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Studie: Deshalb kam es zum Preisfall von Bitcoin Ende letzten Jahres

von Paul

Studie zeigt nun schwarz auf weiss, was viele vermuteten. Der starke Preisfall Ende letzten Jahres geht auf den Bitcoin Cash ABC & SV Fork zurück.

Studie: Deshalb kam es zum Preisfall von Bitcoin Ende letzten Jahres

Die in der Schweiz ansässige Krypto Vermögensverwaltung Decom hat kürzlich in Zusammenarbeit mit dem «Blockchain Research Lab» der Universität Zürich eine Studie veröffentlicht, in dem einige der treibenden Faktoren analysiert und erläutert werden, die den Preis von Bitcoin im letzten Quartal 2018 negativ beeinflusst haben. Sie bestätigt damit, die Vermutungen, die viele Experten schon hatten.

Nach monatlichen Seitwärtsbewegungen erlitt Bitcoin am 14. und 15. November 2018 einen starken Preisverfall (zur Entwicklung des Bitcoin 2018). Laut der gemeinsamen Studie von Decom und der Blockchain Research Lab sind die Hauptgründe hierfür der Bitcoin Cash ABC & SV Fork. Was folgte, war ein ideologischer Kampf zwischen zwei Hauptlagern – Bitcoin ABC und Bitcoin SV -, der viel Kollateralschaden verursachte und sowohl den Preis für Bitcoin als auch die gesamte Krypto-Marktkapitalisierung massiv beeinflusste.

Preisfall mit Folgen

Die Studie zeigt auf, dass die Hash-Power eine bedeutende Rolle für den Erfolg oder Misserfolg eines Forks einnimmt. Hash Power oder Hash Rate, wie man es auch nennt, ist die Masseinheit für die Rechenleistung, die das Bitcoin-Netzwerk verbraucht, um kontinuierlich betrieben zu werden. Am 14. November 2018 kündigten zwei bekannte „Influencer“ aus der Bitcoin-Community, Craig Wright (Bitcoin Cash SV) und Jihan Wu (Bitcoin Cash ABC) an, dass sie Bitcoins verkaufen würden, um Hash-Power von Minern zu mieten. Somit können sie ihre eigene bevorzugte Version unterstützen, um den Hash War zu gewinnen und den Fork durchzusetzen. Erfahrene Bitcoin-Anleger verkauften an diesem Tag ihre Bitcoins und senkten den Preis innerhalb von 24 Stunden um 22%.

Diese Informationen waren öffentlich bekannt und diejenigen, die sämtliche mögliche Szenarien in Betracht zogen, konnten diese Elemente in ihre Anlagestrategie integrieren.

sagt Marcel Niederberger, Gründer und Managing Partner bei Decom.

Der niedrigere Bitcoin-Preis zwang einige Miner das Minen von Bitcoin einzustellen, um Verluste zu vermeiden. Eine Folge davon war, dass die Bitcoin-Hash-Rate sank und Bitcoin-Miner, im Durchschnitt mehr Zeit benötigten, um einen gültigen Block zu verifizieren. Das Research Team von «Decom» konnte feststellen, dass die durchschnittliche Blockzeit, also die Zeit, die benötigt wird, um einen Transaktionsblock zu erstellen, vor dem Hard Fork 584 Sekunden betrug. Die durchschnittliche Blockzeit nach dem Bitcoin Cash SV Fork betrug 703 Sekunden und war damit um 20% höher.

Abb. Gesamte Hash-Power des Bitcoin-Netzwerks zwischen dem 25. Oktober und dem 15. November 2018.

Abb. Gesamte Hash-Power des Bitcoin-Netzwerks zwischen dem 25. Oktober und dem 15. November 2018.

 

In Bezug auf die Leistung stellen längere Blockzeiten einen Nachteil für Bitcoin-Benutzer dar, die Transaktionen abschliessen möchten, da zum Validieren von Transaktionen mehr Zeit erforderlich ist. Um diese hohe Blockzeit zu vermeiden, können Bitcoin-Benutzer höhere Transaktionsgebühren zahlen, um ihre Überweisung vorzeitig zu validieren. Dies macht Transaktionen in Bitcoin teurer und daher weniger attraktiv als Transaktionen in anderen Währungen. Alle diese Aspekte haben daher die Preisentwicklung von Bitcoin im November 2018 negativ beeinflusst.

Die gesamte Studie: The Development of Bitcoin Price von Decom und Blockchain Research Lab der Universität Zürich

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