Kryptowährungen haben ein hohes Wachstumspotenzial. In den letzten Jahren ist die Adoption enorm vorangeschritten. In El Salvador ist Bitcoin gesetzliches Zahlungsmittel, während China jegliche Krypto-Transaktionen als illegal deklariert hat. Auch im deutschsprachigen Raum hat sich einiges getan. Die globale EY-Organisation hat im Rahmen einer Studie für das neue Jahr auch die Haltung von 90 Schweizer Banken gegenüber Kryptowährungen untersucht.

Werden Banken in den kommenden 1- bis 3 Jahren Anlagemöglichkeiten in Kryptowährungen anbieten?

Im Zuge der Studie wurden die Befragten zu einer Einschätzung der Möglichkeit befragt, ob und welche Banken in naher Zukunft (in den folgenden ein bis drei Jahren) Kryptowährungen ins Anlageportfolio aufnehmen werden.

Unabhängig von der Art der Bank scheint sich die Hälfte der Institutionen in den kommenden drei Jahren für die Einführung von Kryptowährungen zu entscheiden. Auffällig ist hierbei, dass gerade bei Auslandsbanken einerseits eine mögliche Einführung wie auch eine mögliche Ablehnung besonders stark ausgeprägt zu sein scheint.

Deutlich offensiver scheinen derweil die Privatbanken zu sein. Hier scheint es in den nächsten drei Jahren mit der grössten Wahrscheinlichkeit zu einer echten Krypto-Adoption zu kommen. Geht es um Regionalbanken, rechnen hingegen nur 9 Prozent der Befragten mit einer Einführung. 30 Prozent denken sogar, dass es unter keinen Umständen in den nächsten drei Jahren so weit kommen wird.

Zum aktuellen Zeitpunkt bieten einige Banken lediglich die Möglichkeit an, mit Zertifikaten zu handeln. Für den Kauf und Verkauf von echten Kryptowährungen sind die Anleger weiterhin auf Krypto-Börsen angewiesen, die bis heute nicht komplett reguliert sind. Durch die Einführung von Kryptowährungen durch Banken haben auch konservative Anleger die Möglichkeit, in Kryptowährungen zu investieren.

EY Bankenbarometer: Werden Kryptowährungen wie Aktien sein?

Auch mit dieser Frage beschäftigte sich die Studie. Gerade Privatbanken und Auslandsbanken gehen davon aus, dass sich Kryptowährungen als echte Alternative zu Aktien entwickeln werden. In Österreich sind durch eine Änderung der Besteuerungsgrundlage Kryptowährungen beispielsweise bereits mit Aktien gleichgesetzt worden. Regionalbanken scheinen sich mit dem Gedanken, dass Kryptowährungen klassische Anlageklassen darstellen, hingegen kaum anzufreunden. Dennoch scheinen Banken sich mittel- bis langfristig deutlich mehr mit Kryptowährungen beschäftigten zu wollen.

EY Bankenbarometer: Banken, Kryptos und Klima: Passt das zusammen?

Immer wieder rückt auch der hohe Stromverbrauch von Bitcoin durch das Mining mittels des Proof-of-Work-Konzeptes in den Vordergrund. Gerade Klimaaktivisten sehen in Bitcoin daher eine Gefahr. Die Studie befasste sich auch mit dieser Thematik. Im Genauen hiess die Frage: „Wie stehen Sie zur folgenden Aussage: Das Angebot von Anlagemöglichkeiten in Kryptowährungen ist nicht mit den Nachhaltigkeitszielen unserer Bank vereinbar.“

Es zeigt sich, dass rund die Hälfte der befragten Institutionen aus jeder Bankenart davon ausgeht, dass Kryptowährungen mit den Nachhaltigkeitszielen von Banken nicht zusammenpassen. Hier muss allerdings gesagt werden, dass diese Frage sehr spezifisch ist. Zahlreiche Kryptowährungen nutzen das Proof-of-Stake-Verfahren, welches rund 99 Prozent weniger Energie verbraucht als das Mining mit dem Proof-of-Work-Algorithmus. Zudem setzen immer Bitcoin-Mining-Zentren auf erneuerbare Energien.

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