In Sachen Sicherheit erfüllt der Ledger Nano X die gleichen hohen Standards wie das Vorgängermodell Nano S. Ledger hat sich aber einiges einfallen lassen, um den Nano S noch zu übertreffen: Der Speicher für Apps ist grösser, genau wie das Display.
Dank Bluetooth und integriertem Akku ist der Nano X ausserdem deutlich mobiler. Mit der zugehörigen App Ledger Live können Zahlungen nun auch unterwegs über das Smartphone getätigt werden.
Doch wie schlägt sich der Ledger Nano X im Test und lohnt sich die Hardware Wallet auch heute noch? Mehr Details zur Wallet gibt es im folgenden Testbericht.
Ledger Nano X: Das Wichtigste in Kürze
- Mehr als 5.500 Coins und Tokens werden unterstützt
- Bis zu 100 Apps können gleichzeitig installiert werden
- Bluetooth und integrierter Akku ermöglichen mobile Nutzung
- Hohe Sicherheitsstandards durch Secure Element Chip
- Kompatibel mit Windows, macOS, Linux, Android und iOS
Ledger Nano X: Erster Eindruck
Er sieht aus wie ein hochwertiger USB Stick, kann aber viel mehr. Der Ledger Nano X wirkt modern und hochwertig verarbeitet.
Optisch hat er sich gegenüber seinem bewährten Vorgänger Nano S etwas verändert. Moderner sieht er aus, der Bildschirm ist etwas grösser und die Steuerung über zwei Buttons ist gleichgeblieben, nun aber rechts und links des Displays zu finden.
Im Lieferumfang enthalten sind:
- Hardware Wallet
- Schlüsselanhänger
- USB-C-Kabel
- Schnellstartanleitung
- Recovery Sheet zum Notieren des Seeds
Der Nano X ist mit allen gängigen PC und Smartphone Betriebssystemen kompatibel. Windows, macOS, Linux, Chrome OS, Android oder iOS stellen kein Problem dar.
Das Gerät enthält erstmals einen Bluetooth Chip, mit dessen Hilfe das Wallet mit anderen Geräten verbunden werden kann.
Dort werden die Coins über die Ledger Live App verwaltet, versendet und empfangen. Die App bietet ausserdem eine Übersicht über die gespeicherten Coins, das Guthaben und dessen Entwicklung.
Pro Gerät können bis zu 100 unterschiedliche Kryptowährungen gleichzeitig verwaltet werden. Insgesamt unterstützt Ledger mittlerweile mehr als 5.500 Coins und Tokens.
Gerade für Nutzer, die ihre Kryptowährungen häufig unterwegs verwalten möchten, bietet der Ledger Nano X dadurch einen grossen Vorteil gegenüber klassischen Hardware Wallets.
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Wie steht es um die Sicherheit beim Ledger Nano X?
Die Sicherheit eines Hardware Wallets hat oberste Priorität. Schon der Ledger Nano S Plus konnte in diesem Aspekt auf ganzer Linie überzeugen und der Nano X steht seinem Vorgänger in nichts nach.
Die Hardware ist durch eine PIN gesichert und auch die Nutzeroberfläche Ledger Live kann zusätzlich mit einem Passwort geschützt werden.
Über die Bluetooth Verbindung werden keine sensiblen Daten übertragen und jede Transaktion muss nach wie vor vom Nutzer geprüft und bestätigt werden.
Wer dennoch lieber auf ein Kabel setzt, kann Bluetooth über die Einstellungen einfach deaktivieren.
Private Keys, die Zugriff auf die gespeicherten Kryptowährungen bieten, werden im Secure Element isoliert gespeichert. Dabei handelt es sich um einen in das Wallet integrierten Sicherheitschip, ähnlich der Technologie, die beispielsweise auch bei Kreditkarten eingesetzt wird.
Wichtig zu wissen: Diese privaten Schlüssel werden niemals über Bluetooth oder Kabel in die App übertragen, sondern verbleiben jederzeit auf dem Gerät.
Dadurch gelten Hardware Wallets wie der Ledger Nano X als deutlich sicherer als klassische Software Wallets.
Anleitung: Ledger Nano X einrichten
Das Gerät wird eingeschaltet, indem man den linken Button für etwa drei Sekunden gedrückt hält.
Nun wird man aufgefordert, die Software Ledger Live herunterzuladen, die auch durch die Konfiguration des Hardware Wallets führt.
Die Einrichtung selbst erfolgt in vier Schritten:
- Zunächst auswählen, ob das Gerät neu konfiguriert wird oder die Daten aus dem Backup einer anderen Wallet importiert werden sollen. Letzteres ist bequemer, geht aber nur dann, wenn bereits ein Wallet vorhanden ist.
- Im Anschluss einen PIN Code mit 4 bis 8 Zeichen festlegen und über die beiden Buttons eingeben. Dieser Code wird bei jedem Einschalten abgefragt. Grundsätzlich gilt: Je mehr Zeichen die PIN hat, desto sicherer ist sie.
- Nun wird einmalig der Recovery Seed angezeigt, der aus 24 Wörtern besteht. Sie müssen auf der beiliegenden Karte notiert und sicher aufbewahrt werden. Wichtig: Der Recovery Seed ist das einzige Backup und damit die einzige Möglichkeit, auf die Coins zuzugreifen, beispielsweise wenn das Hardware Wallet verloren geht.
- Um sicherzugehen, dass der Seed korrekt notiert wurde, muss nun jedes der 24 Wörter aus einer Liste ausgewählt und bestätigt werden.

Nun ist die Hardware einsatzbereit und kann mit dem gewählten PIN Code entsperrt werden.
Über die Software müssen noch einige Sicherheitsfragen beantwortet werden. Dies ist ein weiterer Schritt, um sicherzustellen, dass der Einrichtungsprozess korrekt durchgeführt wurde.
Nun kann man den Nano X mit einem Gerät verbinden. Am Computer per USB Kabel, an Smartphone oder Tablet per Bluetooth.
Für zusätzliche Sicherheit sollte auch die Software mit einem Passwort geschützt werden. Je nach Gerät funktioniert dies sogar unkompliziert per Fingerabdruck oder Gesichtserkennung.
Vor- und Nachteile des Ledger Nano X
Im Folgenden fassen wir die Vor- und Nachteile des Ledger Nano X zusammen. Der grosse Nachteil der Ledger Nano X Wallet im Vergleich zum Ledger Nano S Plus ist aber streng genommen nur der deutlich höhere Preis.
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| Bluetooth Funktion für mobile Nutzung | Teurer als der Ledger Nano S Plus |
| Integrierter Akku | Bluetooth für manche Nutzer unnötig |
| Bis zu 100 Apps gleichzeitig | |
| Mehr als 5.500 unterstützte Coins und Tokens | |
| Hohe Sicherheitsstandards | |
| