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MicroStrategy bezahlt Vorstandsmitglieder mit Bitcoin anstelle von Bargeld

von Lemmy

Das Unternehmen hat angekündigt, alle zukünftige Boni für seine Direktor:innen mit Bitcoin anstatt mit Fiatgeld zu bezahlen.

Bitcoin und Dollar

MicroStrategy hat angekündigt, alle zukünftige Boni für seine Direktor:innen mit Bitcoin anstatt mit Fiatgeld zu bezahlen.

Der US-amerikanische Tech-Riese MicroStrategy kauft fast wöchentlich Bitcoin im Wert von mehreren Millionen US-Dollar ein. Die jüngste Investition gab das Unternehmen im Februar bekannt, als es 19.452 Bitcoin für 1,026 Milliarden US-Dollar kaufte. Nun möchte das Unternehmen die Kryptowährung auch zur Bezahlung verwenden – und zwar für Boni an seine Direktoren.

MicroStrategy hält bereits fast 100.000 BTC

Der Software-Hersteller MicroStrategy war einer der ersten Unternehmen, die Anteile ihres Vermögens in Bitcoin (BTC) investiert haben. Der CEO Michael Saylor gehört schon länger zu den bekanntesten und grössten Bitcoin-Supportern, zusammen mit dem Tesla-Chef Elon Musk oder etwa dem Twitter- und Square-CEO Jack Dorsey. Sie alle nutzen jede Gelegenheit, um Bitcoin bekannter zu machen

So hielt Michael Saylor im Februar eine Art Präsentation, um Unternehmen zu zeigen, wie sie Anteile ihres Vermögens in Bitcoin investieren können. Insgesamt befinden sich derzeit rund 91.579 Bitcoin im Besitz von MicroStrategy, was einem Wert von circa 2,26 Milliarden US-Dollar entspricht.

Doch das Unternehmen geht jetzt noch einen Schritt weiter und hat auf Twitter angekündigt, dass es seine Vorstandsmitglieder von nun an in Bitcoin bezahlen wird. Die im Unternehmen nicht angestellten Direktoren erhalten Honorare für ihre Tätigkeit im Vorstand des Unternehmens zukünftig in Bitcoin anstelle von Bargeld.

Bitcoin als zuverlässiges Wertaufbewahrungsmittel

Bei der US-Börsenaufsichtsbehörde (United States Securities and Exchange Commission, SEC) wurde ein Dokument eingereicht, das die Entscheidung des Unternehmens enthüllte, bei der Boni-Ausschüttung Bitcoin anstatt Bargeld zu verwenden.

Laut dem Formular betrachtet MicroStrategy die führende Kryptowährung als zuverlässiges Wertaufbewahrungsmittel. Deshalb wird Bitcoin nun zur Form der Vergütung für die Tätigkeit im Board of Directors. Das Unternehmen lobte es auch, dass BTC nicht an die staatliche Geldpolitik gebunden ist und stattdessen von einer öffentlichen und robusten Open-Source-Architektur unterstützt wird.

Trotz der geänderten Regelung bleibt die Höhe der Vorstandsvergütung unverändert und wird nominell in USD angegeben. Zum Zeitpunkt der Zahlung werden die Boni vom Zahlungsabwickler von Fiat-Geld in Bitcoin umgewandelt und dann an die Wallet des Vorstandsmitglieds gesendet. Die Bitcoin-Vorräte des Unternehmens werden demnach nicht angerührt.

MicroStrategy entwickelt sich zu einem de facto Bitcoin-ETF?

Bis heute hat das Unternehmen über 5 Milliarden US-Dollar in Bitcoin investiert und ist damit eines der börsennotierten Unternehmen mit den grössten Bitcoin-Beteiligungen. Laut einigen Experten haben die Investitionen von MicroStrategy in Bitcoin dazu geführt, dass es sich dabei de facto um einen Bitcoin-ETF handelt, da es in den USA noch keinen gibt.

Bisher haben bereits mehrere US-Unternehmen – darunter VanEck und Valkyrie Digital Assets – Anträge auf Auflegung von Bitcoin-ETFs gestellt, aber die US-Börsenaufsicht SEC hat sie bisher alle abgelehnt. Inzwischen wurde in Kanada mit dem Purpose Bitcoin ETF (BTCC) bereits der erste nordamerikanische Bitcoin-Indexfonds zugelassen, der sich bei dortigen Anlegern sofort grosser Beliebtheit erfreute.

Verbunden: HSBC setzt die Aktien von MicroStrategy auf schwarze Liste

Doch so reibungslos geht es wohl nicht: Die Grossbank HSBC änderte vor wenigen Tagen ihre Kryptorichtlinie und ermöglicht es ihren Kunden nicht mehr, Aktien von Unternehmen zu kaufen, die Bitcoin halten – und MicroStrategy gehört ganz klar dazu.

Weiterer wichtiger Schritt in Richtung BTC-Adoption

Dieser Schritt von MicroStrategy ist zugleich ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung Bitcoin-Adoption. Der CEO Michael Saylor gehört zu den bedeutendsten Bitcoin-Bullen, da er nicht nur täglich über die Kryptowährung twittert, sondern sich auch aktiv für Veränderungen einsetzt und dabei mit einem beeindruckenden Beispiel vorangeht, wie die jüngste Ankündigung beweist.

In einem Interview mit dem US-Fernsehsender CNBC kommentierte Saylor überzeugt, dass die Bitcoin-Adaption unaufhaltsam weiterwachsen und es binnen der nächsten fünf Jahre weltweit eine Milliarde Bitcoinern geben wird.

Es bleibt abzuwarten, wann der MicroStrategy-CEO auch Angestellte des Unternehmens in Bitcoin auszahlen wird und ob sich auch andere Unternehmen dieser Idee anschliessen werden.

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