Monero Kurs Crash: Darum geht es für XMR steil bergab

Monero Kurs Crash Darum geht es für XMR steil bergab Titelbild

Der Monero-Kurs verzeichnet einen massiven Crash. Im Wochentrend sinkt der Privacy Coin um rund 25 Prozent. Hintergrund der plötzlichen Verluste ist ein Delisting durch Binance. Die Krypto-Börse kommt neuen Behördlichen Forderungen zuvor und entfernt XMR von seinem Marktplatz.

Monero Kurs Crash: Darum geht es für XMR steil bergab

Monero, der grösste Privacy Coin, verzeichnet über die letzten Stunden einen massiven Kurscrash. Die Kryptowährung verliert im Wochentrend ganze 25,30 Prozent. Allein in den letzten 24 Stunden sank XMR um 6,35 Prozent.

Zu Redaktionsschluss notiert der Coin infolgedessen bei 124 US-Dollar. Für Monero ist es der stärkste Kurscrash seit Sommer 2022. In den sozialen Netzwerken werden die starken Verluste derzeit heiss diskutiert.

  • monero
  • Monero
    (XMR)
  • Preis
    $119.71
  • Marktkapitalisierung
    $2.17 B

Hintergrund des Wertverfalls ist das Delisting von Binance. Der Weltmarktführer der Krypto-Börsen gab bereits am Dienstag bekannt, XMR am 20. Februar von seinem Marktplatz zu entfernen. Am gleichen Tag sollen auch drei weitere Projekte von der Börse verschwinden.

Binance setzt damit Forderungen des neuen EU-Gesetzes MiCA frühzeitig um. Zwar gilt das Gesetz nur innerhalb der Europäischen Union, Druck auf Privacy Coins wird seitens Behörden allerdings schon seit Jahren ausgeübt.

Im Umgang mit Monero sorgte diese Entscheidung für Unsicherheit, wodurch es zu Verlusten kam, die sich über die letzten zwei Tage konstant fortsetzten. Durch das Verschwinden der Kryptowährung wurden darüber hinaus einige Spekulanten zum Abverkauf gedrängt.

Kurze Zeit nach der Ankündigung stoppte Binance die Abhebung von XMR, was zu Kritik unter Nutzern der Plattform führte. Zu Redaktionsschluss ist es Nutzern wieder möglich, den Coin an ihre Wallet-Adresse auszuzahlen.

Zukunft von Monero ungewiss

Monero ist die grösste Kryptowährung, die von einem Handelsverbot betroffen ist, das durch MiCA erlassen wird. Das Gesetz gilt weltweit als Vorbild für die Krypto-Regulierung und könnte deshalb auch von weiteren Jurisdiktionen nachgeahmt werden.

Binance stoppt den Handel von Monero weltweit. Auch weitere Handelsplattformen könnten so agieren. Statt regional abweichende Angebote bereitzustellen, bietet man dann nur ein globales Angebot.

Langfristig ist die Kursentwicklung von Monero und weiteren Privacy Coins ungewiss. Die unausweichlich kommenden Sperren werden die Audienz der Kryptowährung verkleinern. Dennoch könnten sich im Zuge des Verbots langfristig Gewinne ergeben – das bewies bereits das Bitcoin-Verbot in Nigeria.

In absehbarer Zeit wird Monero auf einigen Plattformen erhalten bleiben. Das offizielle Twitter-Konto der Blockchain schrieb nach dem Delisting: “Monero wird Privatsphäre niemals vernachlässigen. Ihr könnt XMR weiterhin auf anderen Krypto-Börsen, DEXs und Atomic Swaps handeln.”

Die Krypto-Börse Kraken verkündete ihr Unverständnis auf Twitter und schrieb: “Privatsphäre ist kein Verbrechen.” 

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