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Decentraland – das steckt hinter dem Virtual-Reality-Spiel & dem MANA Token

von Matthias Nemack

Das Virtual-Reality-Spiel mit eigenem ERC20 Token erfreut sich grosser Beliebtheit. CoinPro.ch erklärt alles Wichtige.

Screenshot von Decentraland

Die digitale Welt wächst stetig und treibt im Zuge dieser Entwicklungen immer neue Blüten. Mancher Trend stösst dabei nicht bei allen Menschen auf Verständnis. Das Aufkommen virtueller Welten ist ein solches Phänomen, dessen rasanten Boom bei Fans Begeisterungsstürme auslöst, zugleich aber bei anderen für Kopfschütteln sorgt. Die Plattform Decentraland (zur Website) erhält seit dem Marktstart Anfang 2020 grosse mediale Aufmerksamkeit. Dabei handelt es sich um ein sogenanntes Virtual-Reality-Spiel. Technische Grundlage ist die Blockchain des Systems Ethereums, der Nummer zwei hinter dem Marktführer Bitcoin. Schon kurze Zeit, nachdem Decentraland erstmals im Internet auftauchte, stieg die Zahl der Nutzer weltweit dramatisch. Um den Trend zu verstehen, folgt im ersten Schritt eine kleine Einführung zum Service.

Dadurch wird nicht allein das Potenzial des Spiels deutlich – umso mehr wird es darum gehen, die Chancen des im System verwendeten MANA Token auszuloten. Dauerbrenner oder Eintagsfliege? Verschaffen wir uns also einen Eindruck des Phänomens Decentraland.

Handel mit virtuellen Grundstücken und Gütern erlebt einen Höhenflug

Wie eingangs erwähnt, handelt es sich bei Decentraland um ein Spiel in der virtuellen Welt. Mitglieder der Community können über die Plattform virtuelle Grundstücke erbauen, selbige kaufen oder aber eigenen Besitz an andere Nutzer verkaufen. Zudem existieren im Decentraland-Universum „LAND“-Pakete. Diese Pakete ermöglichen nicht allein den Erwerb von Land. Auch Waren, Güter und Dienstleistungen sind auf diesem Wege handelbar. Für den Kauf benötigen Anwender den System-internen Token MANA. Hierbei handelt es sich – gemäss der zugrunde liegenden Ethereum-Blockchain – um einen nativen ERC20-Token. Die Blockchain sieht in diesem Zusammenhang das Erfassen aller Eigentümer virtueller Grundstücke (oder „Einwohner“ von Decentraland) auf der Blockchain vor. Dies wiederum geschieht durch den Einsatz von Smart Contracts auf der Ethereum-Blockchain erfasst.

Schneller Erfolg von Decentraland seit Marktstart Anfang 2020

Was im Februar 2020 zumindest für viele Nutzer als Spiel begonnen hat, entwickelte sich zügig zu einem durchaus lukrativen Geschäftsmodell. Deutlich wird dies spätestens dann, wenn  man sich vor Augen führt, dass nicht nur viele Fachmedien Mitte Juni 2021 über einen Rekordverkauf via Decentraland berichteten. Die Meldung bezog sich auf den Verkauf eines virtuellen Anwesens, der dem Verkäufer die stolze Summe von fast 914.000 US-Dollar in MANA-Token (zum damals aktuellen Wechselkurs) einbrachte. Käufer des Grundstück auf Basis eines non-fungiblen Token (NFT) war Republic Realm, eine Firma aus dem Bereich Immobilieninvestment. Wie passend, möchte man meinen. Das Unternehmen zahlte beinahe 1,3 Mio. MANA-Token und geht damit in die Geschichtsbücher der Plattform ein.

Der NFT war der oben stehenden Definition entsprechend ein LAND-Token. Der Blick auf die Menge Token mag Kenner der Materie Decentraland dazu veranlassen, auf höhere gezahlte MANA-Summen seit Bestehen des Spiels zu verweisen. Und dies durchaus zurecht. Jedoch belegt die besagte Transaktion in US-Dollar angesichts des inzwischen deutlich gestiegenen MANA Kurses vorerst durchaus Platz 1.

