Am heutigen Montagnachmittag (9. Mai) bereiteten Meldungen aus Südasien Krypto-Enthusiasten aus aller Welt womöglich Kopfschmerzen. Quellen von «CNBC-TV18»zufolge plane Indien wahrscheinlich eine Steuer von 28 Prozent auf Dienstleistungen und alle Aktivitäten im Zusammenhang mit Kryptowährungen zu erheben.

Der GST-Rat, der ausgeschrieben für «Goods and Services»-Rat steht und alle wichtigen Entscheidungen über die Besteuerung von Waren und Dienstleistungen in Indien trifft, wird demnach in seiner nächsten Sitzung, dessen Datum noch gar nicht feststeht, über dieses Vorhaben diskutieren.

Indien möchte Krypto mit Glücksspielen gleichstellen

Vergleichbar ist die GST-Steuer, die zentral auf Waren und Dienstleistungen erhoben wird, mit der Mehrwertsteuer. Dessen Vision ist es, dass Kryptowährungen mit Lotterien, Wetten und anderen Glücksspielmechanismen gleichgestellt werden sollten. Das Vorhaben des Rates begründete der Insider, der dem indischen Ableger des US-TV-Senders CNBC die Informationen hat zukommen lassen, mit den Worten:

Sie verkaufen Kryptowährungen von ausländischen Börsen an Menschen in Indien. Es handelt sich also um eine Dienstleistung, für die derzeit ein GST-Satz von 18 Prozent gilt und die als Vermittlungsdienstleistung eingestuft wird. Sie müssen separat unter einer neuen Rubrik in der Liste der Dienstleistungen klassifiziert werden. Wenn der GST-Rat zustimmt, wird jede Transaktion mit  einem GST in Höhe von 28 Prozent belegt.

Steuer hätte drastische Auswirkungen

Die vorgeschlagene Steuer wird zusätzlich zu der bereits angekündigten Steuer von 30 Prozent auf Einkommen aus Kryptowährungen eingeführt. Bereits zehn Tage nach der Einführung dieser Steuer brach das Handelsvolumen an indischen Kryptobörsen um durchschnittlich 60 Prozent ein. Dies führte schon dazu, dass einige der Börsen ihren Standort nach Dubai verlagerten. Womöglich hätte die nächste Steuer drastische Auswirkungen auf das Kryptogeschäft in Bhārat Gaṇarājya. Es gab auch Gespräche über eine 20%ige Steuer auf DeFi-Transaktionen.

Der rechtliche Status von Kryptowährungen in Indien ist derzeit unklar. Als eines der bevölkerungsreichsten Länder der Welt mit einer grossen Anzahl von Kryptomarktteilnehmern ist Indien allmählich von der Rhetorik eines vollständigen Verbots von Kryptowährungen nach chinesischem Vorbild zu deren strenger Regulierung übergegangen. Andererseits stehen die indischen Behörden dem Trend zur digitalen Zentralbankwährung (Central Bank Digital Currency, CBDC) offener gegenüber und beabsichtigen sogar, ihre digitale Rupie Ende 2022/Anfang 2023 einzuführen.(mck)

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