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Finanzstabilität durch Libra bedroht? G7 äussert sich

von Paul

Krypto-Stablecoins wie Libra bedrohen die Finanzstabilität, Bitcoin aber nicht.

Finanzstabilität durch Libra bedroht? G7 äussert sich

In Zeiten, wo Libra allgegenwärtig und Thema in diversesten Gremien ist, darf natürlich auch G7, dem informellen  Zusammenschluss der bedeutendsten Industrienationen der westlichen Welt in Form,  nicht fehlen. Das Forum, welches sich regelmässig zum Austauschs zu Fragen der Weltwirtschaft trifft, hat sich nun auch zu den Stablecoin-Plänen von Facebook geäussert. Dabei schlägt das Gremium, wenig überraschend, ähnliche Töne wie zum Beispiel der US-Kongress oder auch der deutsche Finanzminister an. Stablecoins im Allgemeinen und Libra im Konkreten seien eine Bedrohung für Finanzstabilität.

G7-Bericht sieht in Libra konkrete Bedrohungen durch Libra?

Aus Sicht des Gremiums stehen viele neue Risiken, die auf die Weltwirtschaft in Zukunft zukämen. Dazu zählen unter anderem die sinkenden Zinssätzen, einer eskalierenden Staatsverschuldung und einer Schwächung der Finanzmärkte. Hier gelte es in Zukunft Lösungen und Antworten zu schaffen. Dabei soll ein neuer Rahmen geschaffen werden, der Fragen rund Daten- und Verbraucherschutz beantwortet und für fairen Wettbewerb sorgt. Dazu passen Stablecoins nur sehr bedingt (besonders wenn sie von Privaten initiiert sind). Solche globale Stablecoins haben das Potenzial haben, die Finanzstabilität und einen fairen Wettbewerb zu destabilisieren. Daher müssen vorab alle rechtlichen, regulatorischen, sowie die aufsichtsrechtlichen Fragen geklärt werden. Auch wenn Libra nicht konkret im Bericht genannt wird, scheint doch naheliegend, dass die geplante digitale Währung der Auslöser für das Thema gewesen ist.

Stablecoins seien eher Aufgabe der Zentralbanken?

Die Vorteile, die digitale Währungen hinsichtlich Anwendung, Schnelligkeit und Flexibilität bieten, seien jedoch unbestritten. Allerdings sieht es das G7-Gremium eher als Aufgabe der bestehenden Zentralbank an.Und die Wahrscheinlichkeit sei gross, dass viele Zentralbanken ihre eigene nutzen, kontrollieren und davon profitieren wollen. Hier dient bereits die Schweiz als Vorbild, wo die Pläne für einen E-Franken schon konkreter bekannt sind.

Bitcoin und Krypto-Assets seien keine Gefahr

Die Gruppe der Finanzverantwortlichen äusserte sich auch zu Bitcoin und Krypto-Assets im Allgemeinen. Diese seien im Moment keine Bedrohung.  Daher werde man sich im Moment auf die bestehenden und absehbaren Risiken fokussieren.

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