Neuer Rekordkauf bei Decentraland im Juni 2021

Der Käufer liess via Twitter verlautbaren, man arbeite derzeit an zukünftigen Plänen für das erworbene Grundstück und werde beizeiten genauere Details bekanntgeben. Feststeht, dass das Unternehmen im Decentraland-Metaversum wesentlich aktiver werden möchte. Diese Beispiel könnte Schule machen und Nachahmer zu ähnlich engagierten Investitionen ermutigen. Für Leser, die sich nicht mit NFT auskennen, mag eine solch grosse Investition merkwürdig erscheinen. Richtig aber ist: Nicht-fungible Token (non-fungible Token) spielen gerade in vielen künstlerischen Bereichen eine immer größere Rolle. Auch grosse Portale wie eBay arbeiten verstärkt am Ausbau des Handels mit derlei Sammelobjekten – ganz gleich, ob als Bild-, Video- oder Audiodatei. Oder eben als virtuelles Land wie im Falle von Decentraland. Für Republic Realm war es übrigens nicht die erste Investition dieser Art. vielmehr spekuliert und investiert das New Yorker Unternehmen schon seit längerem mit digitalen Immobilien.

Die Firma besitzt nach eigener Aussage vielmehr eine Reihe eigener Parzellen, die auf der Decentraland-Karte in den kommenden Jahren weiter wachsen könnten. Zur Verdeutlichung der Dimension des genannten Investments sei erwähnt, dass der Rekord zuvor bei umgerechnet 700.000 USD lag. Der bisherige Rekordhalter war niemand Geringerer als das Blockchain-Protokoll Boson Protocol.

Was zeichnet Decentraland als Plattform aus?

Decentraland gehört zu einer stetig wachsenden Gruppe sogenannter „Play-to-Earn“-Gaming-Plattformen. Spieler sammeln durch ihre Aktivitäten Belohnungen ein. Dazu gehört eben auch das Verdienen von MANA-Token. Etliche ähnlich funktionierende Spiele verwenden ihrerseits die Ethereum-Blockchain. MANA gilt vielen Experten noch als eine Art Geheimtipp am Kryptomarkt. Doch gerade dieser Token profitierte dramatisch vom Boom im Sektor der genannten NFTs, der seit Monaten ungebrochen scheint. Wie in allen Sparten des Kryptomarktes gab es indes auch hier aufgrund der Volatilität wiederholt mehr oder weniger deutliche Kursrückgänge. Etwa durch das zwischenzeitlich gesunkene Handelsvolumen am NFT-Markt. Decentraland ist der richtige Ort für alle, die online ein eigenes virtuelles Anwesen errichten und an der Entstehung einer digitalen Welt mitwirken möchten. In – nomen est omen – Form einer dezentralisierten Virtual Reality-Umgebung.

Mancher Leser wird sich bei diesem Gedanken an die Plattform Second Life erinnert fühlen, die vor Jahren grosse Erfolge als Webseite zum Austausch für Nutzer rund um den Globus diente. Die Wurzeln von Decentraland reichen bis ins Jahr 2015 zurück. Denn damals wurde das Projekt als Open-Source-Modell ins Leben gerufen. Die Beta-Version startete 2019, ein weiteres Jahr verstrich, bis Nutzer endlich auf Decentraland zugreifen können. Ziel der Entwickler war die Schaffung einer rein virtuellen Welt, an deren Entwicklung von Anfang an die Nutzer massgeblich beteiligt sein sollten. Das wesentliche Unterscheidungsmerkmal zu anderen Varianten wie eben Second Life ist in der Dezentralität zu sehen. Hier ist kein einzelnes Unternehmen federführend, sondern die dezentrale Community.

Decentraland ist nicht nur für Gaming-Fans interessant

Insbesondere der Einsatz der „hauseigenen“ Währung MANA unterschiedet Decentraland von manch anderem Virtual-Reality-Spiel. Der Token ist gewissermassen der Dreh- und Angelpunkt der Plattform. Er ist das Fundament des dezentral arbeitenden Wirtschaftssystems, auf dem die virtuelle Welt fusst. Um überhaupt in der Welt aktiv werden zu können, benötigen Nutzer MANA. Kurzum: Geld regiert die Welt – auch, wenn es sich um eine digitale handelt. Der Erfolg gibt dem Format Recht. Dabei kommt zudem zum Tragen, dass Grundstücke auf Decentraland nicht unbegrenzt verfügbar sind. Hier zeigt sich eine Parallele zur realen Welt. Die Obergrenze liegt bei 90.601 Parzellen. Die Folge dieser Limitierung sind konstant steigende Preise, die wiederum die Folge des eindrucksvollen Nachfrageanstiegs sind.

