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Umfrage: 92% der Investoren bewahren ihre Kryptos auf Börsen-Wallets auf

von Paul

Bequemlichkeit schlägt Sicherheit beim Thema Aufbewahrung? Es scheint so.

Umfrage: 92% der Investoren bewahren ihre Kryptos auf Börsen-Wallets auf

Trotz neuer Datenansprüche und Sicherheitsrisiken halten Krypto-Investoren ihr Vermögen überwiegend an der Börse in den entsprechenden Börsen-Wallets. Das zeigte eine neue Umfrage der Kryptobörse Binance, die als Teil der institutionellen Markterkundungsstudie am 22. November durchgeführt wurde. Die Studie von Binance Research.

76 Investoren nach ihren Handelsgewohnheiten befragt

Die analytische Abteilung von Binance Research beschäftigte sich in der Umfrage mit den Hauptthemen der Aufbewahrung von Kryptowährungen wie Handelsstrategien, Anzahl virtueller Münzen und Marktregulierung. Es wurden 76 Investoren nach ihren Handelsgewohnheiten befragt. Laut Ergebnissen beschlossen 92% der Teilnehmer ihr Krypto-Vermögen bei vertrauenswürdigen Dritten aufzubewahren und nicht unter ihrer eigenen Kontrolle.

Ergebnisse zur Aufbewahrung von Kryptowährungen bei Investoren (Quelle: Binance Research)

Ergebnisse zur Aufbewahrung von Kryptowährungen bei Investoren (Quelle: Binance Research)

Binance Report bringt weitere Insights zu Altcoins

In dem Binance Report geht es neben Bitcoins auch um Alt- und Stablecoins. Wie erwartet heisst es in dem Bericht, dass USDT weiterhin der beliebteste Stablecoin bleibt. Die viertgrösste Marktkapitalisierung aller Krypto-Währungen erfährt mit rund 40% die mit Abstand grösste Nutzung. Dahinter folgt USDC mit 19% sowie TUSD und PAX mit jeweils 13%. Tether bildet einen Grossteil des BTC-Volumens und sei vor allem durch die hohe Liquidität geschätzt.

BUSD und USDC mögen die institutionellen Investoren am wenigsten. Die bestehend hohe BTC-Dominanz bestätigt mal wieder, dass es ein mangelndes Interesse der Anleger gegenüber Altcoins gibt. Über 50% der Anleger hatten Krypto-Bestände von insgesamt weniger als 10 Bitcoins (entspricht ca. 72.000 US-Dollar) und 69% der Investoren gaben an, dass Bitcoin Ende 2019 eine führende Position auf dem Markt einnehmen wird.

Anleger aufgefordert, die Kontrolle über ihre Krypto-Assets zu übernehmen

Für Anleger besteht ein erhöhtes Risiko des Diebstahls und Verlusts von Coins, wenn sie in Börsen-Wallets aufbewahrt werden, bei denen sie keine Kontrolle über die privaten Schlüssel haben. Die Börsen sehen sich häufig mit Hacks konfrontiert, während auch durch behördliche Kontrollen Gelder ohne Vorankündigung gesperrt werden können, bis der Kontoinhaber seine Identitätsdaten zur Verfügung stellt. Um digitale Währungen zu speichern, greifen Investoren nämlich häufig auf die Dienste von Proxys zurück.

Am 3. Januar findet die Proof of Keys-Veranstaltung statt, die Investoren und Bitcoin-Inhaber auf die Notwendigkeit aufmerksam machen möchte, ihr Geld selbst zu kontrollieren und ihr Guthaben aus den Wallets von Drittanbietern zu entfernen.

Börsen-Wallets können Hacker-Angriffen zum Opfer fallen

Krypto-Börsen, unter anderem auch Binance, sind in der Vergangenheit wiederholt zum Opfern von Hacker-Angriffen gefallen oder durch Druck von Aufsichtsbehörden kam es zu temporären Kontosperrungen. Ein Problem der Kryptobörsen sind aber nicht alleine die Angriffe krimineller Hacker. Reale Risiken sind auch Diebstahl, Veruntreuung oder unvermitteltes Schliessen der ganzen Börse durch den Betreiber. Ein mahnendes Beispiel ist etwa Mt.Gox, der ehemals grösste Bitcoin-Handelsplatz der Welt, der 2014 spektakulär implodierte. Auch die privaten Daten von etwa 1,5 Millionen Nutzern der Ripple-Onlinewallet Gatehub sind vor wenigen Tagen im Netz aufgeschlagen.

Cold-Wallets wie Hardware-Wallets als sichere Alternative

Wie die Forscher von Binance zusammenfassten, bleibt die Börse für 92,1% ihrer institutionellen und VIP-Kunden die beliebteste Wahl, wenn es um den Speicher von Krypto-Assets geht. Viel sicherere Alternativen wie Hardware-Wallets werden durch diese Zahlen in den Schatten gestellt. Aufgrund der verbesserten Kontrolle und Sicherheit sind Cold-Wallets die zweithäufigste Wahl, bei der Umstellung auf die Selbstlagerung. Die am wenigsten verbreitete Option (2,6 %) waren die Verwahrdienste von Drittanbietern.

Für die langfristige Speicherung von Kryptoguthaben eignen sich deshalb die verschiedenen Hardware-Wallet-Lösungen wesentlich besser als Börsen-Wallets. Denn nur mit solchen Systemen wird sichergestellt, dass die private Keys zum Kryptovermögen niemals online gehen.

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