Es ist in der Krypto-Welt wohl aktuell DAS Thema schlechthin. Schliesst sich nun Russland China an und verbietet Bitcoin & Co.? Einigt man sich landesintern auf gewisse Regulierungen, wie es das russische Finanzministerium gerne hätte? Oder lässt man die digitalen Vermögenswerte gar komplett in Ruhe?

Der Vorschlag der russischen Zentralbank, verschiedene Aktivitäten im Zusammenhang mit Kryptowährungen zu verbieten, hatte für grosses Aufsehen innerhalb der Landesgrenzen gesorgt. Selbst Präsident Wladimir Putin fühlte sich gezwungen, als eine Art Streitschlichter zu agieren und forderte überraschend eine Einigung zwischen de beiden Parteien.

Ex-Russland-Präsident Medwedew hält nichts vom Krypto-Verbot

Doch dieses ständige Hin und Her in der Presse ruft weiterhin Reaktionen hervor. Inzwischen hat sich auch Ex-Präsident Dmitry Medwedew zu Wort gemeldet und seine Meinung kundgetan. Der 56-Jährige verstehe zwar, dass die Zentralbank berechtigte Gründe für seine Bedenken habe, aber ein Verbot, insbesondere negative Auswirkungen auf das Ökosystem, mit sich bringe.

In dieser Hinsicht bin ich jetzt in einer recht vorteilhaften Position: Ich glaube, dass die Vertreter der Zentralbank und der Regierung der Russischen Föderation dies mit Erfolg angehen werden. Obwohl, um ehrlich zu sein, wenn sie versuchen, etwas zu verbieten, führt das sehr oft zum gegenteiligen Ergebnis.

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Nicht nur Medvedev: Auch weitere Russland-Politiker gegen Verbot

Medwedew, der stellvertretende Vorsitzende des Sicherheitsrates der Russischen Föderation, ist aber mit seiner Meinung nicht alleine. Er schliesst sich anderen hochrangigen Politikern an, die sich tatsächlich ebenfalls gegen das vorgeschlagene Verbot ausgesprochen haben.

Beispielsweise vertritt Maxut Schadajew, Minister für digitale Entwicklung, die Meinung, dass Russland, bei einem möglichen Verbot, mit dem Problem der fehlenden qualifizierte Fachkräfte konfrontiert sein wird. Der 42-jährige Staatsmann befürchtet, dass diese sich wohl anderswo nach Möglichkeiten umsehen könnten.

Fahrplan für Krypo-Vorschriften in Planung

Es gibt aber auch erste Reaktionen auf staatlicher Seite bezüglich der negativen Äusserungen zu einem Krypto-Bann. Dem Vernehmen arbeiten das Finanzministerium und die Staatsduma, an einem Fahrplan für Krypto-Vorschriften.

Anatoli Aksakow, Leiter des Finanzmarktausschusses der Staatsduma, solle auf die Legalisierung von Kryptowährungen durch ein vorgeschlagenes Gesetz drängen. Mit dem Titel „Über experimentelle rechtliche Regelungen im Bereich der digitalen Innovationen“ möchte der 64-Jährige den Weg für Bitcoin & Co. in Russland ebnen. Na dann, Hals- und Beinbruch, wird schon schiefgehen! (mck)

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