So mancher Nutzer der ersten Stunde konnten schon früh ein kleines Vermögen durch einen Grundstücksverkauf verdienen. Am besten wird dies an einem Beispiel deutlich. In der ersten Decentraland-Phase schlug der Kauf einer Parzelle mit durchschnittlich etwa 600 US-Dollar zu Buche. Inzwischen müssen Käufer deutlich mehr für ein Grundstück beraten. Mit einer Summe von unter 6.000 USD ist längst sprichwörtlich kein Staat beziehungsweise hier Land zu machen. Für wertvolle virtuelle Grundstücke zahlen private oder gewerbliche Nutzer längst zum Teil sechsstellige Summen.

Wie erfolgversprechend ist ein Investment in MANA-Token?

Die immer gleiche Frage, wenn digitale Projekte boomen, lautet: Wie lange hat der Boom Bestand? Wann könnte die Blase platzen? Dass NFTs vieler Portale als digitale Vermögenswerte ausschliesslich im  jeweiligen Universum über Non-Fungible-Token gehandelt werden könnte, lässt viele Systeme an vorhersehbare Grenzen stossen. In genau diesem Punkt unterscheidet sich Decentraland jedoch von manchem „Mitbewerber“. Die Grundstücke können nämlich nicht nur über den Plattform-eigenen Marktplatz den Besitzer wechseln. In diesem Fall ist ausdrücklich auch der Handel über externe Portale (z. B. OpenSea) für Eigentümer und Interessenten eine Option. Darüber hinaus können Krypto-Anleger MANA ebenfalls ganz klassischen handeln oder traden. Die erste Emission des Token erfolgte bereits im Sommer 2017.

Die Entwicklern starteten zu diesem Zeitpunkt ein Initial Coin Offering (ICO). Selbiges brachte einen Ertrag von umgerechnet 24 Millionen US-Dollar ein. Seit dieser Phase hat sich einiges getan. Mittlerweile haben etliche renommierte Kryptobörsen wie etwa Binance den Token in ihr Portfolio aufgenommen. Diese Entwicklung hat den Kurs im Jahr 2021 einmal mehr befeuert. Bei Redaktionsschluss belegte Decentralands MANA-Währung nach Marktkapitalisierung auf der Analyseseite Coinmarketcap Platz 64 der wichtigsten Kryptowährungen. Der MANA Kurs lag knapp über 0,73 USD. Die Marktkapitalisierung belief sich auf rund 1,233 Milliarden USD. Viele Spekulanten begeistern sich zunehmend für den Token. Zum Vergleich: Zu seiner Hochphase Anfang Mai 2021 lag der Kurs bei fast 1,6 US-Dollar. Mit Blick auf den aktuellen MANA Kurs zeigt sich, wohin die Reise beim nächsten Ausbruch der Nachfrage erneut gehen könnte.

Decentraland
M-Cap | CHF 850.545.444
CHF 0,638798
2,46%

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Mögliche Aussichten für den MANA Kurs und Chancen für Anleger

Dabei wird  von entscheidender Bedeutung sein, wie sich das Interesse an Decentraland in Zukunft entwickeln wird. So manches Unternehmen sieht Investitionen sicher eher als medienwirksame Werbekampagne. Doch es sind genau diese Schlagzeilen zu neuen Rekord-Transaktionen, die dem Virtual-Reality-Spiel weltweit ein beachtliches Medienecho einbringen. Im zeitlichen Umfeld solcher Meldungen steigt die Nutzerzahl üblicherweise spürbar. Und damit wiederum das Handelsvolumen an bekannten Börsen wie jener des inzwischen NASDAQ-notierten Anbieters Coinbase aus den USA. Ein wichtiges Signal für zögerliche Interessenten war hierbei auch und gerade die Nachricht, dass der Konzern Atari zum Ende des ersten Quartals 2021 mitteilte, ein eigenes Spielcasino in der Welt von Decentraland starten zu wollen.

Das Potenzial für den MANA Token ist somit gross. Dies sollte wie immer an dieser Stelle nicht als Kaufempfehlung verstanden werden. Investitionen sind stets eine individuelle Entscheidung eines jeden Kryptohändlers.

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