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Paraguay und Bitcoin? Abgeordnete fordert Adoption

von Lemmy

Nach El Salvador soll auch Paraguay an den Möglichkeiten einer Offizialisierung des Bitcoin als Zahlungsmittel studieren.

Paraguay und Bitcoin? Abgeordnete fordert Adoption

Laut Gerüchten arbeitet Paraguay an einem grossen Bitcoin-Projekt, an dem angeblich auch PayPal beteiligt sein soll. Diese Gerüchte werden von Carlitos Rejala, einem Mitglied des Repräsentantenhauses, angeheizt. Vor wenigen Tagen hatte bereits El Salvador Bitcoin (BTC) als offizielles Zahlungsmittel in zentralamerikanischen Land eingeführt. Könnte auch Paraguay folgen?

Wenig bekannt – ausser Mondmission

Der paraguayische Abgeordnete Carlos Antonio Rejala Helman deutete an, dass das Land in Kürze ein Bitcoin-bezogenes Projekt mit PayPal starten werde. Das teilte er auf seinen Social-Media-Kanälen mit und schrieb:

„Wie ich schon vor langer Zeit sagte, muss unser Land mit der neuen Generation Hand in Hand gehen. Der Moment ist gekommen, unser Moment. Diese Woche starten wir ein wichtiges Projekt zur Innovation Paraguays vor den Augen der Welt!“

Carlitos Rejala rundete seine Botschaft mit den beliebten Schlagworten „to the moon“ (bis zum Mond) ab, begleitet von Hashtags für BTC und PayPal. Das beliebte Krypto-Schlagwort wird verwendet, um sich auf den massiven Preisanstieg der Kryptowährung zu beziehen. Der Politiker postete auch ein Foto von sich selbst mit Laseraugen, ein Twitter-basiertes Meme unter den Krypto-Fans, die Bitcoin unterstützen.

Der „paraguayische Bukele“ folgt seinem Vorbild

Der Tweet kommt zwei Tage nachdem El Salvadors Präsident Nayib Bukele seine Pläne bekannt gegeben hat, einen Gesetzentwurf vorzulegen, um Bitcoin als gesetzliches Zahlungsmittel in El Salvador zu etablieren. Rejala ist für seinen Respekt vor Bukele bekannt und bezeichnet sich selbst als „paraguayischer Bukele“.

Bukele ist davon überzeugt, dass der Übergang von Bitcoin zum gesetzlichen Zahlungsmittel dazu beitragen könnte, neue Arbeitsplätze zu schaffen und mehr finanzielle Inklusion zu ermöglichen. Der Präsident von El Salvador sagte auch, dass Krypto-Unternehmer einen sofortigen und dauerhaften Wohnsitz im Land erhalten würden, um mehr Investitionen anzuziehen. Er sagte, dass Bitcoin auch von der Kapitalertragsteuer befreit wäre, da es als ein gesetzliches Zahlungsmittel gelten würde.

Verbunden: Besteuerung von Krypto-Vermögen aus Staking (un)rechtmässig?

Im Gegensatz zu El Salvadors Plänen ist an der Bitcoin-Adoption von Paraguay der Zahlungsdienstleister PayPal beteiligt. Das Zahlungsunternehmen hat grosse Fortschritte bei der Einführung von Bitcoin gemacht und ermöglicht inzwischen Krypto-Zahlungen und Auszahlungen an Wallets von Drittanbietern.

Auch Mexiko schliesst sich der Liga an

Auch Mexiko schliesst sich der wachsenden Liga der mittel- und südamerikanischen Nationen an, um auf eine fortschreitende Einführung von Bitcoin hinzuweisen. Die mexikanischen Abgeordneten werden im Unterhaus neue Krypto-Regelungen vorschlagen. Eduardo Murat Hinojosa, ein Mitglied der mexikanischen Legislative, kündigte an, im Unterhaus einen Rechtsrahmen zu fördern und vorzuschlagen.

Krypto-Märkte noch wenig beeindruckt

Zuerst waren es Einzelpersonen, dann die Unternehmen und institutionelle Investoren – und jetzt wird auch schon auf Länderebene über Bitcoin gesprochen. Sollte Paraguay Bitcoin als gesetzliches Zahlungsmittel einführen, könnten andere Länder in der Region nachziehen.

El Salvadors Hauptanreiz scheint die Inflationsvermeidung sein – ein Problem, mit dem viele Nationen in Mittel- und Südamerika konfrontiert sind und das Bitcoin mit seiner endlichen Menge möglicherweise lösen könnte. Sollte dies gelingen, wäre El Salvador die erste Nation auf der Erde, die dies tun würde und praktisch so etwas wie einen „Bitcoin-Standard“ übernehmen würde.

Bitcoin bekämpfen oder adoptieren?

Im Gespräch mit Fox Business sagte der ehemalige US-Präsident Donald Trump, dass er Bitcoin nicht mag, weil er es als Konkurrenz des Dollars sieht und befürchtet, dass der Dollar eines Tages seinen Status als „Weltreservewährung“ verlieren könnte. Die Einschätzung und Reaktion des ehemaligen Führers auf das scheinbare Wachstum der grössten Kryptowährung nach Marktkapitalisierung ist das Gegenteil der Meinung der Führer anderer kleinerer souveräner Nationen.

Verbunden: USA/EU-Behörden signalisieren eine strengere Krypto-Aufsicht

Mit der Anerkennung des Potenzials von Bitcoin durch den ehemaligen Präsidenten, dem Dollar zu konkurrieren und ihn schliesslich als Weltreservewährung entthronen zu können, haben die Staats- und Regierungschefs der Welt scheinbar zwei Möglichkeiten – die führende Kryptowährung zu bekämpfen oder sie zu übernehmen. Ein Bitcoin-Verbot in den USA durch Regulierungsbehörden ist allerdings unrealistisch, denn dagegen sprechen praktische, rechtliche, wirtschaftliche und politische Faktoren.

Verschiedene Behörden in den USA tendieren jedoch zu einer strengen Krypto-Aufsicht. Eine ähnliche Stimmung herrscht auch in Europa, wo staatlich regulierte Digitalwährungen der Zentralbanken (CBDC) immer mehr an Bedeutung gewinnen und beispielsweise in Schweden bereits aktiv getestet werden.

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