Die stetigen turbulenten Kurskorrekturen des Bitcoin (BTC) haben im Kryptoversum lösen immer Diskussionen über die Zukunft und das Potenzial der Kryptowährung der ersten Stunde aus. Die Positionen der Teilnehmer an solchen Debatten bewegen sich zwischen zwei extremen Polen. Einige Beobachter gehen davon aus, dass der Boom der Währung fürs Erste ein Ende gefunden hat. Andere Experten aber vertreten eine gänzlich andere Position. Sie halten die Korrektur des Bitcoin Kurses während des letzten Quartals des Jahres 2021 zum Teil eher für eine längst überfällige Entwicklung, um eine Preisblase der führenden digitalen Währung und einen folgenden noch weitaus deutlichen Einbruch zu verhindern. Auch unsere Experten befassen sich ständig mit der Frage, welche Richtung sich die Währung und das Blockchain-System des Bitcoins zukünftig einschlagen wird.

Dabei deuten verschiedene Merkmale längst darauf hin, dass dem Coin und dem Markt insgesamt trotz aller aktuellen Sorgen im Zusammenhang mit den globalen Herausforderungen noch eine rosige Zukunft offenstehen könnte.

Schwierige Lage am Kryptomarkt zum Jahresende

Zugegeben: Der Bitcoin hat bis Redaktionsschluss binnen eines Monats mit einem damaligen Stand oberhalb von 63.300 US-Dollar bis Mitte Dezember fast 16.000 USD seines letzten Höchststandes abgegeben. Zum einen verzeichnete der BTC Kurs in der zweiten Dezember nachfolgend wieder ein deutliches Plus. Ein wesentlicher Grund für die positive Einschätzung rund um die erste digitale Währung der Welt ist weniger in den Erkenntnissen der Chartanalyse als den technologischen Möglichkeiten zu sehen. Zwar gibt es zunehmend mehr Anwendungsfälle für die Blockchain des Bitcoins. Das volle Potenzial des Netzwerks aber ist insgesamt längst nicht ausgeschöpft. Eine ganze Reihe von Branchenkennern geht vielmehr davon aus, dass die Möglichkeiten des Systems noch lange nicht auf ganzer Linie erkannt wurden und genutzt werden.

Auch nach über zehn Jahren steht der Bitcoin noch ganz am Anfang

Anders formuliert könnte man sagen: Bis dato kratzen Anwender – ob Anleger oder Anbieter von Kryptodienstleistungen – lediglich an der Oberfläche dessen, was die Bitcoin-Blockchain zu leisten imstande ist. Es gibt insofern gute Argumente für die Annahme, dass die nächste Entwicklungsstufe des Bitcoins nicht lange auf sich warten lassen wird. Der vorherrschende Optimismus vieler BTC-Bullen scheint keineswegs unbegründet. Kursbereinigungen könnten den nächsten Höhenflug ankündigen. Solche Phänomene kennen wir auch vom klassischen Aktienmarkt. Aber auch ohne den Blick auf den Kurs der Währung allein äussern sich viele Mitglieder der Krypto-Community positiv zur Zukunft des Netzwerks. Skepsis jedenfalls gehört nicht zum Standardvokabular der Mehrheit der Bitcoin-Fans. Eben diese Geisteshaltung unterscheidet Kryptofans von Investoren anderer Sparten des Finanzmarktes, zu dem inzwischen auch Kryptowährungen in zunehmendem Masse gehören.

Möglicher Imagewandel durch mehr ökologisches Bewusstsein im Netzwerk

Ein Knackpunkt für weitere positive Bitcoin-Trends sind ohne Frage die ökologischen Probleme. Derzeit gilt gerade das energieaufwendige und alles andere als umweltfreundliche Bitcoin-Mining als Schwierigkeit auf dem Weg zur Massentauglichkeit. Was für überzeugte Nutzer aber feststeht, ist, dass dem Bitcoin genau dieser Schritt hin zur wichtigen Schnittstelle zwischen der traditionellen Finanzwelt und der Kryptobranche gelingen wird. Durch Veränderungen und Anpassungen der Technologie dürfte die Währung zudem Schritt für Schritt sein Image als Umweltbelastung hinter sich lassen. Die zunehmenden Verbesserungen des Konsensverfahrens beim Mining wird in diesem Punkt eine wesentliche Basis sein. Allerdings schreiten die Entwicklungen in diesem Punkt langsamer als etwa im Netzwerk von Ethereum voran. Auch dies darf im Zusammenhang trotz aller positiver Trends im Bitcoin-System nicht verschwiegen werden.

