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Was ist ein Wallet für Kryptowährungen?

von Paul

Falls Sie Kryptowährungen handeln oder sich am Mining beteiligen möchten, benötigen Sie ein sogenanntes Wallet. Es handelt sich dabei um eine elektronische Geldbörse, die einzig und allein dazu gedacht ist, Bestände an Kryptowährungen zu speichern. Allerdings werden streng genommen nicht die Coins selbst gespeichert, sondern ausschliesslich bestimmte Datensätze, die einen Bestand repräsentieren.

Was ist ein Wallet bei Kryptowährungen?
Welche Arten von elektronischen Geldbörsen existieren?

In der Praxis existieren mittlerweile unterschiedliche Arten eines Wallet, auch wenn diese den gleichen Zweck haben, nämlich Datensätze bzw. Coinbestände zu speichern. Man unterscheidet in erster Linie zwei Gruppen, nämlich sogenannte Online- sowie Offline-Wallets. In beiden Gruppen gibt es wiederum eine weitere Unterteilung, sodass insgesamt vor allem die folgenden vier Arten am Markt existieren:

  • Online-Wallet auf einer Cryptocoin-Börse
  • Online-Wallet bei einem externen Anbieter
  • Paper Wallet
  • Ledger
  • Trezor

Bei den ersten zwei Varianten handelt es sich um ein Online-Varianten, während sowohl die Paper Geldbörse als auch der Ledger in die Gruppe der Offline-Wallets fallen.

Welche Eigenschaften besitzt eine Online-Geldbörse?

Beim Online-Wallet müssen Sie unterscheiden, ob es sich lediglich um eine Art Konto auf einer Cryptocoin Börse, oder ob es sich um ein externes Wallet eines Anbieters handelt. Streng genommen ist das Online-Wallet bei einer Cryptocoin Börse, wie zum Beispiel BitPanda, gar kein echtes Wallet. Stattdessen werden die Coins einfach in einem Konto verbucht, wie Sie es vielleicht auch von Onlinekonten im Anlagebereich kennen. Diese elektronischen Geldbörsen sind mit einem vergleichsweise hohen Risiko behaftet, denn der Zugriff ist von jedem Ort aus online möglich und bietet so natürlich auch Hackern die Chance, Bestände zu stehlen.

Ähnlich verhält es sich mit den Online-Wallets externe Anbieter, bei denen es sich zwar um echte elektronische Geldbörsen handelt, aber auch dort ist ein Zugriff über das Internet möglich. Insbesondere aufgrund dieser Sicherheitsbedenken werden Online-Wallets von Experten mittlerweile kaum noch empfohlen. Stattdessen bietet es sich an, dass Sie sich für ein Offline-Wallet entscheiden.

Offline-Varianten: Paper Wallet und Hardware Wallet

Der gravierende Unterschied zwischen der Online- und Offline-Variante besteht schlichtweg darin, dass bei einem Offline-Wallet kein Zugriff über das Internet möglich ist, da keine Online-Verbindung besteht. Deshalb gelten Offline-Wallets heute als deutlich sicherer im Vergleich zu den zuvor aufgeführten Online-Geldbörsen. Bei den Offline-Varianten gibt es mittlerweile zwei grosse Gruppen, nämlich zum einen das Paper Wallet und zum anderen sogenannte Hardware Wallets.

Das Paper Wallet ist vereinfacht ausgedrückt nichts anderes als ein Ausdruck auf einem Papier. Dieses beinhaltet sowohl Ihren öffentlichen als auch Ihren privaten Schlüssel, sodass Sie mit der Paper Geldbörse jederzeit Zugriff auf Ihre Coinbestände haben. Wichtig ist allerdings, dass Sie das Papier nicht verlieren, denn ohne die dort aufgedruckten Daten (Schlüssel) würden Sie keinen Zugang mehr zu Ihren Coin-Beständen erhalten. Eine etwas andere Variante ist das Hardware Wallet. Es handelt sich dabei um ein externes Speichermedium, welches im Prinzip mit einem USB-Stick vergleichbar ist. Die führende Hardware elektronische Geldbörse ist aktuell der Ledger, wie zum Beispiel der Nano Ledger X, der Trezor One oder Nano S Ledger. (Anleitung zum Nano S Ledger)

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