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Schweiz: Worldline bringt Bitcoin an die Ladenkasse

von Lemmy

Zahlungsanbieter Worldline möchte in Zusammenarbeit mit Bitcoin Suisse die Krypto-Akzeptanz im E-Commerce und Einzelhandel in der Schweiz vergrössern.

Digitale Bezahlung

Europas grösster Zahlungsanbieter Worldline möchte in Zusammenarbeit mit dem Finanzdienstleister Bitcoin Suisse die Krypto-Akzeptanz im E-Commerce und Einzelhandel vergrössern.

Der französische Zahlungsdienstleister hat vor genau einem Jahr eine Absichtserklärung mit Bitcoin Suisse, dem schweizerischen Krypto-Broker unterzeichnet, um das Bezahlen mit Kryptowährungen gemeinsam an die Ladenkasse zu bringen. Das Ziel war es zunächst, Schweizer Konsumenten und Händlern die Zahlung mit Bitcoin & Co. in Onlineshops und Geschäften anzubieten.

Worldline: Kein Währungsrisiko für Händler

Das französische Unternehmen hat bereits im Sommer ein Pilotprojekt in der Schweiz gestartet, an dem ausgewählte Händler wie Restaurants, Hotels, Elektro-Shops und Schmuckhändler teilnahmen. Über die Lösung des Unternehmens akzeptieren die Händler Bitcoin (BTC) und Ethereum (ETH), obwohl ihre Auszahlung weiterhin in Schweizer Franken (CHF) erfolgt.

Auf diese Weise sollen die Händler kein Währungsrisiko tragen, erklärt Dr. Andreas Rehrauer, der für Innovationen und das Zahlungsproduktportfolio bei Worldline zuständig ist. Die Transaktionen werden wie andere Kartenzahlungen beim Händler integriert, sodass bei der Abrechnung keine zusätzliche Komplexität besteht.

Dr. Rehrauer erklärt, dass das Pilotprojekt erfolgreich verlaufen und die Zusammenarbeit seit dem Start der Krypto-Initiative einen Schritt wesentlich weitergekommen ist. Seit Juli dieses Jahres wurden mittels Kryptowährungen Transaktionen im dreistelligen Bereich abgerechnet – davon waren ungefähr ein Viertel in Ethereum und Dreiviertel in Bitcoin. Auch das Feedback der Händler soll positiv sein, die auf ihren Kanälen sogar selbst Werbung machten, erklärt Dr. Rehrauer.

So funktioniert die Krypto-Zahlung

Die Transaktion funktioniert aus Kundensicht so, dass an der Verkaufsstelle ein QR-Code erscheint, der mit einer App gescannt wird. Bei der App handelt es sich um eine Krypto-Wallet, die danach angezeigt, was die Ware oder Dienstleistung in der gewünschten Kryptowährung kosten soll. Nachdem die Zahlung in der Wallet-App freigegeben wurde, wird diese verarbeitet.

Die Krypto-Allianz profitiere davon, dass die Käufer schon gewohnt sind, mit einem Handy und QR-Code zu bezahlen – und für sie ist der Schritt zu Krypto nicht mehr so gross, erklärt Dr. Rehrauer.

Krypto-Akzeptanz steigern mit Worldline

Durch die Partnerschaft mit Bitcoin Suisse möchte Worldline sein Akzeptanz-Portfolio um ein weiteres Zahlungsmittel erweitern. Der französische Zahlungsdienstleister ist der Überzeugung, dass das Thema Kryptowährungen nicht zuletzt wegen Libra, PayPal und CBDCs in die Mitte der Gesellschaft rückt. Worldline biete dazu die nötige Infrastruktur und die Zahlungsabwicklung beim Händler, während Bitcoin Suisse die Expertise im Krypto-Bereich beisteuert.

Sollten die gesetzten Ziele der Allianz erreicht werden, dürfte die Bedeutung von Kryptowährungen und ihre Akzeptanz im Alltag deutlich steigen. Die Krypto-Akzeptanz ist aktuell noch auf einem niedrigen Niveau, da grosse Projekte wie z. B. Libra vor allem wegen regulatorischen Hürden noch stocken.

Von der Schweiz nach Europa

Worldline möchte bereits im nächsten Halbjahr die Lösung innerhalb der Schweiz umsetzen. Die Zusammenarbeit soll dann von Ladenhändlern auf das E-Commerce-Geschäft erweitert werden. Nach einem erfolgreichen Pilotprojekt in der Schweiz plant das Unternehmen, die neuen Krypto-Dienstleistungen auf ganz Europa auszuweiten. Der weltweit in über 170 Ländern aktive Zahlungsdienstleister ist in Deutschland durch Unternehmen wie Payone vertreten.

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