Aufgrund der finanziellen Grundsituation des Landes, die durch den anhaltenden Angriffskrieg Russlands eine drastische Veränderung erlitten hatte, führt die Ukraine nun neue Regeln ein, die die Verwendung von Fiat einschränken und im Gegenzug die Krypto-Wirtschaft ankurbeln sollen.

Ukraine will Krypto-Industrie durch neue Fiat-Regeln ankurbeln

Die Nationalbank der Ukraine «NBU» hat die Griwna gegenüber dem US-Dollar um 25 Prozent abgewertet, wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht. In diesem Zuge hat die Bank auch gleich neue Grenzen für Bankgeschäfte festgelegt.

Die Experten gehen davon aus, dass die Änderung des Wechselkurses der Griwna gegenüber dem US-Dollar und die Beschränkung der Umtauschmenge dazu beitragen könnten, die Popularität des Krypto-Sektors zu steigern. Denn die Menschen hätte so die Möglichkeit, sich bewusst für den Umstieg auf Kryptowährungen zu entscheiden, um die Fiat-Beschränkungen in der kommenden Zeit zu umgehen.

Banken können dank der neuen Vorschriften für Privatpersonen bargeldlose Fremdwährungen an Kunden verkaufen. Dafür muss nur der Betrag der Währung für einen Zeitraum von mindestens drei Monaten hinterlegt worden sein. Und auch ohne die Möglichkeit, den Vertrag zu kündigen.

Beschränkungen nicht für immer 

Zu den Beschränkungen gehört auch, dass die Obergrenze von 50.000 Griwna für Abhebungen durch ein wöchentliches Limit von 12.500 (340 US-Dollar) ersetzt wurde. Darüber hinaus wurden Peer-to-Peer-Überweisungen von den durch ukrainische Banken ausgegebenen Karten von 100.000 Griwna auf 30.000 Griwna reduziert. Auch das Limit für grenzüberschreitende Überweisungen wurde auf 100.000 pro Monat festgelegt.

Während die Meldung an sich Krypto-Enthusiasten mehr als glücklich stimmen könnte, lässt die Tatsache, dass die Beschränkungen nur von vorübergehender Natur sind, wie Kirill Shevchenko, Gouverneur der NBU, zu erkennen gab, die Freude im Hals stecken. Er versicherte gegenüber den Medien, dass es sich um Sondermassnahmen handelt, die lediglich aufgrund des anhaltenden Krieges ergriffen werden mussten.

Kurz vor der Invasion Russlands hatte das ukrainische Parlament Bitcoin & Co. durch einer Zustimmung eines Gesetzesentwurfs einen rechtlichen Status verliehen. Somit war es möglich geworden, Kryptowährungen überhaupt auf legale Art und Weise zu benutzen. Dies bedeutete im Umkehrschluss aber nicht, dass es zu einem gesetzlichen Zahlungsmittel deklariert worden war. (mck)

 

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