Entscheiden sich nun mehr Staaten dazu, Bitcoin als offizielle Währung einzuführen? El Salvador legte mit der Entscheidung, BTC zum gesetzlichen Zahlungsmittel zu ernennen, bereits im Juni 2021 vor – seit dem 7. September ist es bereits Realität. Bukele hatte zum Jahreswechsel schliesslich für noch mehr Aufmerksamkeit gesorgt, als er meinte, dass 2022 zwei weitere Staaten Bitcoin als offizielle Währung einführen werden. Noch gibt es jedoch keinerlei Bestätigungen.

Folgt mit Honduras das Nachbarland von El Salvador?

Aktuell wird erwartet, dass die honduranische Präsidentin Xiomara Castro spätestens am Dienstag Bitcoin zum gesetzlichen Zahlungsmittel im Land erklärt. „Wir dürfen nicht zulassen, dass El Salvador das einzige Land ist, das der Hegemonie des Dollars entkommt“, so Castro. „Honduras hat das Recht, sich den Ländern der ersten Welt anzunähern“, wird die Präsidentin zitiert. El Salvador hatte 2021 mit einem Wirtschaftswachstum von über zehn Prozent für Schlagzeilen gesorgt.

Während in El Salvador neben Bitcoin weiterhin der US-Dollar gesetzliches Zahlungsmittel ist und noch immer deutlich mehr genutzt wird als BTC, ist in Honduras die Lempira offizielle Währung. Eine komplette Ablösung dürfte sicherlich nicht infrage kommen. Ohnehin gibt es aktuell noch keine Bestätigung dieser Meldung. Allerdings verdichten sich die Gerüchte zunehmend.

Honduras stand zuletzt eher aufgrund des ehemaligen Präsidenten Juan Orlando Hernández in den Schlagzeilen. Der Ex-Präsident, der das Land noch bis vor zwei Monaten regierte, wird beschuldigt, an Drogenschmuggel beteiligt gewesen zu sein. Nun werde er Medienberichten zufolge demnächst in die USA ausgeliefert.

Das Land ist ebenso wie El Salvador ein mittelamerikanischer Staat. Es handelt sich sogar um ein Nachbarland des ersten Bitcoin-Staates. Mit einer geschätzten Einwohnerzahl von rund 9,7 Millionen leben ca. 50 Prozent mehr Menschen in Honduras.

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Auch Malaysia könnte Bitcoin angeblich zur offiziellen Währung ernennen

Honduras ist dabei nicht das einzige Land, das mit einer möglichen Einführung von Bitcoin als gesetzliches Zahlungsmittel in Verbindung gebracht wird. So sei auch Malaysia ein ernsthafter Kandidat. Grund hierfür sind die Aussagen des malaysischen Ministeriums für Kommunikation und Multimedia (KKMM). Das Ministerium habe die Regulierungsbehörden laut lokaler Medien nämlich aufgefordert, die Verwendung digitaler Währungen wie Kryptowährungen zuzulassen, um jungen Menschen zu helfen, die diese Währungen aktiv nutzen. Die Bitte beziehe sich insbesondere auf Handelsplattformen für Non-Fungible Token (NFT).

In erster Linie handelt es sich hierbei um eine Bitte des Ministeriums, die Krypto Adoption nicht zu stören, auch wenn damit Regulierungen einhergehen würden. „Wir hoffen, dass die Regierung diese Angelegenheit (legal) ‚legalisieren‘ kann und versucht, damit wir die Teilnahme junger Menschen an Kryptowährungen ausweiten und ihnen in Bezug auf den Energieverbrauch und so weiter helfen können“, so Datuk Zahidi Zainul Abidin als stellvertretender Minister des KKMM.

Nichtsdestotrotz berichten auch zahlreiche renommierte Plattformen wie Bloomberg davon, dass das KKMM die Einführung von Bitcoin als gesetzliches Zahlungsmittel in Malaysia fordere. Eindeutig geht dies aus den Aussagen von Abidin jedoch nicht hervor. Malaysia wäre mit 32 Millionen Einwohnern erheblich grösser als El Salvador und zudem auch das erste asiatische Land, das einen solchen Schritt gehen würde.

Wie realistisch ist die Bitcoin Einführung in diesen beiden Ländern?

Wenn davon die Rede ist, dass Staaten Bitcoin legalisieren wollen, ist in der Regel nicht gemeint, die Kryptowährung als gesetzliches Zahlungsmittel zu etablieren. In vielen Ländern gibt es bis heute keine rechtlichen Richtlinien für die Benutzung von Kryptowährung. Durch die Schaffung eines legalen Rahmens werden so die ersten Grundsteine zur Bitcoin-Adoption gelegt.

Aktuell handelt es sich in beiden Fällen nur um Gerüchte, wobei zumindest die Aussagen der Präsidentin von Honduras klar sind. Bisher liegen jedoch lediglich nur wenige Quellen hierfür vor. Bestätigt hat Castro die Aussagen zudem nicht. Bereits heute könnte eine offizielle Bestätigung oder ein Dementi folgen.

Hinsichtlich der Einführung in Malaysia gibt es tatsächlich noch weniger Gründe, die einen glauben lassen, dass Bitcoin im asiatischen Staat offizielles Zahlungsmittel werden könnte. Nichtsdestotrotz wird zumindest klar, dass sich immer mehr Staaten mit Kryptowährungen beschäftigen und einen gesetzlichen Rahmen um den Markt schaffen wollen, anstatt digitale Vermögenswerte zu verbieten.

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