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Bitcoin- und kryptofreundliche Orte und Städte – Ein Überblick

von Matthias Nemack

Wer in den Ferien nicht auf seine Bitcoin und Kryptowährungen verzichten möchte.

Kryptofreundliche Orte und Städte - Ein Überblick

Wenn es um die Frage nach den Anwendungsfällen von Kryptowährungen wie Bitcoin oder Ethereum geht, scheiden sich nach wie vor die Geister. Eigentlich grundlos. Denn nicht nur die Blockchain birgt reichlich Potenzial – und zwar nicht nur in der grauen Theorie. Es gibt viele Bereiche, in denen die Technologie zunehmend Einzug hält. Dabei gibt es einige Städte, die besonders offen für die technologische Verwendung sind und zunehmend auf mit Bitcoin und Co. setzen. Wir werfen einen Blick auf kryptofreundliche Orte – gerade nach dem zu erwartenden Ende der Corona-Pandemie werden Städtetouren wieder hoch im Kurs stehen.

kryptofreundliche Orte: Valletta 

Die sogenannte „Blockchain Island“ Malta gilt als Krypto-Hotspot mit weltweiter Vorbildfunktion. Schon seit 2017 liebäugelt der Inselstaat aus gutem Grund verstärkt mit dem Einsatz verschiedenen Blockchain-Lösungen. Sogar akademische Zeugnisse werden dort mittlerweile fälschungssicher Blockchain-intern gespeichert; zahlreiche Unternehmen zieht es genau wegen der hohen Akzeptanz nach Valletta. Die Wirtschaft wies bei rasant steigender Tendenz in den vergangenen Jahren ein BIP-Wachstum von stolzen 30 % auf.

Tallinn

Estlands Hauptstadt gilt aus gutem Grund als einer der grossen Vorreiter in Sachen Digitalisierung und E-Government. Dabei basieren unzählige Anwendungen schon heute auf der Blockchain-Technologie. Eine einheitliche Einkommenssteuer lockt immer mehr Start-Ups seit Jahren in die Krypto-Hochburg. Die digitale Entwicklung vor Ort übertrifft viele europäische Standards um Längen. Im September 2017 sorgte die estländische Regierung mit Plänen zu dem „Estcoin“ für Furore im Kryptospace. Und gilt dadurch einmal mehr als Vorbild für manch andere Stadt.

Gibraltar

Die Mittelmeerinseln finden schneller schon seit langem besonderen Gefallen an der Blockchain-Technologie. In der Vergangenheit vergab das britische Überseegebiet Dutzende Lizenzen für Krypto-Unternehmen. Die Folge: 2018 nahm die erste Gibraltar Blockchain Exchange (GBX) ihre Geschäfte auf.

Ljubljana

Auch Sloweniens Hauptstadt gehört zur Führungsriege der „krypto-freundlichsten“ Städte weltweit. Hier akzeptieren etliche Händler schon heute Bezahlungen in Kryptowährungen. Die geringe Einwohnerzahl ist für manchen Branchenkenner ein Argument für diese Entwicklung. Denn gerade Kleinstaaten gelten als offen für die neue Technologie. Interessant: Mit der „BTC City“ möchte die Regierung das bekannteste Einkaufzentrum des Landes zur Bitcoin-Metropole wachsen lassen. Wenn es um die Krypto-Adaption geht, gibt es nur wenige vergleichbar innovationsfreudige Städte wie Ljubljana.