Bloomberg: Bericht erwartet schnellere Krypto-Adaption in den USA

Trotzdem sind die aktuellen Entwicklungen und Pläne ein wichtiges Signal. Ebenfalls interessant in Verbindung mit der positiven Bitcoin-Erwartung: Ein neuer Bericht des Informationsdienstes Bloomberg, der Mitte Dezember unter dem Namen „Global Cryptocurrencies: 2022 Outlook“ veröffentlicht wurde, lässt die Hoffnung aufkommen, dass das Jahr 2022 für den BTC und den gesamten Markt zu einem wesentlichen Wegweiser werden könnte. Die Verfasser des Berichts rechnen für das neue Jahr mit einem spürbaren Anstieg der Krypto-Akzeptanz. Mit Blick auf die schweren Verluste, die der Bitcoin und viele Altcoins in den letzten Wochen hinnehmen mussten, sind derart positive Einschätzungen sicher nicht für jeden Kryptoinhaber nachvollziehbar. Der Bitcoin etwa verlor innerhalb von nur vier Wochen bis zum Stichtag 14.12.2021 mehr als 27 Prozent. Zuletzt zeichnete sich immerhin eine gewisse Entspannung ab.

Chinas kryptofeindliche Politik als Chance für die USA

Zu der günstigen Prognose kommt der Bericht von Bloomberg vor allem aus einem Grund. Während China zunehmend strenger gegen Kryptounternehmen und Mining vorgeht, rechnen die Analysten in den USA mit einer deutlich gelockerten Krypto-Politik. Die Branche setzt seit Monaten Hoffnungen in Finanzministerin Janet Yellen und den SEC-Vorsitzenden Gary Gensler. Beide gelten digitalen Währungen gegenüber als weniger kritisch als ihre jeweiligen Amtsvorgänger unter Präsident Donald Trump.

NFTs für Kryptowährungen als wesentlicher Faktor

Eine wichtige Signalwirkung könnten dem Bericht zu Folge neben Stablecoins mit Bindung an den US-Dollar nicht zuletzt die sogenannten non-fungiblen Token (NFTs) haben. Der NFT-Markt befindet sich seit einiger Zeit auf einem rasanten Wachstumskurs. Ergreifen die USA die Gelegenheit beim Schopfe und entschliessen sich zu mehr Krypto-Akzeptanz, könnte der Bitcoin in den kommenden Monaten vor einem neuen Ausbruch stehen. Sinkende Zinsen für US-Anleihen und Aktien könnten den Analysten zufolge ihrerseits einen Beitrag leisten. Wichtig wäre eine stärkere Adaption digitaler Währungen durch die USA auch mit Blick auf die bisher hohe Schwankungsbreite (Volatilität) des Bitcoins. Die Experten von Bloomberg können sich gar einen Anstieg des Bitcoin Kurses auf 100.000 US-Dollar vorstellen ab dem Jahr 2022.

Einfluss auf den Kursverlauf würde hier fraglos eine gesetzliche Akzeptanz des BTC als Mittel zur Wertaufbewahrung haben. El Salvador beispielsweise hat sich kürzlich zu diesem Schritt entschlossen. Andere Länder könnten folgen und dem Kurs des Bitcoins zu neuen Rekorden verhelfen. Die USA werden freilich nicht so weit gehen. Zum Vorreiter könnte das Land dennoch werden, wie die Bloomberg-Analyse nahelegt.

Erwartet uns schon bald die nächste Rekordjagd des Bitcoins?

Damit könnte die eingangs erwähnte beste Zeit für den Bitcoin und Co. schneller kommen, als es sich in der momentan angespannten Marktlage viele Anleger vorstellen können. Und noch einen anderen Punkt führen Kryptoexperten an, wenn es um den nächsten Schritt zur Adaption der Währung geht. Die Branche steckt noch immer in den Kinderschuhen. Selbst echte Experten sind bisher kaum in der Lage, wirklich belastbare Prognosen abzugeben. Vieles aber spricht dafür, dass die Blockchain-Technologie und Kryptowährungen schon bald die nächste Stufe in Richtung Mainstream erklimmen könnten. Neue Entwicklungen dürften dem Protokoll zu einer grösseren Beliebtheit verhelfen. Ein wichtiges Stichwort sind hierbei Layer-2-Lösungen nur Optimierung der Skalierbarkeit des Netzwerks und mehr Nachhaltigkeit. Können die Entwickler die technologischen Ziele erreichen, könnte der Bitcoin Kurs binnen eines Jahrzehnts noch weitaus höhere Sphären als die von Bloomberg genannte erreichen.

Einige Analysten schliessen selbst Preise im siebenstelligen Bereich bis zum Jahr 2030 nicht kategorisch aus. Richtig: Bis dahin ist es noch ein weiter Weg. Digitale Währungssysteme haben aber ihrer Einführung wiederholt bewiesen, dass sie selbst für echte Insider Überraschungen bereithalten.

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