Können in naher Zukunft auch Kunden der Volks- und Raiffeisenbanken direkt Kryptowährungen über ihre Bank kaufen? Wie Marija Kolak, Präsidentin des Bundesverbandes der Volks- und Raiffeisenbanken (BVR) am Dienstag in Frankfurt mitteilte, arbeite das Institut zusammen mit dem Deutschen Wertpapierservice (DWP Bank) bereits an einem Prototypen für eine Krypto-Wallet. Allerdings sei noch nicht entschieden, ob es letztendlich auch zu einer Einführung kommt.

Bereits die Sparkasse hatte in der Vergangenheit darüber nachgedacht, ihren Kunden den Handel mit Bitcoin und anderen Kryptowährungen anzubieten und arbeitete an einer eigenen Wallet. Allerdings scheinen sich diese Pläne bisher innerhalb der Sparkassen-Finanzgruppe nicht durchgesetzt zu haben. Gerade Führungskräfte der Sparkassen-Finanzgruppe hatten ihre Bedenken über eine mögliche Einführung mitgeteilt. „Mein Bauchgefühl sagt mir, dass das keine gute Idee für Sparkassen ist“, wird Sparkassenpräsident Helmut Schleweis von stuttgarter-nachrichten.de zitiert.

Krypto-Handel bei der Volksbank: Es könnte noch ein Jahr dauern

Nicht ganz so negativ scheint es hingegen Kolak bei der Volksbank zu sehen. Es sei ein Bedarf da, so Kolak. Zudem könne man sich durchaus vorstellen, perspektivisch Lösungen in diesem Gebiet anzubieten. Erste Tests mit dem Prototypen seien bereits absolviert worden.

Ein leidiges Thema dürfte bei der Einführung vor allem der hohe Energieverbrauch von Bitcoin sein. Des Weiteren ist Bitcoin sehr volatil, weswegen er vor allem konservative Anleger abschreckt. Dennoch würde sich durch die Einführung selbstverständlich auch ein Markt für eine neue Zielgruppe ergeben. Gerade Anfänger im Kryptowährungsbereich tun sich bei der Handhabung von Krypto-Börsen schwer, da Themen wie die korrekte Verwahrung oftmals als zu kompliziert wahrgenommen werden. So beginnen viele Einsteiger mit der Nutzung eines Krypto-Brokers. Mit einer Bank als Partner für den Einstieg wären viele Ängste zu Beginn deutlich weniger stark.

Eine Entscheidung für die Einführung des Krypto-Handels bei den Volks- und Raiffeisenbanken werde aller Voraussicht nach erst in etwa einem Jahr fallen. Am Ende dürften die einzelnen Genossenschaftsbanken selbst entscheiden, ob sie dies ihren Kunden wirklich anbieten wollen.

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