Immer mehr Länder müssen sich mit der Tatsache, dass Kryptowährungen wie Bitcoin, Dogecoin oder Polkadot nun ein wichtiger Bestandteil der Gesellschaft sind, anfreunden. Denn mittlerweile steht die zunächst als Hype abgestempelte Angelegenheit tagtäglich auf der Agenda von vielen Politikern auf der grossen, weiten Welt.

So lieferten sich in den letzten Wochen verschiedene Lager in Russland eine öffentliche Diskussion. Während die Zentralbank forderte, dass Bitcoin & Co. verboten werden sollte, sprach sich das Finanzministerium für eine Regulierung aus. Selbst Staatsoberhaupt Wladimir Putin, oder aber auch sein Vorgänger Dmitry Medwedew mischten sich mittlerweile ein und sprachen über die Gefahr, den technologischen Fortschritt zu verpassen.

Auch die USA planen eine Regulierung

Lediglich in China und Indien bleibt die Lage weiterhin prekär. Während China bereits im September vergangenen Jahres die Reissleine zog, lässt Indien weiterhin auf seine Entscheidung zappeln.

Wie die Barron′s Ende vergangener Woche unter Berufung auf eine vertraute Quelle berichtete, möchte die Regierung der USA um Präsident Joe Biden dem Anschein nach die Krypto-Industrie zu einer Angelegenheit der nationalen Sicherheit erklären, beziehungsweise soll dies bereits intern erklärt haben.

Laut der Quelle befindet man sich im Weissen Haus bereits auf Hochtouren und möchte noch im Februar eine Durchführungsverordnung veröffentlichen. In dieser Instruktion werden die US-Bundesstaaten angewiesen, den Kryptobereich, einschliesslich NFTs und Stablecoins zu regulieren. Das Ziel dabei ist, einen koordinierten Plan zur Regulierung digitaler Vermögenswerte auf die Beine zu stellen.

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Zum ersten Mal in der US-Geschichte

Grund für diesen Schritt des koordinierten Handelns ist das Fehlen eines angemessenen Regulierungsrahmens der US-Behörden. Die Securities and Exchange Commission, die Commodities Futures and Trading Commission und weitere verschiedene Finanzämter streiten sich nämlich um die Aufsicht.

Aber auch das Aussen- und das Finanzministerium, der Nationale Wirtschaftsrat, der Nationale Sicherheitsrat des „White House“ und der Wirtschaftsberaterrat fanden bereits ebenfalls Zeit, sich mit dem Krypto-Ökosystem auseinanderzusetzen.

Die Besorgnisse der Biden-Regierung sind aufgrund des vorhandenen Potenzials einiger digitaler Währungen, den Reservewährungsstatus des US-Dollars infrage zu stellen. Wenn Biden diese angeblich bevorstehende Durchführungsverordnung tatsächlich unterzeichnen sollte, würde es historische Auswirkungen haben. Zum ersten Mal würde der Präsident somit die Krypto-Industrie formell zu einer Angelegenheit der nationalen Sicherheit erheben. Wie sagt man so schön: „Es gibt immer ein erstes Mal!“ (mck)

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