Ein neues Krypto-Limit in Kanada erzeugt Anfeindungen in der Krypto-Szene. Die kanadische Regierung beschränkt den Erwerb bestimmter Kryptowährungen, während weitere Anlagen frei verkäuflich bleiben. Enthusiasten verschiedener Lager halten das Gesetz für ungerecht.

Kanada erlässt Krypto-Limit von 30.000 Dollar

Seit einigen Tagen gilt in den meisten kanadischen Provinzen ein ziemlich einschnürendes Gesetz, so berichtet Newton. Demnach gilt für Kanadier fortan ein jährliches Limit von 30.000 kanadischen Dollar (CAD) beim Kauf der meisten Kryptowährungen.

Umgerechnet entspricht dieser Wert ungefähr 22.100 Schweizer Franken. Für die Handelsbeschränkung gibt es jedoch einige Ausnahmen. So sind Bewohner der Provinzen Alberta, British Columbia, Manitoba und Quebec nicht davon betroffen.

Ausserdem gilt diese Obergrenze nicht für die Kryptowährungen Bitcoin, Ethereum, Litecoin und Bitcoin Cash. Diese sind auch weiterhin legal ohne Obergrenze zu erwerben. In der Krypto-Szene sorgt diese Auswahl bei Anhängern verschiedener Währungen für Unmut.

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Vitalik Buterin und ETH-Anhänger kritisieren Ripple

David Hoffmann, Gründer des Journals Bankless, äusserte auf Twitter Unverständnis gegenüber der kanadischen Regulierung. So schrieb er:

“Was zum Teufel? Du kaufst Solana, eine eingeschränkte Kryptowährung, für 20.000 $. Nun hast du 20.000 $ deines jährlichen Limits von 30.000 $ aufgebraucht. Wenn du weitere Kryptowährungen kaufen möchten, können sie maximal 10.000 $ kosten. Kanada, was machst du?”

Ethereum-Initiator Vitalik Buterin kommentierte Hoffmanns Tweet lobend:

Ich bin froh, zu sehen, dass Ethereum-Leute Regularien kritisieren, die Ethereum privilegieren, aber andere Kryptowährungen benachteiligen.

Hoffmann erklärte wiederum, dass er bei Kritik an Ripple nicht eingeschritten wäre.

“Hätten sie XRP beschränkt, hätte ich nichts gesagt.”

Diese Haltung trifft bei Buterin auf vollstes Verständnis. Er teilt mit:

Meiner Meinung nach hat XRP das Recht auf Schutz verwirkt, da sie uns als “von China kontrolliert” vor den Bus werfen wollten.

Dazu teilt Buterin einen Tweet vom Dezember 2020. Damals versucht sich Ripple im Rechtsstreit mit der SEC zu verteidigen und erklärte die starke Zentralisierung durch die Handhabe eines Unternehmens zu einem Vorteil.

Vollkommen unabhängige Kryptowährungen wie Bitcoin und Ethereum seien hingegen “von China kontrolliert”. Ripple erklärt die Sorge wie folgt:

Die BTC- und ETH-Blockchain sind höchst verdächtig, unter die Kontrolle von China zu fallen, da beide der Bestimmung der Mehrheit unterliegen, wohingegen der XRP-Ledger vergleichsweise zentralisiert ist.

Ripple-Nutzer beteuern Unschuld

Selbstverständlich kamen die Reaktionen der Ethereum-Anhänger bei den Nutzern von XRP nicht besonders gut an. Anwalt John E. Deaton, der XRP-Nutzer vor Gericht vertritt, hält Buterins Verhalten für unverantwortlich.

Vitalik, sagst du etwa, dass die 72.000 XRP-Halter, die ich vertrete, keinen Schutz verdienen? Diese Halter haben nichts mit Ripple zu tun. Schande über dich.

Deaton erwartet von Buterin eine Erklärung, in der dieser die Unschuld der einfachen Nutzer anerkennen soll.

Was bedeutet das Krypto-Limit überhaupt für Investoren?

Die aufgeheizte Diskussion zwischen verschiedenen Lagern lässt die Bedeutung der Krypto-Regulierung deutlich ausser Acht. Da es für sämtliche kanadische Nutzer auch weiterhin Kryptowährungen gibt, die unbegrenzt zu erwerben sind, wird die beabsichtige staatliche Kontrolle keine reale Anwendung finden.

Während der Tausch von Fiat zu Krypto stets einfach zu überwachen ist, lassen sich Kryptowährungen untereinander mit Leichtigkeit tauschen.

Erhält ein Nutzer also unbegrenzten Zugang zu einer einzigen Kryptowährung, kann er durch diese auch jede weitere der digitalen Anlagen nach belieben erwerben. Hierfür eignen sich Krypto-Börsen, die den Handel ohne KYC zulassen sowie Swapper.

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