Nicht wieder eine Bitcoin Kurs Prognose – das hier soll auch keine werden, die einen möglichen Kurs prognostiziert. Vielmehr wollen wir einen Blick auf die aktuelle Lage werfen und schauen, was sich verändert hat.

Während der Bitcoin-Kurs weiterhin darum kämpft, die 20.000 Dollarmarke zu halten, häufen sich mal wieder die Vergleiche mit der Dotcom-Blase. Insbesondere Bitcoin-Kritiker fühlen sich in ihrer These bestätigt, dass Bitcoin ein wertloses Spekulationsobjekt darstellt. Dass die aktuelle Marktphase nichts für Investoren mit schwachen Nerven ist, dürfte klar sein. Das gilt allerdings auch für Anleger, die in Unternehmen wie PayPal oder Netflix investiert haben.

Bitcoin
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Unternehmen wie Coinbase oder Nuri kürzen einen nicht unerheblichen Anteil an Mitarbeitern und es ist Fakt, dass wir endgültig in einem Bärenmarkt angekommen sind. Dieses Mal ist es allerdings nicht nur Bitcoin. Es ist nicht nur die Krypto-Industrie, die unter Druck geraten ist. Aus der Krypto-Perspektive interessiert uns allerdings vor allem: Wird sich Bitcoin wieder erholen?

Vor der Bitcoin Kurs Prognose: Die aktuelle Marktlage

Wenn wir an den 4-Jahreszyklus von Bitcoin denken, der stark mit dem Halving-Event zusammenhängt, ist die aktuelle Entwicklung nicht unbekannt. Anderthalbe Jahre nach dem Halving im Jahr 2016, stürzte der Bitcoin-Kurs von fast 20.000 US-Dollar auf bis zu 3.000 US-Dollar ab. Als es anschliessend wieder so aussah, als würden die Kurse wieder steigen, schlug die Corona-Pandemie zu. Erneut prallte Bitcoin an die 3.000 Dollar. Dass Bitcoin aktuell also rund den sechsfachen Wert von vor 2 Jahren hat, ist kaum ein Thema. Stattdessen liest man lediglich Nachrichten über den Wertverfall und die Risiken, die eine Investition in Kryptowährungen birgt. Das bekannte Muster macht eine Bitcoin Kurs Prognose allerdings nicht einfacher.

Wir sehen aktuell das Ergebnis einer Geldpolitik, die die Finanzmärkte befeuert hatte. Die Inflation erreicht weltweit nun bedrohliche Ausmasse. Die Schweiz fährt von den Industrieländern noch sehr gut, wenn wir einen Vergleich mit Deutschland ziehen. Auch die USA hat mit einer Inflationsrate von über 8 Prozent einiges zu tun. Zuletzt hat die US-Notenbank den Leitzins um 0,75 Prozentpunkte angehoben. Die Europäische Zentralbank hat nach Monaten des Zögerns jetzt ebenfalls einen Anstieg auf 0,25 Prozent angekündigt. Dass die EZB hier nachzieht, war nur eine Frage der Zeit.

Allerdings ist die Erhöhung von solch niedrigen Prozentsätzen bei einer Inflation von 8 Prozent keine echte Lösung. Um die Inflation abzufedern, wären an sich höhere Zinserhöhungen notwendig. Das in der Praxis umzusetzen, ist allerdings nicht möglich. Dies würde aufgrund der Staatsschulden zur Pleite vieler Staaten führen. Die Folgen wären verheerend. Die Gefahren, die hierdurch drohen, sind deutlich grösser als nur der Kursverfall von Bitcoin.

Durch Zinserhöhungen können auch Sparer wieder Zinsen auf Ihr Kapital erhalten. Allerdings macht man real aufgrund der hohen Inflation dennoch einen grossen Verlust. Dennoch führt der Anstieg von Zinsen dazu, dass Kapital aus Risiko-Assets fliesst. Das erhöht den Verkaufsdruck. Das sehen wir aktuell bei vielen Aktien ebenso wie eben bei Kryptowährungen. Hinzu kommen allerdings kryptospezifische Schwierigkeiten.

Vertrauen in DeFi-Sektor schwindet

Decentralized Finance war einer der Haupttreiber für den Start des Bullruns. Zusammen mit dem NFT-Hype sorgten zahlreiche Plattformen vor allem bei Smart Contract-Plattformen wie Solana (SOL), Avalanche (AVAX), Polkadot (DOT) oder Cardano (ADA) für steigende Kurse. Noch immer gehören diese Kryptowährungen zu den wertvollsten 20 Kryptowährungen auf dem Markt. Lange Zeit steckten mehr als 200 Milliarden US-Dollar in diesen Protokollen, mittlerweile beläuft sich der Wert auf deutlich unter 100 Milliarden US-Dollar.

Hierfür sind nicht nur die sinkenden Kurse auf dem Kryptomarkt verantwortlich. Das beste Beispiel für die Gefahren von DeFi ist der Fall von Terra (LUNA). Binnen weniger Tage hat sich der gesamte Wert von LUNA und dem Stablecoin TerraUSD (UST) in Luft aufgelöst. Aktuell sinkt auch das Vertrauen in Solana, nachdem das Lending-Protokoll Solend sogar die Einlagen eines Whales beschlagnahmen (rund 5,7 Millionen SOL) wollte, um einen rapiden Kursabfall durch einen Verkauf zu vermeiden.

