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UNO-Generalsekretär Guterres: Blockchain muss schneller integriert werden

von Paul

Die UNO ist offen für technologische Neuerungen. Laut UNO-Generalsekretär Guterres gilt dies auch für die Blockchain.

UNO-Generalsekretär Guterres: Blockchain muss schneller integriert werden

Die Vereinten Nationen (UNO) sind allgemein bekannt für ihre Offenheit gegenüber technologischen Neuheiten. Der Grund ist offensichtlich: Digitale Währungen und die Blockchain Technologie zeichnen sich durch viele positive Eigenschaften aus. Insbesondere kurze Ausführungszeiten bei Transaktionen rund um den Globus sowie niedrige Gebühren sind zwei der auffälligsten Vorzüge. Die positive Meinung zur Blockchain teilt auch António Guterres, seines Zeichens Generalsekretär der Vereinten Nationen. Für ihn ist die Blockchain ein „kritischer Bestandteil“ in einer schnelllebigen Zeit des digitalen Wandels. Genauer betrachtet, setzen etliche Projekte der UN schon seit einiger Zeit auf die Blockchain. Die Integration, so Guterres, müsse vielmehr noch stärker vorangetrieben werden:

Damit die Vereinten Nationen ihr Mandat im digitalen Zeitalter besser erfüllen können, müssen wir Technologien wie Blockchain nutzen, die dazu beitragen können, die Erreichung der Ziele für nachhaltige Entwicklung zu beschleunigen.

Blockchain-Implementierung noch nicht weitreichend genug

Dem Generalsekretär geht es in diesem Zusammenhang jedoch nicht allein um die Blockchain. Auch und gerade für die Erschliessung der Distributed-Ledger-Technologie (DLT) spricht sich Guterres in einer aktuellen Stellungnahme aus. Für ihn dauert es scheinbar noch zu lange, zukünftig müsse die Blockchain auf der Liste der verwendeten „Kerntechnologien“ der UNO stehen. Nicht zuletzt im Rahmen einer nachhaltigen Strategie der Vereinten Nationen sei der Schritt hin zu den innovativen Technologien unverzichtbar. Nur so könnten Vereinten Nationen ihr „Mandat im digitalen Zeitalter“ in angemessener Form erfüllen.

Guterres sieht Profit durch Blockchain für viele UN-Projekte

In vielen Bereichen ist der UNO-Zusammenschluss bereits sehr aktiv. Etwa im Kampf gegen den Kinderhandel forscht man seit einiger Zeit, wie die Blockchain für die Identitätserfassung einsetzbar ist. Dass der neue Jahresabschlussbericht zur Lage der Weltwirtschaft Kryptowährungen wie Bitcoin oder Litecoin den Terminus der „neuen digitalen Finanzwelt-Ära“ zuspricht, darf aber nicht nur positiv gewertet werden. Guterres und andere UNO-Vertreter verweisen bei allen guten Entwicklungen dank der Blockchain auch auf Risiken. Denn auch Kriminelle wissen die technischen Möglichkeiten zu schätzen. Für die UNO aber sind es unterm Strich Anwendungsfälle wie die Nachweisbarkeit der Medikamenten- und Lebensmittelherkunft oder Chancen zur Eigentumsregistrierung, die potenziell negative Aspekte der Blockchain überwiegen. Auch bei Spendenprojekten vertraut man zunehmend auf digitale Währungen, wobei Bitcoin und Ethereum dominierend sind.

Politik könnte Bürgervertrauen durch Blockchain erreichen

Dass Bitcoin und Co. die Verfolgbarkeit beim Werte-Austausch ermöglichen und zugleich vollkommen neue Geschäftsmodelle entstehen lassen, bezeichnet António Guterres ebenfalls als Vorteil. Der zuletzt genannte Aspekt könnte zukünftig beispielsweise Menschen in Ländern mit hohen regulatorischen Anforderungen bei Existenzgründungen den Start ins Berufsleben erleichtern. Und noch einen Punkt betonte der Generalsekretär wiederholt: In Zeiten schwindenden Vertrauens in Regierungen und die Politik könne er sich vorstellen, dass ein Vertrauensgewinn mittels Blockchain-Technologie möglich sei.

Interessant: Schon seit Frühjahr 2018 befasst sich die UNO über ihr „Büro der Vereinten Nationen für Projektdienste“ (UNOPS) mit möglichen Use Cases für IOTA und die zugehörigen Wallets. Guterres hat sich wiederholt nicht nur kritisch, sondern vor allem optimistisch zu Wort gemeldet, indem er die UN zum schnelleren und umfassenderen Einsatz der Blockchain-Technologie aufrief.

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