In einer neuen Analyse von Grayscale, welche das Metaverse untersucht, wird ein optimistischer Ausblick auf die Zukunft von Web3 gegeben. Laut Schätzungen des Unternehmens könnte sich das Metaverse zu einem Billionen-USD-Markt entwickeln – und der Krypto-Gaming-Bereich soll einen grossen Anteil davon ausmachen.

Die Metaverse These von Grayscale

Grayscale gehört zu den führenden Krypto-Asset-Managern und verwaltet ein Krypto-Vermögen von über 60 Milliarden US-Dollar. Nun wirft der weltweit grösste Krypto-Fonds einen Blick auf das Konzept einer vernetzten, alternativen virtuellen Welt und gibt insgesamt eine sehr bullische Meinung ab.

Im jüngsten Bericht (pdf-Download) des Investmentriesen mit dem Titel „The Metaverse, Web 3.0 Virtual Cloud Economies“ werden die Trends und Möglichkeiten untersucht, die sich aus dem Potenzial der Blockchain ergeben, aber auch was diese Initiative für frühe Investoren in die Metaverse- und Web3-Wirtschaft haben könnte. In Grayscales „Meta-These“, wird die aktuelle Entwicklung des Metaversums mit einer frühen Internet-Infrastruktur verglichen.

Grayscale möchte über 20 neue Krypto-Finanzprodukte ins Portfolio aufnehmen

Der Vermögensverwalter stellte fest, dass die Menschen mit der Weiterentwicklung webbasierter Technologien auch mehr Zeit mit ihrer Nutzung verbringen. Die Menschen verbringen jedoch nicht nur immer mehr Zeit online, sondern sie geben auch immer mehr Geld aus, um sich in virtuellen Welten innerhalb der jeweiligen Online-Community einen sozialen Status zu verschaffen.

Das Gaming gehört wohl zu den frühesten Anwendungen der Web3-Technologie und damit bewegen sich die Spiele(r) von geschlossenen Spielen zu offeneren Spielerlebnissen. Obwohl Gaming aktuell an der Spitze der Web3-Entwicklung steht, erstrecken sich die Möglichkeit auch auf andere Bereiche, wie z. B. Werbung, digitale Events, Hardware, Social Commerce oder etwa Monetarisierung von Entwicklern.

Zwei Typen des Metaverse

Für das Metaverse konkurrieren derzeit zwei Hauptvisionen – privat und öffentlich:

  • Der private Typ des Metaverse beinhaltet eine zentralisierte Zukunft, in der grosse Konzerne bestimmen, wie die User spielen, interagieren oder lernen. Dies wird durch den Einsatz von VR- und AR-Technologien erreicht.
  • Die öffentliche Vision vom Metaverse umfasst dagegen eine Grosszahl dezentraler digitaler Welten, die von den Usern selbst geschaffen werden und dementsprechend auch ihnen gehören. Die dezentralen Welten basieren auf einer dezentralen technologischen Architektur mit integrierten NFT- und DeFi-Innovationen, die den Nutzern einen echten Wert bieten.

Die durch DeFi und NFTs angetriebene Krypto-Gaming-Ökonomie könnte das nächste grosse Ding werden. Zusammen mit digitaler Knappheit, Smart Contracts, Online-Eigentum und Kryptowährungen werden die Grundlagen der Wirtschaft im Metaverse geschaffen. Damit hat der Goldrausch im Metaverse gerade erst begonnen.

Metaverse-Token steigen: Decentraland (MANA) nähert sich ATH

Viele Gamer haben nämlich eine Menge Zeit und Geld damit verbracht, digitalen Reichtum aufzubauen, den sie bislang nicht monetarisieren konnten, da traditionelle Spieleentwickler es ihren Kunden nicht ermöglichten, die in Spielen erworbenen Charaktere oder Gegenstände wirklich zu besitzen. Der Handel mit Spielgegenständen und anderen Gütern war unmöglich oder sogar verboten.

Das Problem soll jetzt durch DeFi und NFT gelöst werden, sodass die Spieler ihre erspielten Gegenstände zu Geld machen können. Dadurch soll es Spielern nun möglich sein, ihre digitalen Vermögenswerte in Form von nicht fungiblen Token (NFT) wirklich zu besitzen, zu tauschen oder zu verkaufen.

Krypto-Gaming-Umsatz soll 2025 auf 400 Mrd. USD steigen

Während traditionelle Unternehmen ihre Metaverse-Pläne erst noch ankündigen oder an der Umsetzung arbeiten, ist der Krypto-Space bereits einige Schritte voraus: Projekte wie Decentraland (MANA) oder Sandbox (SAND) haben schon ihre eigenen Welten geschaffen, die bereits Tausende von Spielern zählen und milliardenschwer sind.

In den letzten Monaten sind insbesondere im Krypto-Raum enorme Geldsummen in Metaverse-Projekte geflossen und die bestehenden Spieleprojekte der virtuellen Welt sowie ihre Token entwickelten sich im November mit starken Kurssteigerungen, häufig sogar im zweistelligem Bereich.

Decentraland – das steckt hinter dem Virtual-Reality-Spiel & dem MANA Token

Das Leben der Menschen verlagert sich schliesslich immer mehr ins Internet und insbesondere die Gaming-Branche scheint von der Idee überzeugt, dass wir alle bald in virtuellen, vernetzten Welten leben werden. Projekte wie Decentraland ermöglichen es ihren Nutzern zu interagieren und Token zu verdienen und für die online verbrachte Zeit „reale“ Vorteile zu erhalten. So sollen allein die Einnahmen aus virtuellen Spielen laut Grayscale bis 2025 auf 400 Mrd. USD steigen – und der grösste Teil des Umsatzes wird auf die In-Game-Käufe entfallen.

Grayscale: Krypto-Metaversen noch in den Kinderschuhen

Laut dem Grayscale Report liegt die Anzahl der aktiven Krypto-Metaverse-Adressen bei gerade einmal 43.000, was im Vergleich zu den fast 3 Milliarden Facebook Accounts noch ziemlich wenig ist. Doch die Metaversen befinden sich laut Grayscale immer noch in den Kinderschuhen. Sollte allerdings die aktuelle Wachstumsdynamik anhalten, könnte sich das wachsende Marktsegment in den kommenden Jahren zum Mainstream entwickeln.

Seit dem jüngsten Meta-Hype konnten Metaverse-Kryptowährungen wie MANA, SAND und AXS eine solide Performance hinlegen, während die grossen Altcoins wie ETH, ADA oder sogar auch BTC grössere Verluste verzeichneten. Ob diese Art von Krypto-Assets tatsächlich einen Boom in den kommenden Jahren erleben wird und sich die Web 3.0 Krypto-Metaversen gegen Social-Media Plattformen wie Facebook wirklich durchsetzen werden, ist noch offen. Ihr Potenzial ist laut dem Grayscale-Report jedoch ziemlich gross.

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