Er galt als Altcoin-Jäger mit Hang zum Risiko. Nun sorgt Arthur Hayes mit einer bemerkenswert schlanken Krypto-Liste für Aufsehen. Der Mitgründer des Fonds Maelström hat öffentlich gemacht, wie sein Portfolio aktuell aussieht – und überrascht mit Konzentration statt Streuung. Hayes, der mit pointierten Marktkommentaren weltweit eine grosse Anhängerschaft erreicht, veröffentlichte seine Allokation auf X. Dort heisst es übersetzt:

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«Mein aktuelles Portfolio: Aktien, Gold-, Silber- und Kupferminen, grosse Ölkonzerne, Rüstungsunternehmen, Energieunternehmen in Lateinamerika… Kryptowährungen: Bitcoin, Ether, Zcash und HYPE. Ausserdem physisches Gold.» Im Kryptobereich setzt Hayes damit ausschliesslich auf Bitcoin, Ethereum, Zcash und Hyperliquid. Mehr nicht. Für einen Investor, der in der Vergangenheit regelmässig auch auf kleinere Altcoins und Memecoins setzte, wirkt diese Auswahl fast defensiv. Zwei Schwergewichte des Marktes, ein Privacy-Coin und ein einzelner spekulativerer Token – das ist überschaubar.

Arthur Hayes packt aus: DAS ist sein Krypto-Portfolio

Besonders die Formulierung «Rüstungsunternehmen» – im Original drastischer als «Händler des Todes» bezeichnet – zeigt, wie Hayes geopolitische Spannungen als Investmentthese versteht. Ergänzt wird das Portfolio durch Energie- und Rohstoffwerte. Gold, Silber, Kupfer. Öl. Physisches Gold. Das liest sich wie eine Wette auf reale Vermögenswerte in einer Phase globaler Unsicherheit. Auffällig ist weniger das, was enthalten ist, sondern das, was fehlt. Keine breite Altcoin-Sammlung. Keine Liste trendiger Projekte. Keine offensichtliche Meme-Position.

Hayes, der als risikofreudig gilt, scheint sein Krypto-Exposure bewusst fokussiert zu haben. Zcash steht dabei für Privatsphäre im Blockchain-Universum. In Zeiten wachsender Regulierung könnte diese Position als strategisches Statement verstanden werden. Hyperliquid wiederum ist im Vergleich zu Bitcoin und Ethereum eine deutlich kleinere, volatilere Wette – ein Zeichen, dass Hayes Risiko nicht meidet, aber dosiert.

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Interessant ist auch, dass in der veröffentlichten Übersicht keine klassischen Cash-Positionen auftauchen. In früheren Aussagen hatte Hayes betont, US-Staatsanleihen würden ihm «passive Erträge liefern und meine Ausgaben decken». In der aktuellen Offenlegung spielen sie keine sichtbare Rolle. Ob sie ausserhalb der genannten Struktur gehalten werden, bleibt offen.

Wenn selbst ein Altcoin-Befürworter sein Portfolio strafft…

Das Gesamtbild wirkt klarer ausgerichtet als früher. Rohstoffe, Energie, Verteidigung – ergänzt durch eine kompakte Krypto-Allokation. Weniger Spieltrieb, mehr Makrostrategie. Für Marktbeobachter stellt sich die Frage, ob Hayes damit auf eine Phase erhöhter Volatilität und geopolitischer Risiken vorbereitet sein will. Die Reduktion auf vier Coins kann als Signal gelesen werden: Qualität vor Quantität. In einem Markt, in dem täglich neue Token entstehen, setzt einer der bekanntesten Investoren der Branche auf Konzentration.

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Für Anleger liefert diese Offenlegung keinen direkten Fahrplan, aber einen Denkanstoss. Wenn selbst ein ausgewiesener Altcoin-Befürworter sein Portfolio strafft, könnte das Ausdruck einer vorsichtigeren Risikoeinschätzung sein. Hayes bleibt damit eine schillernde Figur – nur wirkt seine Strategie derzeit weniger verspielt und deutlich fokussierter. Manchmal sagt eine kurze Liste mehr als jede Marktprognose. (mck)

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