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Das Krypto-Update Woche 20: Die Halving-Woche

von Julian Deutsch

Krypto-Update: Wie geht es nach dem Halving weiter und welche Auswirkungen hat das Halving auf die Altcoins.

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Krypto-Update: Wie geht es nach dem Halving weiter und welche Auswirkungen hat das Halving auf die Altcoins

Das dritte Bitcoin Halving Event hat das BTC Ökosystem nachhaltig verändert. Ein enormer Rückgang der Hash Rate, eine niedrigere Inflationsrate und ein höherer Dominanz Index sind nur ein paar der offensichtlichen Folgen. Die Bullen können nach dem Halving das Kommando übernehmen und den Bitcoin über die 9.000 CHF-Grenze drücken. Für die Altcoins wird es hingegen immer schwieriger. Wir werfen einen Blick auf die aktuellen Ereignisse.

Bitcoin steigt nach Halving

Der Bitcoin nutzt das Halving für einen neuen Bull Run. Seit Montagabend kletterte die Nr.1-Kryptowährung von ca. 8.308 CHF auf 9.142 CHF (aktuelle Kurse). Ein ansehnlicher Kurszuwachs, der die Hoffnung auf ein schnelles Vordringen in den fünfstelligen CHF-Bereich befeuern. Auf dem Weg dorthin erweist sich der Widerstand bei ca. 9.134 CHF als hartnäckige Barriere. Hier scheiterten die Bullen in den vergangenen Tagen gleich mehrfach. Sollte der Widerstand nachhaltig überwunden werden, wäre ein schneller Bull Run in den Bereich bei 9.717 CHF (1.0000 USD) durchaus realistisch. Nach unten kommt die Trendlinie bei ca. 8.940 CHF zur Unterstützung.

Bitcoin
M-Cap | CHF 184.254.239.562
CHF 9.975,89
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Krypto-Update: Handelsvolumen und Marktkapitalisierung

In den vergangenen 24 Stunden wurden BTC-Einheiten im Wert von ca. 40 Mrd. CHF gehandelt. Der vergleichsweise kleine Trading-Wert verdeutlicht die Zurückhaltung der Anleger. Nach dem Mini-Dump vom Freitag befindet sich das „digitale Gold“ in einer leichten Konsolidierungsphase. Durch die hohe Volatilität und die Nähe zum fünfstelligen CHF-Bereich könnte sich die aktuelle Seitwärtsbewegung schon bald als Ruhe vor dem Sturm entpuppen. Die Marktkapitalisierung des Bitcoins liegt währenddessen bei einem Wert von ca. 168 Mrd. CHF. Demnach befinden sich 67,1 % der Gesamtmarktkapitalisierung in BTC-Investments.

Korrelation zu den traditionellen Märkten sinkt

Der Bitcoin kann sich nach dem Halving von den traditionellen Aktienindizes absetzen und damit ein wichtiges Zeichen setzen. Während der S&P 500, Down Jones und Co. weiter mit den Folgen der Coronavirus-Pandemie kämpfen und in dieser Woche Rückschläge verzeichnen mussten, klettert die Nr.1-Kryptowährung unbekümmert nach oben. Dieses Verhalten konnte man in den Wochen vor dem Halving Event nur sehr selten beobachten. Es scheint so, als könnte der BTC seinem Ruf als krisenstabiler Wertespeicher allmählich gerecht werden und dafür gibt es gute Gründe.

Niedrige Inflationsrate sorgt für Sicherheit

Durch das dritte Bitcoin Halving Event wurde die Inflationsrate von 3,64 % auf ca. 1,8 % gedrosselt. In schwierigen Zeiten halten verunsicherte Anleger nach stabilen Assets Ausschau. Immer wieder attestieren Experten dem Bitcoin dabei goldähnliche Eigenschaften. Durch das limitierte Vorkommen kann die Digitalwährung, im Gegensatz zu FIAT-Währungen nicht unbegrenzt nachgedruckt werden. Hinzu kommen eine schnelle Transaktionsgeschwindigkeit und ein stabiles Netzwerk. Aber wie wirkt sich das Halving auf diese Stabilität aus?

Hash Rate sinkt enorm

Das Krypto-Space hat im Vorfeld lange über die Auswirkungen des Halvings in Bezug auf die Hash Rate diskutiert. Laut ersten Meldungen sinkt die Hash Rate in den ersten Tagen um knappe 32 % (Statistik Hash Rate). Dadurch steigt im Gegenzug das Risiko auf gefährliche 51 %-Attacken, welche deutlich billiger geworden sind. Grosse Mining Pools wie AntPool und Poolin sind jedoch weit entfernt von einer solchen Mehrheit. Von daher scheint der Fall der Hash Rate überschaubare Folgen mit sich zu bringen. Auf dem Chart lässt sich dieser Einbruch zunächst nicht ablesen. 

Altcoins verlieren wichtige Marktanteile

Die alternativen Assets kämpfen im Hintergrund, um sich aus den Fängen des Bitcoins zu befreien. Allerdings stellt sich dieses Unterfangen als Mammutaufgabe dar. Sämtliche Altcoins teilen sich einen Marktanteil von nur 32,9 %, während der Bitcoin seine Kreise zieht. Nach dem Stopp des Telegram-Tokens dürfte sich dieser Zustand nicht gerade verändern. Die Hoffnung der Altcoin-Freunde liegen auf Projekten wie „Ethereum 2.0“. Charttechnisch konnten die meisten Altcoins in den vergangenen Wochen sogar von der starken Performance des First Movers partizipieren. Ob dies nach dem Halving weiter der Fall sein wird, bleibt jedoch fraglich. Die Zeit des ICO´s und vielversprechenden White Paper ist vorbei. Im Jahr 2020 sind effektive Use Cases gefragt, die Anklang beim Mainstream finden.

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