IOTA mit den dazugehörigen Kryptocoins MIOTA versteht sich als sicheres und performantes Kommunikations- und Zahlungsmedium für das Internet of Things (IoT). Studien gemäss werden immer mehr Geräte in unserem Umfeld smart und können sich mit dem Internet verbinden. Wenn man beispielsweise an das Auto denkt: Da sind nicht nur Neuwagen der Oberklasse, sondern auch bereits Kleinwagen online. Hier setzt IOTA an. In diesem Artikel erklären wir Dir, wie IOTA funktioniert, was sich durch das Rebased-Upgrade 2025 verändert hat und wie die aktuelle Lage des Projekts aussieht.

Was ist IOTA?

Die Vision von IOTA: Alle Transaktionen zwischen Geräten im Internet of Things zu ermöglichen. Die steigende Automatisierung trägt dazu bei, dass es für die Vernetzung Mittel und Wege braucht, damit diese Geräte miteinander kommunizieren können.

IOTA wurde 2015 gegründet und ging 2016 an den Start. Hinter dem Projekt steht die IOTA Foundation mit Sitz in Berlin, geleitet von Dominik Schiener. Technologisch unterscheidet sich IOTA von anderen Kryptowährungen grundlegend. Anstelle der klassischen Blockchain nutzte das System von Anfang an den sogenannten Tangle.

So setzte das Unternehmen von Anfang an auf Zusammenarbeit mit Konsortien und etablierten Gross-Unternehmen. Dazu zählen mit dem deutschen Technologiekonzern Bosch, dem weltgrössten Automobilhersteller Volkswagen und dem japanischen Weltkonzern Fujitsu namhafte Grössen. Mit diesen Partnerschaften legte man von Anfang an den Fokus auf die wirtschaftliche Verwertbarkeit und Sinnhaftigkeit. Damit die Use Cases, im Gegensatz zu manch anderen Kryptowährungen, immer auch echt sind.

Im Mai 2025 hat IOTA mit dem Rebased-Upgrade den bislang tiefgreifendsten Wandel in der Geschichte des Netzwerks vollzogen. Dazu weiter unten mehr.

Wie funktioniert IOTA?

IOTA hat in seiner Geschichte zwei grundlegend verschiedene technologische Phasen durchlaufen: den ursprünglichen Tangle und das seit Mai 2025 aktive Rebased-Netzwerk.

Der Tangle (DAG)

Dieser Kryptowährung liegt keine klassische Blockchain zu Grunde, wie zum Beispiel bei Bitcoin, sondern eine andere, wenn auch ähnliche Struktur mit dem Namen DAG (Directed Acyclic Graph). Die unzähligen Knotenpunkte sind über Wege miteinander verbunden. Diese Wege besitzen jeweils nur eine Laufrichtung, analog zu einem Pfeil. Dieser Graph nennt sich bei IOTA Tangle, auf Deutsch also „Gewirr”.

Der wichtigste Punkt ist, dass die Knoten des Tangle nicht Blöcke einer Blockchain darstellen, sondern einzelne Transaktionen. Um eine Transaktion vornehmen zu können, muss ein Nutzer mindestens zwei andere Transaktionen beglaubigen. Sammelt eine Transaktion auf diese Weise ein Mindestmass an Beglaubigungen, gilt sie als verifiziert und kann ausgeführt werden.

Der Tangle ist dabei extrem skalierbar und wird mit zunehmenden Transaktionen und Nutzern sogar schneller. Dies ist eine Voraussetzung, wenn Geräte in nahezu Echtzeit miteinander Daten austauschen.

IOTA Rebased: Der Neustart 2025

Am 5. Mai 2025 wurde das Rebased-Upgrade aktiviert. Es hat das IOTA-Netzwerk von Grund auf neu aufgebaut. Die wichtigsten Änderungen:

  • Delegated Proof of Stake (DPoS): IOTA nutzt jetzt einen DPoS-Konsensmechanismus mit bis zu 150 Validatoren. Der alte Coordinator, der das Netzwerk zentralisiert hatte, wurde abgeschafft. IOTA ist damit erstmals vollständig dezentral.
  • MoveVM und EVM: Smart Contracts sind jetzt direkt auf Layer 1 möglich. IOTA unterstützt sowohl die MoveVM (die gleiche Technologie wie bei Sui) als auch die Ethereum Virtual Machine. Das macht IOTA zu einem der wenigen Netzwerke mit zwei parallelen Smart-Contract-Umgebungen.
  • Performance: Das neue Netzwerk verarbeitet laut IOTA Foundation über 50’000 Transaktionen pro Sekunde mit Sub-Sekunden-Finalität.
  • Staking: Token-Halter können ihre IOTA an Validatoren delegieren und erhalten dafür Staking-Belohnungen von 10 bis 15% APY.
  • Neue Tokenomics: Transaktionsgebühren wurden eingeführt (minimal), ein Fee-Burning-Mechanismus ähnlich wie bei Ethereum und Solana reduziert das Angebot über die Zeit.

Für Token-Halter war die Migration unkompliziert. Es war keine Umwandlung der Coins nötig, lediglich der Zugriff auf die bestehenden Zugangsdaten.

Transaktionsgeschwindigkeit und Kosten

IOTA gehört nach dem Rebased-Upgrade zu den schnellsten Netzwerken im Kryptobereich. Die Blockzeiten liegen unter einer Sekunde, die Transaktionskosten sind vernachlässigbar gering. Das macht IOTA besonders interessant für Mikrotransaktionen zwischen Maschinen, bei denen klassische Blockchains an ihren Gebührenstrukturen scheitern.