Krypto-Standort Schweiz

Das „Crypto Valley“ – namentlich der Kanton Zug – gilt als einer der vielversprechendsten Standorte für Unternehmen des Blockchain-Sektor weltweit. Neben den überschaubar hohen Steuersätzen sind es vor allem die zahlreichen Anwendungsfälle sowie die vorbildliche Akzeptanz (sogar auf behördlicher Seite), die für viele Unternehmen des Sektors Grund genug zur Verlagerung der Geschäfte in die Region sind. Dass der Social-Media-Riese Facebook auch für seinen Ableger „Libra Foundation“ den Standort Genf auserkoren hat, verschafft der Alpenrepublik Schweiz seit einiger Zeit zunehmend Aufmerksamkeit. Besagte Libra-Vereinigung hat ihren Unternehmenssitz in Genf und könnte damit einem lokalen Gegengewicht zum Kanton Zug mehr Bedeutung verschaffen. Sollte Facebooks Stablecoin Libra zum erwarteten grossen Wurf werfen, wird höchstwahrscheinlich die Schweiz insgesamt als Krypto-Standort profitieren.

Kryptofreundliche Orte: Auch hier tut sich etwas – Berlin, London und vor allem Asien wachsen

Berlin wird zunehmend zum „Place to be“. London zieht sukzessive mehr Entwickler und Krypto-Begeisterte an. Meetups der Branche und lukrative Job-Angeboten stellen rasantes Wachstum des Blockchain-Sektors in Aussicht. Singapur gilt als eine der fortschrittlichsten Metropolen der Welt. Dort ist es insbesondere die Regierung selbst, die grosses Interesse Blockchain-Technologie erkennen lässt. Statt ständiger Debatten zum Thema einer möglichen Regulierung, geht es eher Optionen zur Anwendung der Blockchain in unterschiedlichsten Bereichen. Zuletzt etwa kamen Überlegungen und Projekte auf, die sich mit der Anwendbarkeit der Blockchain bei der Verteilung von Schutzmasken im Kampf gegen die Verbreitung des Corona-Virus befassen. Dies aber ist natürlich nur einer von genau genommen endlos vielen Anwendungsbereichen. Weitere Beispiele in Asien sind die Metropolen Seoul, Tokio  oder die Sonderverwaltungszone Hongkong. Auch hier tut sich einiges.

Südamerika holt auf – wirtschaftliche Krisen fördern den Blockchain-Zuspruch

Rasant steigende Inflationsraten und massive Probleme der regionalen Wirtschaft sorgen nicht nur in Venezuela für steigendes Interesse der Bevölkerung für Währungen wie Bitcoin. Es sind oft vor allem Coins wie Litecoin oder Dash, die von den wirtschaftlichen Krisen auf dem Kontinent profitieren. Zur Vermeidung von Inflations- und Wechselkursrisiken erlauben (Online-) Händler der Region schneller als Mitbewerber auf anderen Kontinenten Zahlungen in Kryptowährungen. Dies gilt im gleichen Masse für die Freigabe digitaler Währungen an Geldautomaten. Bitcoin und Co. werden vermehrt zur Alternative zu inflationsgeschwächten staatlichen Währungen wie dem Peso.

Die USA

Wie erwartet, ist auch das US-amerikanische Silicon Valley empfänglich für die innovative Technologie und entdeckt die Chancen der Blockchain. Ständig entstehen neuen Start-Ups und FinTech-Unternehmen, die sich die Möglichkeiten zunutze machen. Auch gibt es zunehmend Finanzprodukte wie Krypto-Optionen oder -Futures, die Anlegern spannende Investments ermöglichen. Allein, die oft problematische Situation hinsichtlich Regulierung hindern viele Dienstleister an der Einführung neuer Anlageprodukte. Gerade die US-Behörde SEC präsentiert sich häufig als verschlossen, wenn es um die Zulassung neuer Angebote geht. Immerhin: Es tut sich allmählich einiges in den USA. Positiv erwähnt sei, dass es mittlerweile einige Städte gibt, die beispielsweise Steuerzahlungen in Kryptowährungen in Betracht ziehen oder an der Einführung arbeiten.

Kryptofreundliche Orte: Die Liste und die Anwendungsfälle werden immer länger. Auch wenn man bedenkt, dass es immer Kryptoanbieter gibt, die bereits eine Kreditkarte im Angebot haben und man überall damit zahlen.

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