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MicroStrategy plant 400-Millionen Bitcoin-Kauf

von Lemmy

Nasdaq Unternehmen MicroStrategy ist weiter auf Bitcoin-Kurs. Das Unternehmen gab bekannt weitere 400 Millionen Dollar zu investieren in BTC.

MicroStrategy plant 400-Millionen Bitcoin-Kauf

Das an der Nasdaq notierte Software-Unternehmen MicroStrategy hat am Montag seine Pläne angekündigt, dass es über die Senior Secured Notes Anleihen im Wert von 400 Millionen US-Dollar an institutionelle Anleger verkaufen und den Erlös zum Kauf von mehr Bitcoin (BTC) verwenden wird. Es ist das erste Mal, dass ein Unternehmen spekulative Anleihen zur Finanzierung eines Bitcoin-Kaufs ausgibt.

Saylor: Unternehmensgelder in Bitcoin umwandeln

Das Software-Unternehmen MicroStrategy hat sich mit Michael Saylor an der Spitze zu einem der optimistischsten Aktienunternehmen in Bezug auf Kryptowährungen entwickelt. Es hat bereits Wandelanleihen im Wert von rund 1 Milliarde US-Dollar ausgegeben, um mehr Bitcoins einzusammeln, obwohl dies der erste Verkauf von Unternehmensanleihen mit Erlösen für solche Käufe ist. Saylors Fokus auf Bitcoin, einschliesslich seiner offiziellen Unternehmensstrategie, hat allerdings den Zorn einiger Kritiker auf sich gezogen.

„Die 400 Millionen Dollar Schulden werden nicht verwendet, um eine Akquisition oder ein Wachstum zu finanzieren, sondern um auf einen volatilen Vermögenswert zu spekulieren. Hat MicroStrategy überhaupt noch ein Geschäft oder ist es nur ein Stellvertreter für Bitcoin – mit geliehenem Geld?“, sagte Marc Lichtenfeld, Chief Income Strategist beim Oxford Club.

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Saylor war einer der führenden Befürworter der Umwandlung von Unternehmensgeldern in Bitcoin und sagte, dass die Inflationspolitik der Federal Reserve ihn davon überzeugt hat, die Reserven von MicroStrategy zu investieren. Der Vorstoss des Unternehmens in den Bereich der digitalen Vermögenswerte diente als einer der Katalysatoren für die glühende BTC-Rallye im Jahr 2020 und Anfang 2021, bevor der Bitcoin-Kurs letzten Monat seit seinem Rekordhoch Mitte April um 50 Prozent einstürzte.

Anfang dieses Jahres tauchte Tesla Inc. als eines der wenigen Mainstream-Unternehmen auf, das dem Schritt von MicroStrategy zum Kauf von Bitcoin folgte. Der Tesla-CEO Elon Musk hat seitdem als erster Probleme bezüglich der Umweltauswirkungen der Münze angesprochen. Die beiden CEOs hatten bald danach einen Bitcoin Mining Council gebildet, um mit grossen nordamerikanischen Bitcoin-Minenarbeitern über die Transparenz beim Energieverbrauch zu diskutieren und die Energieberichterstattung zu standardisieren.

Ein Zusammenspiel aus Gewinnen und Verlusten

Ausserhalb einiger Krypto-fokussierter Unternehmen wie Riot Blockchain scheint Microstrategy das am stärksten mit Bitcoin verbundene Unternehmen in den USA zu sein. Als das Unternehmen anfing, Bitcoin zu kaufen und der BTC-Preis stieg, stieg auch die Marktkapitalisierung des Unternehmens von 1 Milliarde auf mehr als 10 Milliarden US-Dollar Anfang des Jahres. Seitdem ist der Unternehmenswert auf etwa 4,6 Milliarden USD zurückgegangen.

Mitte Mai gab MicroStrategy bekannt, dass es etwa 92.079 Bitcoins hält, die für ca. 2,25 Milliarden US-Dollar erworben wurden. Der Aktienwert des Unternehmens hat sich im letzten Jahr fast vervierfacht. In separaten Nachrichten gab MicroStrategy allerdings bekannt, dass es für das aktuelle Quartal bis zum 30. Juni 2021 einen Wertminderungsverlust von mindestens 284,5 Millionen US-Dollar im Zusammenhang mit seinen Bitcoin-Beständen erwartet. Auch im vergangenen Quartal meldete das Unternehmen eine Wertminderung von 194,1 Millionen US-Dollar.

MicroStrategy bezahlt Vorstandsmitglieder mit Bitcoin anstelle von Bargeld

Die Betriebsverluste im Zusammenhang mit Bitcoin hatten bereits einen grossen Einfluss auf die Ergebnisse von Microstrategy. Trotzdem scheint das Unternehmen aber immer noch einen Papiergewinn bei seinen Bitcoin-Beständen erzielt zu haben, da es in seiner jüngsten Gewinnaufforderung mitteilte, dass es seine aktuellen Bestände an Bitcoin zu einem Durchschnittspreis von 24.214 USD angesammelt habe.

Andere scheinen zumindest vorerst davon abgeschreckt worden zu sein, weiterhin in Kryptos zu investieren. Tesla, das im ersten Quartal Bitcoin gekauft hatte, verkaufte später einen Teil seiner Bestände – und machte damit einen Gewinnsprung. Etwas später machte das Unternehmen auch seine Entscheidung rückgängig, Bitcoin als Zahlungsmittel für seine Fahrzeuge zu akzeptieren, wodurch die Kurse am gesamten Krypto-Markt absackten – und die Folge dessen bleibt bis heute zu spüren.

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