Wofür wird IOTA eingesetzt?

Dass es viele Anwendungsfälle für IOTA gibt, liegt auf der Hand. Angefangen beim Haushalt, über die Mobilität, dem Gesundheitswesen und dem Auto hin zum öffentlichen Raum in Städten und Gemeinden.

Globaler Handel und Supply Chain

IOTA ist über die ADAPT-Initiative und das EU-finanzierte MISSION-Projekt in reale Handelsinfrastruktur eingebunden. Die TLIP- und TWIN-Protokolle digitalisieren den Transport von Waren (unter anderem Blumen und Kaffee in Kenia) und werden in mehreren Ländern pilotiert. Drei afrikanische Regierungen haben angekündigt, 2026 auf dem IOTA-Mainnet produktiv zu gehen.

Digitale Identität

In Zusammenarbeit mit GLEIF (Global Legal Entity Identifier Foundation) hat IOTA verifizierbare digitale Identitätslösungen entwickelt, die automatisierte Zahlungen über Smart Contracts ermöglichen. Das Ziel: Reibungsverluste in der Handelsfinanzierung beseitigen und die globale Finanzierungslücke von 2,5 Billionen US-Dollar adressieren.

Institutioneller Zugang

In den USA hat IOTA über BitGo erstmals regulierten, versicherten Custody-Zugang für institutionelle Investoren erhalten. Über Uphold können US-Privatanleger IOTA direkt kaufen und verkaufen. Zudem ist IOTA über LayerZero und Stargate mit anderen Blockchains verbunden, was Cross-Chain-Transfers ermöglicht.

IOTA Token: Kurs und Tokenomics

Der IOTA-Token (Ticker: IOTA, früher MIOTA) ist die native Kryptowährung des Netzwerks. Seit dem Rebased-Upgrade dient er als Gas-Token für Transaktionen, als Staking-Asset zur Netzwerksicherung und als Governance-Instrument.

Die wichtigsten Kennzahlen:

  • Kurs: ca. 0,22 USD (Stand April 2026)
  • Allzeithoch: ca. 5,60 USD (Dezember 2017)
  • Rückgang vom ATH: über 96%
  • Gesamtangebot: ca. 4,6 Milliarden IOTA
  • Staking-Rendite: 10 bis 15% APY

Eine nüchterne Einordnung: IOTA hat seit über acht Jahren das Allzeithoch nicht mehr erreicht. Der Kurs liegt seit 2022 unter 1 USD. Das Rebased-Upgrade ist technologisch bedeutsam, hat aber bisher keinen nachhaltigen Kursimpuls geliefert. Laut Cointelegraph reagierte der Kurs auf den Rebased-Launch sogar zunächst negativ. Die EVM-Nutzung ist mit rund 19 Millionen USD TVL und weniger als 500 aktiven Nutzern pro Tag gering. Ob die MoveVM für mehr Traktion sorgt, bleibt abzuwarten.

Das Projekt hat wiederholt ambitionierte Ziele ausgerufen und dann nicht geliefert. Die ursprüngliche IOTA 2.0 Roadmap wurde zugunsten von Rebased verworfen. Solche Richtungswechsel haben das Vertrauen bei Teilen der Community beschädigt.

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Fazit: Das solltest Du über IOTA wissen

IOTA hat mit dem Rebased-Upgrade im Mai 2025 einen technologischen Neustart vollzogen. Das Netzwerk ist erstmals vollständig dezentral, unterstützt Smart Contracts über MoveVM und EVM und bietet Staking-Renditen für Token-Halter. Die Partnerschaften mit Regierungen, die EU-Projekte und die institutionelle Custody-Anbindung zeigen, dass IOTA im Bereich Handel und Identität reale Anwendungsfälle verfolgt.

Gleichzeitig ist die Diskrepanz zwischen technologischem Anspruch und tatsächlicher Adoption gross. Die Netzwerknutzung ist gering. Und IOTA steht in direkter Konkurrenz zu Sui (gleiche MoveVM-Technologie, aber mit 2,1 Milliarden USD TVL und deutlich grösserem Ökosystem).

Häufig gestellte Fragen IOTA

  • Nein. IOTA wird aktiv weiterentwickelt. Das Rebased-Upgrade vom Mai 2025 war das umfangreichste Update in der Geschichte des Projekts. Die IOTA Foundation beschäftigt weiterhin Entwickler, es gibt laufende Regierungsprojekte in Afrika und der EU, und institutionelle Partner wie BitGo bieten regulierte Verwahrung an. Allerdings liegt der Kurs über 96% unter dem Allzeithoch, die Netzwerknutzung ist gering und IOTA hat über die Jahre wiederholt Roadmap-Ziele verfehlt. Das Projekt ist also nicht tot, steht aber unter erheblichem Druck, die technologischen Fortschritte in echte Adoption umzuwandeln.

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  • Der Tangle ist eine DAG-basierte Datenstruktur (Directed Acyclic Graph), die anstelle einer klassischen Blockchain einzelne Transaktionen miteinander verknüpft. Um eine Transaktion vornehmen zu können, muss ein Nutzer mindestens zwei andere Transaktionen beglaubigen. Mit dem Rebased-Upgrade wurde der Tangle durch eine neue Architektur mit DPoS-Konsens ergänzt.