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Kurseinbruch: Bitcoin-Tod oder ein normaler Tag am Krypto-Markt?

von Paul

Jedes Mal, wenn es signifikante Kurseinbrüche bei Bitcoin gibt, sprechen viele vom Bitcoin-Tod. Analysen zeigen aber, dass der Kurs jedes Mal höher war.

Kurseinbruch: Bitcoin-Tod oder ein normaler Tag am Krypto-Markt

In den letzten Jahren ist die weltweit bekannteste Kryptowährung Bitcoin laut vielen Medien unzählige Male gestorben. Der gestrige Tag (und teilweise die Tage davor) sah besonders düster aus, da die Marktkapitalisierung für Krypto-Produkte um 10 Milliarden Franken nachgegeben hat. Kommt nun der Bitcoin-Tod?

Nur noch ein weiterer Bitcoin-Tod?

Seit seiner Gründung ist Bitcoin nach den Berichten verschiedener Mainstream-Medien jedes Jahr mehrmals gestorben. Ein starker Preisverfall löst dabei jedes Mal eine Welle irrationaler Panik aus, sodass Daytrader und diejenigen, die nach schnellem Geld suchen, ihre Bitcoins um jeden Preis loswerden möchten – oder besser gesagt, massenhaft verschrotten.

Der Investor Stephen Cole wies in einem Tweet jedoch schnell darauf hin, dass es keinen wirklichen Grund zur Panik gibt, da dies alles schon früher passiert ist – und das mehrmals.

  • Das ist also das Ende von Bitcoin
    (Forbes 2011, BTC-Wert $ 15)
  • Bitcoin wird zum Aschehaufen
    (USA Today 2015, BTC-Wert $ 208)
  • RIP Bitcoin, Zeit zum Weitermachen
    (WaPo 2016, BTC-Wert $ 382)
  • Finger weg von Bitcoin. Es ist Müll
    (MarketWatch 2017, BTC-Wert $ 2345)
  • Geht Bitcoin wieder auf Null?
    (Forbes 2018, BTC-Wert $ 3432)

Analyse: Der BTC-Kurs ist mit jedem „Tod“ gewachsen

Jedes Mal, wenn Bitcoin angeblich gestorben war, war sein Preis eigentlich höher. Im Jahr 2018 gab Forbes bekannt, dass es bei einem Preis von 3.300 Franken gegen Null gehen würde, während beim jetzigen „Tod“ sein Wert bei rund 7.200 Franken. Was beim letzten Mal jedoch passierte, war ein steiler Anstieg der Bitcoin-Einnahmen um über 300 Prozent und sein Wert stieg damals auf knapp 14.000 Franken. Heute ist der Preis gerade mal halbiert.

Alleine die Tatsache, dass BTC-Inhaber immer noch HODLen, reicht aus um zu verhindern, dass der Vermögenswert überhaupt stirbt. “Je mehr Leute hodlen, desto schneller erreichen wir eine Marktkapitalisierung, wodurch BTC weniger volatil und als Rechnungseinheit praktischer wird.“, erklärt Cole. Der Vermögenswert ist über Nacht um 4,5% gesunken und darüber wird geredet, um Aufmerksamkeit zu erregen oder einfach nur aus Unwissenheit darüber, wie Kryptomärkte funktionieren – und sie funktionieren anders, als etwa Goldmärkte. Laut 99bitcoins (in einer spannenden Timeline) ist das digitale Asset bisher insgesamt 377-mal gestorben.

Was das nächste BTC-Halving für den Kurs bedeutet

Obwohl der BTC-Kurs bei vielen Besitzern Angst auslöst, scheint noch nichts verloren. Es herrscht immer noch die Vorstellung, dass vor dem BTC-Halving grosse Rückzüge beim Wert üblich sind. Der Trader und Analyst „Rekt Capital“ ist zuversichtlich, dass es vor der Halbierung im nächsten Jahr zu einer grösseren Rally kommen wird, denn Bitcoin tendiert dazu, einige Monate vor dem Halving-Event stark zurückzugehen. Diese Rückgänge sind in der Regel die erste grössere Korrektur in einem neuen BTC Bull-Market.

Den von Stephen Cole erwähnten Fakt ist offensichtlich. Es gibt nach wie vor Kräfte, die im Bitcoin eine Bedrohung sehen und dementsprechend agieren und schreiben. Dass es über die Zeit bei jedem vorausgesagten Bitcoin-Tod ein höheres Kurs-Niveau gab, spricht für die digitale Währung. Ob sich der Kurs allerdings aufgrund des Halving im kommenden Jahr so verhalten wird – steht im Moment aber natürlich völlig in den Sternen.

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