Ein 39-jähriger Niederländer, dessen Identität von den Behörden bisher bedeckt gehalten wird, wurde letzte Woche in der Nähe von Amsterdam verhaftet. Mit der Begründung, dass er angeblich Kryptowährungen im Wert von «mehreren zehn Millionen Euro» gewaschen haben soll.

Niederländer (39) wäscht «mehrere zehn Millionen Euro»

Weiter wurde von den Behörden per Pressemeldung bekannt gegeben, dass der Mann im Besitz von gestohlenen Bitcoin war, die von einem «fehlerhaften Software-Update» des Krypto-Wallet-Dienstes Electrum stammten. Nur dadurch war es auch tatsächlich möglich gewesen, den Verdächtigten aufzuspüren. Damit ihm das nicht widerfahren sollte, hatte er aber seine Spuren versucht zu verwischen. Hierzu wandelte er die Bitcoin über die dezentrale Börse Bisq in die private Münze Monero um – ohne Erfolg.

Die niederländische Polizei erklärte den Vorgang des Mannes gegenüber «Bleeping Computer» mit den Worten: «Die Gelder wurden nach Phishing mit bösartiger Electrum-Software gestohlen, die über bösartige Server verbreitet wurde.» Weitere Details zur Software liess der Beamte aber aus. Nach seiner Verhaftung habe die Staatsgewalt die Wohnung durchsucht und mehrere Festplatten sowie die Kryptowährung beschlagnahmt. Zwar befindet sich der Niederländer wieder auf freiem Fuss. Die Ermittlungen aber dauern noch an, da er nach wie vor Hauptverdächtiger bleibt.

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Nicht nur in den Niederlanden: Krypto-Geldwäsche bleibt ein Problem

Zuletzt gerieten Bitcoin & Co., durch ihre Anfälligkeit, für alle Arten von Kriminalität immer mehr in den Vordergrund. «Was aber genauso auch für jegliche Arten von Fiat-Währungen gilt», räumt die Polizei ein. Zuletzt kam in Bezug dessen auch ein kurioser Krypto-Betrug in der Türkei ans Licht. In Brasilien hat eine Gang seit über zehn Jahren Krypto-Geldwäsche betrieben. Australien hat als erstes Land bereits Massnahmen ergriffen und kurzerhand die Krypto-Polizei ins Leben gerufen, um gegen Geldwäsche vorzugehen.

Die niederländische Polizei hat eine klare Erklärung, für diese steigende Anzahl an Straftaten: «Der anonyme und grenzüberschreitende Charakter von Kryptowährungen bietet Kriminellen viele Möglichkeiten». Dies kann man alleine im Königreich auch anhand der neuesten Zahlen unter Beweis stellen. Denn: Diese hat in den letzten Jahren mit einer Welle von Kryptowährungsverbrechen kämpfen müssen. Im Jahr 2020 beschlagnahmte die Behörden rund 10 Millionen US-Dollar in Kryptowährungen. Das entspricht 650 Prozent mehr als im Vorjahr. (mck)

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