Laut dem Wells Fargo Investment Institute und seinem Bericht „Understanding Cryptocurrency“, ähnelt die Adoptionsrate von Kryptowährungen der Entwicklung anderer fortschrittlicher Technologien wie Autos, Elektrizität und Internet. Dieser neue Bericht signalisiert, dass sich Kryptowährungen kurz vor einer Hyper-Adoptionsphase befinden – etwas Ähnliches erlebte das Internet gegen Ende der 1990er Jahre.

Anlagelandschaft für Kryptowährungen muss noch ausreifen

Obwohl sich Kryptowährungen aktuell noch im frühen Entwicklungsstadium befinden, sind die Analysten von Wells Fargo davon überzeugt, dass sie heute rentable Investitionen sind. Dennoch empfehlen die Analysten Privatinvestoren, ihre Kryptowährungen bei professionell verwalteten Fonds zu halten, da die Anlagelandschaft für Kryptowährungen noch ausreifen muss.

Krypto-Adoption: Europa wird zum Vorreiter

Wer Kryptwährungen kaufen und sicher anlegen möchte, soll daher auf börsengehandelte Fonds (ETFs) und andere riskante Investmentfonds lieber verzichten.

Der Wells Fargo Bericht zeigt auf, dass die Analysten dieses Jahr als ein hoffnungsvolles Jahr für Kryptowährungen ansehen. Es soll mehr Klarheit hinsichtlich der Kryptowährungsvorschriften verschaffen, was wiederum zu hochkaratigen Investitionen und einer breiten Adoption führen könnte.

Adoptionsrate: Ähnlichkeit im Vergleich zum Internet

Die Internettechnologie erlebte ihre Hyper-Adoptionsphase gegen Ende der 1990er Jahre. Die Internetnutzung stieg nach einem langsamen Start in den frühen 1990er Jahren im Jahr 1996 auf 70 Millionen Nutzer und im Jahr 2000 auf 412 Millionen Nutzer. Die weltweite Internetnutzung war dann bis 2010 auf 1,98 Milliarden Internetnutzer angewachsen und liegt heute bei 4,9 Milliarden.

Adoption: 75 Prozent der Finanzinstitute wollen künftig Krypto unterstützen

Laut dem Bericht von Wells Fargo haben die Kryptowährungen bereits einen ähnlichen Wachstumspfad in den ersten Jahren eingeschlagen, mit sichtbaren Ähnlichkeiten mit dem Internet-Boom. Das Kryptowachstum seit 2014 bis heute sieht dem Wachstum des Internets in den 1990-er Jahren sehr ähnlich. Setzt sich dieser Trend fort, könnten Kryptowährungen bald die frühe Adoptionsphase verlassen und in Richtung Hyperadoption gehen, so der Bericht.

Regulatorische Unterstützung als Stolperstein für Investoren

Eine regulatorische Unterstützung bei Kryptowährungen wird aktuell stark benötigt, um Anlegern mehr Sicherheit zu bieten. Das Fehlen einer Regulierungsstruktur wurde in einer Bloomberg-Umfrage als Hauptgrund genannt, weshalb Anleger nicht bereit sind, in Kryptowährungen zu investieren.

Immer mehr Länder ziehen es jedoch in Erwägung, eine Regulierung einzuführen. Indien hat zuletzt eine hohe Besteuerung für Krypto-Transaktionen eingeführt. Das neue Gesetz schafft eine gewisse Sicherheit, aber auch weitere Hürden für indische Bürger, von denen laut Branchenschätzungen bis zu 15 Millionen in Kryptowährungen investieren.

Auch andere Weltmächte wie die USA und Russland haben in diesem Jahr angekündigt, Kryptowährungen zu regulieren.

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Wells Fargo warnt vor Boom- und Bust-Zyklen

Kryptowährungen sind sehr volatil – das zeigen auch die Ergebnisse des Berichts von Wells Fargo. Die älteste Kryptowährung Bitcoin ist wohl eine der am wenigsten volatilen, ist aber im Vergleich zu Gold oder einem Mix globaler Aktien dennoch viermal volatiler. Zudem ist der Investitionsraum für Kryptowährungen noch jung – und Frühphaseninvestitionen sind oft mit heftigen Boom- und Bust-Zyklen verbunden. Diese Angabe können viele Dotcom-Unternehmen und -Investoren vor 20 Jahren bestätigen.

Inzwischen gibt es mehr als 16.000 Kryptowährungen und wenn die Geschichte als Anhaltspunkt genommen wird, werden viele dieser Kryptowährungen nicht skalieren und wahrscheinlich scheitern. Diese Angabe im Bericht wird mit dem Shakeout-Ereignis aus dem Jahr 2017 begründet: Es gingen mehr als 1700 Kryptowährungen pleite, was ca. 40 % aller damaligen Kryptowährungen entspricht. Wells Fargo warnt davor, dass solche Ereignisse auch in Zukunft auftreten könnten.

 

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