Indien und Kryptowährungsmittel werden wohl keine Freunde mehr. Berichten zufolge kann der Finanzminister Indiens, T. V. Somanathan, über die Märchenerzählereien, dass Kryptowährungen innerhalb der Landesgrenzen weiterhin eine Chance zum Überleben hätten, nur müde lächeln.

Nur digitale Rupie gesetzliches Zahlungsmittel

Laut Asian News International verriet Somanathan am Mittwoch (2. Januar), dass lediglich eine digitale Rupie als gesetzliches Zahlungsmittel akzeptiert werden wird. Grosse Kryptowährungen, die aktuell den Markt dominieren, sollen derweil keine Chance haben.

Dem Vernehmen nach ergänzte der Finanzminister zudem, dass digitale Vermögenswerte wie Bitcoin (BTC) und Ether (ETH) nicht von der Regierung autorisiert sind. Sie werden demnach nur Vermögenswerte bleiben, deren Wert zwischen zwei Personen bestimmt wird.

Indien erteilt Bitcoin & Co. Abfuhr

„Die von der RBI ausgegebene digitale Rupie wird ein gesetzliches Zahlungsmittel sein“, fügte Somanathan hinzu. Im weiteren Verlauf wurde er ziemlich deutlich und erteilte Bitcoin & Co. eine regelrechte Abfuhr: „Alle anderen sind kein gesetzliches Zahlungsmittel, werden es nicht und werden niemals gesetzliches Zahlungsmittel werden. Weder Bitcoin und Ethereum noch NFT werden jemals ein gesetzliches Zahlungsmittel werden.“

Menschen sollen zwar in der Lage sein, Gold, Diamanten, Krypto zu kaufen, aber das werde nicht den Wert haben, der von der Regierung genehmigt wird. Menschen, die in private Kryptowährungen investieren, sollten sich darüber im Klaren sein, dass diese nicht von der Regierung genehmigt sind. Es gibt keine Garantie, ob Ihre Investition erfolgreich sein wird oder nicht, man kann Verluste erleiden und die Regierung ist dafür nicht verantwortlich.

Krypto-Steuer in Indien 30 Prozent?

Die Aussagen Somanathans folgten somit auf die Ankündigung der indischen Finanzministerin Nirmala Sitharaman. Am Dienstag (1. Februar) hatte diese angekündigt, dass das Land bis 2023 eine digitale Zentralbankwährung (CBDC) einführen wolle. Mit dem Ziel der digitalen Wirtschaft einen „grossen Schub“ geben könne. Ausserdem hatte sie vorgeschlagen, Transaktionen mit digitalen Vermögenswerten mit satten 30 Prozent zu besteuern.

Zuvor gab es einen Gesetzesentwurf, der die «privaten Kryptowährungen» gar komplett hätte verbieten können. Das indische Unterhaus erklärte in einer Mitteilung am Dienstag (1. Februar), dass das Gesetz während der Haushaltssitzung im Mai überhaupt erst gar nicht behandelt wurde. (mck)

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