinbase

Brian Armstrong, der Geschäftsführer und Gründer der grossen Kryptobörse Coinbase, möchte dem Facebook-Projekt jedoch den Rücken stärken. Armstrong kritisiert die amerikanische Politik für ihre abwehrende Haltung gegenüber der Kryptobranche und befürchtet, dass diese nicht nur der Kryptobranche schadet.

Er betrachtet diese Politik als waschechte Bedrohung für die ganze USA, denn ein Land, das wirtschaftlich wachsen und langfristig relevant bleiben will, muss dementsprechend in Innovation, Technologie und Forschung investieren. Die Regierung sollte versuchen, hier keinen Schaden anzurichten, aber wenn sie helfen kann – umso besser.

Facebook hat die offizielle Bekanntgabe der ersten Libra-Mitglieder in den nächsten Wochen bereits angekündigt und es bleibt noch abzuwarten, welche Gründungsmitglieder die formellen Vereinbarungen unterzeichnen werden. Je nachdem ist der Fortbestand der Idee, wie sie ursprünglich kommuniziert wurde, offener denn je.

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