Was gut gemeint war, ist allerdings ein Unding, wenn wir an den Begriff „Decentralized“ denken. Das zeigt noch einmal, dass es bisher kein komplett dezentralisiertes Protokoll gibt und solche Protokolle stets ein Stück weit zentralisiert sind. Nicht zu unterschätzen sind an diesem Punkt die Gefahren von Proof-of-Stake, die gerade bei kleineren Coins die Dezentralität im Prinzip komplett egalisiert.

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Bitcoin-Adoption: Erwartet uns weltweit eine strengere Regulierung?

In El Salvador und der Zentralafrikanischen Republik (ZAR) ist Bitcoin mittlerweile zur offiziellen Währung deklariert worden. Was sich spektakulär anhört, hat bisher nicht viel gebracht. Doch was erwartet man hier eigentlich? Dass der Wandel vom Fiat- ins Kryptosystem binnen weniger als einem Jahr geschieht? Die Adoption von Technologie hat immer seine Zeit gebraucht. In der Zentralafrikanischen Republik besitzt fast 90 Prozent der Bevölkerung nicht einmal einen Internetzugang. Das zeigt, dass selbst das Internet an sich noch nicht an seine Grenzen gekommen ist. Wie schnell sollen also die Fortschritte der Bitcoin-Adoption sein? Die Volatilität im Kryptomarkt wird erst mit zunehmender Zeit abnehmen. Je weniger Teilnehmer am Markt sind, umso wahrscheinlicher ist eine hohe Volatilität.

Der aktuelle Kurs-Crash bringt allerdings nicht nur einfache Kritiker dazu, sich dazu berufen zu fühlen, sich mit den Lorbeeren zu schmücken, einen Crash vorausgesagt zu haben. Auch Zentralbanken sehen sich hier bestätigt und erhoffen durch solche Marktphasen die Leute für eine strengere Regulierung zu begeistern. Keine Frage, Regulierung für eine Krypto-Adoption ist notwendig. Insbesondere sollten solche Fälle wie bei Terra (LUNA) oder nun Celsius nicht passieren.

Das sollte allerdings nicht dazu führen, dass die Blockchain-Technologie weiter eingeschränkt wird. Ob Kryptowährungen nun in Indien oder Portugal besteuert werden oder nicht, dürfte im Prinzip egal sein. Es geht darum, die Förderung der Technologie nicht zu bremsen. Die EU hatte zuletzt mit dem MICA-Entwurf und dem Verbot von Unhosted Wallets für viel Aufruhr gesorgt. Das ist der falsche Weg.

Die Regulierung in der EU wird noch ein grosses Thema, doch weltweit haben die Entscheidungen der EU keinen Einfluss. In der Europäischen Union leben rund 450 Millionen Menschen. Auch wenn die Kaufkraft grösser ist als in vielen anderen Bereichen der Welt, nimmt Europa insgesamt keinen wichtigen Teil der Krypto-Industrie ein. Lediglich die Schweiz kann sich dank des Crypto-Valleys abheben, ist im Vergleich zu den anderen Staaten allerdings abgehängt.

Wie in vielen Bereichen auch wird die USA die Richtung angeben, was die Regulierung von Bitcoin und anderen Kryptowährungen angeht. Hier hatten sich zuletzt zumindest einige positive Punkte ergeben. Es ist nicht das erste Mal, dass Bitcoin prozentual so stark fällt. Das macht es zumindest erfahreneren Inhabern einfach, zu hodlen. Gewinne sollten hin und wieder dennoch realisiert werden.

Bitcoin Kurs Prognose: Es hat sich nichts geändert

Man muss sich daran gewöhnen, dass sich die Marktlage immer vom Bitcoin-Kurs abhängig machen wird. Steigt der Bitcoin-Kurs, wird es eine Vielzahl an Analysen und Prognosen geben, die den nächsten Rekordwert prophezeien wollen. Sinkt der Bitcoin-Kurs hingegen, ist von einem Ende des gesamten Sektors die Rede.

Wenn wir die aktuelle Lage mit der vor einem Jahr vergleichen, hat sich eigentlich nichts am fundamentalen Wert von Bitcoin geändert. Es geht hierbei nicht um eine Bitcoin Kurs Prognose. An sich ist Bitcoin in dem Jahr zum offiziellen Zahlungsmittel in zwei Ländern geworden, was sogar positiv zu bewerten ist.

Bitcoin ist in diesem Jahr weder technisch gescheitert, noch in zahlreichen Ländern verboten worden. Lediglich China hat das Krypto-Verbot bestätigt.

Beim Blick auf das Bitcoin-Protokoll wird man feststellen, dass sich nichts geändert. Noch immer ist Bitcoin dezentral. Bitcoin ist nicht weltweit verboten. Es wird maximal 21 Millionen BTC geben und das wird sich nicht ändern. Stattdessen sehen wir nur immer mehr ernsthafte Investoren und Unternehmen, die sich Krypto öffnen. Bitcoin verspricht keine Kursgewinne. Dennoch zeigt das einfache Prinzip von Angebot und Nachfrage, dass der Bitcoin-Kurs noch weiter steigen wird, wenn die Nachfrage zunimmt. Und das tut sie, auch wenn dies auf den ersten Blick nicht auffallen mag. Daher dürfte langfristig einer Erholung im Prinzip nichts im Weg stehen. Ob Bitcoin dafür kurs- bis mittelfristig auf 10.000 oder 5.000 Dollar fällt, ist hierfür unerheblich.

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