Kauft Cardano-Gründer Charles Hoskinson das Medienunternehmen CoinDesk, das bislang der strauchelnden Digital Currency Group angehört? Was zunächst als Scherz begann, ist in Zwischenzeit ein Gegenstand ernster Diskussionen.

Charles Hoskinson kauft CoinDesk?

Charles Hoskinson ist der Gründer der Kryptowährung Cardano. Nun meldet sich der Programmierer auf Twitter zur Insolvenz von Genesis zu Wort. Der Grund: Deren Muttergesellschaft Digital Currency Group will Kapital einsammeln und stellt deshalb den Abverkauf einer weiteren Tochter in Aussicht. Es geht um das Medienunternerhmen CoinDesk.

Nachdem Schlagzeilen an die Öffentlichkeit geraten, die von einem möglichen Verkauf von CoinDesk sprechen, schaltet sich Hoskinson ein. So gibt er auf Twitter bekannt, einen Kauf in Betracht zu ziehen. CoinDesk könnte für 200 Millionen US-Dollar den Besitzer wechseln. Die DCG erwarb CoinDesk im Jahr 2016 für 500.000 US-Dollar.

Einen Tag nach seiner ersten Reaktion gibt Hoskinson eine Erklärung ab. Sein Interesse sei ernsthaft. Gleichzeitig äussert er Kritik. Die Medien der Kryptobranche bekleckerten sich laut dem US-Amerikaner bislang nicht mit Ruhm.

Um den bisherigen Zustand zu verbessern, könne er sich vorstellen, selbst zum Eigner des Unternehmens zu werden. Hoskinson ist sowohl durch sein frühes Krypto-Engagement als auch durch seine zentrale Rolle bei Cardano längst Multimillionär. Forbes schätzt sein Vermögen auf rund 600 Millionen US-Dollar.

Möglich wäre eine Übernahme zudem auch durch ein Unternehmen, das in Verbindung zu Cardano steht – etwa Input Output. Der US-Amerikaner befürchtet jedoch, dass ein Medium besonders mit seiner Reputation zu kämpfen haben könnte, wenn es in Verbindungen zu einer Kryptowährung steht.

“Ich habe gerade realisiert, dass CoinDesk zum Verkauf steht.”

Nach der Anzeige weiterlesen

Cardano wird medial misrepräsentiert?

Besonders interessant sei die Übernahme von CoinDesk, da Cardano immer wieder misrepräsentiert würde, so erklärt Hoskinson. Auffällig sei, dass viele Medienunternehmen nicht an einer realistischen Darstellung, sondern hauptsächlich an Agitation interessiert seien.

Ich denke schon seit Jahren darüber nach, was ein gutes Medienunternehmen ausmacht. Wir [Cardano] sind schon zum Ziel extrem schlechter Berichterstattung geworden. Teilweise, weil es eine Agenda gibt, uns zu diffamieren.

Sagt Hoskinson. Bekannte Beispiele für zwielichtige Geschäfte gebe es einige. Hoskinson nennt FTX als Beispiel. Die Krypto-Börse bestach Autoren von The Block, um besonders positive Kommentare über den Handelsplatz zu verfassen. Cointelegraphs Besitzer schätzt er als einen fragwürdigen Oligarchen ein.

Hoskinson stellt sich vor, jeden Artikel als NFT zu veröffentlichen. Ausserdem schlägt er vor, jeder Entwicklergemeinschaft hinter den Top 100 Kryptowährungen eine Plattform zu bieten, um zu vorbestimmten Terminen eigene Texte veröffentlichen zu können.

Gleichwohl merkt er an, dass der Kaufpreis in Höhe von 200 Millionen US-Dollar ein erheblicher Einkaufspreis ist. Ob er sich am Ende wirklich für eine Übernahme entscheidet, sei deshalb noch nicht gewiss.

Ein bisschen Geld und Aufwand könnten hier etwas erschaffen, das viel mehr wert ist als nur 200 Millionen US-Dollar.

Fasst Hoskinson zusammen.

Bild: Web Summit via Flickr

Jetzt Beitrag teilen

CoinPro.ch verwendet Cookies

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Mehr dazu