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Drogendealer verliert Bitcoin Private Keys im Wert von 56 Millionen Franken

von Michael Cyriax

Dumm gelaufen - ein irischer Drogendealer, der sein illegales Geld in 6.000 Bitcoin investierte, hat sein Paper Wallet mit den Keys unwiderruflich verlegt.

Drogendealer verliert Bitcoin Private Keys im Wert von 56 Millionen Franken

Clifton Collins, ein irischer Drogendealer, war ein Bitcoin-Hodler der ersten Stunde. Überzeugt von dieser Kryptowährung, erwarb der Ire seit 2011 mehr als 6.000 Bitcoin, berichtet die Irish Times. Seine Private Keys für den Zugang zu den Wallets lagerte er jedoch auf einem Blatt Papier, wodurch die Bitcoins unwiderruflich verloren gingen.

Das Geld für den Kauf von Kryptowährungen verdiente Collins mit dem Anbau und Verkauf von Cannabis, bis er 2017 verhaftet und zur Gefängnisstrafe verurteilt wurde. Die irische Polizei hat es dann auch an sein digitales Vermögen abgesehen, doch die Private Keys zu Bitcoin sind angeblich unwiderruflich verschollen.

Paper Wallet im Angelkoffer

Im Jahr 2017 entschied sich Collins dazu, sein Krypto-Vermögen gegen Hacker abzusichern, weshalb er seine 6.000 Bitcoin auf zwölf Accounts in Paketen zu jeweils 500 BTC verteilte. Die Schlüssel für den Zugang zu BTC entschied er in Form einer Paper Wallet aufzubewahren. Alle zwölf Keys druckte er auf ein Blatt Papier aus und versteckte dieses in seinem Angelkoffer.

Bei einer Verkehrskontrolle im selben Jahr entdeckten die Polizisten in Collins Auto Drogen im Wert von 2.100 Franken, weshalb Collins für fünf Jahre hinter Gitter wanderte. Während der Ermittlungen stiessen die Behörden auch auf einen Teil seines digitalen Vermögens, doch der Koffer mit den Zugangsschlüsseln war bereits verschwunden. Nachdem sein Vermieter dessen Haus ausräumen liess, wanderte ein grosser Teil seiner Besitztümer auf einer Mülldeponie.

Collins Alibi wurde bestätigt

Die Arbeiter, die für die Räumung engagiert wurden, konnten später gegenüber der Polizei bestätigen, dass sie auch einen Angelkoffer gesehen haben, doch seitdem fehlt von der Angelrute jede Spur. Collins Version der Geschichte konnten auch verschiedene andere Zeugen bestätigen, die ihm etwa beim Aufteilen der Bitcoin halfen.

In Sachen verschwundene Keys entschieden die Ermittler Collins zu glauben. Dem zuständigen Criminal Asset Bureau bleibt zu hoffen, dass der technologische Fortschritt in diesem Bereich eines Tages den Weg zu den übrigen Bitcoins ebnen wird. Schliesslich handelt es sich bei der konfiszierten Summe von 56 Millionen Franken um die grösste in der Geschichte dieser Behörde. Den irischen Behörden gelang es jedoch, sich zumindest Zugang zu einer kleineren Wallet zu verschaffen, in welcher der Drogendealer Bitcoins im Wert von 1,5 Millionen Franken hielt.

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Alles in Allem geht die Sache wohl unter „ziemlich dumm gelaufen“ in die Bitcoin-Geschichte ein.

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