Home News PayPal CEO startet Krypto-Offensive und sorgt für Bitcoin-Fieber

PayPal CEO startet Krypto-Offensive und sorgt für Bitcoin-Fieber

von Lemmy

Daniel Schulman sagt in einem Interview, dass der globale PayPal Krypto-Service bereits im Q1 2021 startet.

Blauer Richtungspfeil als Symbol für einen Start von Paypal in die Kryptowelt

Der PayPal CEO, Daniel Schulman, verrät die Krypto-Strategie des Unternehmens: PayPal-Kryptodienste sollen ab 2021 international verfügbar sein – und das ist erst der Anfang.

Während der Coronakrise haben die verschiedenen Zahlungsdienstleister an Popularität gewonnen und können auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken. Die steigende Nachfrage nach kontaktlosen und digitalen Zahlungen hat das Unternehmen PayPal zum Sieger gemacht: Allein im 3. Quartal 2020 sind 15,2 Millionen neue Kunden hinzugekommen und es wurden Zahlungen in Höhe von 247 Milliarden US-Dollar abgewickelt. Die Plattform rechnet in diesem Jahr mit einem Transaktionsvolumen von fast 1 Billion USD.

Globaler PayPal Krypto-Service bereits im Q1 2021

Es wird angenommen, dass die neuesten News über PayPals Einstieg in die Krypto-Szene dem Bitcoin-Kurs enormen Aufwind verschafften. Die globale Einführung des Krypto-Service von PayPal soll bereits ab dem ersten Quartal 2021 Realität werden. PayPal-Kunden werden dann weltweit mit Bitcoin handeln können. Darüber hinaus möchte der Zahlungsriese auch weitere Kryptowährungen unterstützen und sich sogar mit digitalem Zentralbankengeld (CBDC) befassen.

PayPal CEO: Das ist erst der Anfang

Der Zahlungsanbieter gab im Rahmen der Verkündung der Quartalszahlen bekannt, dass er in den Krypto-Sektor noch aggressiver vordringen will. Wie der CEO von PayPal, Daniel Schulman, erklärt, bewegt sich die Welt rasch von physischen zu digitalen Währungen. Digitale Währungen haben immer mehr Funktionen, werden immer wichtiger und gewinnen auch immer mehr an Bedeutung.

Der CEO betonte in seiner Rede, dass das Unternehmen auch an der Gestaltung von CBDCs aktiv mitwirken will und dass es lediglich eine Frage der Zeit ist, wann sich digitale Zentralbankwährungen durchsetzen werden. Neben der erhöhten Akzeptanz von Kryptowährungen möchte PayPal auch deren Interoperabilität mit bestehenden Zahlungssystemen verbessern, wie z. B. das Tauschen zwischen den verschiedenen Währungen oder von Wallet zu Wallet. Dadurch entwickelt sich PayPal langsam aber sicher zur Konkurrenz zu etablierten Krypto-Börsen.

Grosse Nachfrage nach Krypto-Diensten

Im ersten Quartal 2021 sollen 26 Millionen Händler weltweit Kryptowährungen per PayPal akzeptieren können, während PayPal-Kunden in den USA den neuen Service zum Teil bereits nutzen und neben Bitcoin (BTC) und Ethereum (ETH) auch Litecoin (LTC) und Bitcoin Cash (BCH) handeln können.

Laut Schulman ist die Nachfrage nach den neuen Krypto-Diensten von PayPal überwältigend gewesen und hat die Erwartungen mehrfach übertroffen. Als Reaktion auf die hohe Nachfrage kündigte PayPal an, sein wöchentliches Krypto-Kauflimit von 10.000 auf 15.000 US-Dollar zu erhöhen.

Der Zahlungsanbieter möchte im kommenden Jahr in den internationalen Markt vordringen und auch weitere Krypto-Dienstleistungen anbieten, obwohl dazu noch keine offiziellen Details bekanntgegeben wurden.

Auch Integration von CBDCs nur eine Frage der Zeit

Die Integration von Kryptowährungen bei PayPal wird von der gesamten Krypto-Community zelebriert: Der Bitcoin-Kurs ist seit der Ankündigung um ca. 15% gestiegen. Als grösstes Zahlungssystem der Welt könnte PayPal auch den Nutzen der CBDCs in der Zukunft beeinflussen. Shulman erwähnte diesbezüglich Gespräche mit Regulierungsbehörden und Zentralbanken und erklärte, dass digitale Währungen immer wichtiger werden und ihre Integration auch bei PayPal nur noch eine Frage der Zeit ist.

Der PayPal CEO ist der festen Überzeugung, dass die Zeit reif für eine finanzielle Revolution ist und dass das traditionelle Finanzsystem ausgedient hat: „PayPal soll aufgrund seiner Innovationskraft und Bekanntheit die zukünftige Entwicklung fördern und dazu beitragen, dass der Geldfluss und die Verwaltung noch schneller, effizienter und kostengünstiger gestalten werden“, so Schulman.

Ein grosser Schritt in Richtung Massenadoption

Experten aus der Krypto-Branche warnen jedoch die Nutzer vor der zentralisierten Natur von PayPal. Schliesslich werden die Benutzer ihre Kryptowährungen nicht von einer anderen Adresse aus auf ihr Konto einzahlen oder in externe Wallets abheben können und sie werden auch keine Kontrolle über ihre eigenen privaten Schlüssel haben.

Obwohl diese Funktionen in Zukunft wahrscheinlich erst noch kommen sollen, gibt es bisher keine offizielle Aussage. Dennoch hat PayPal einen grossen Schritt in Richtung Massenadoption gemacht, wodurch Bitcoin noch mehr an Anerkennung gewann.

Aktuell haben nur etwa 10 Prozent der US-Nutzer Zugang zu den Kryptodiensten von PayPal, doch der Dienst soll laut Schulman noch vor Dezember für das ganze Land verfügbar sein.

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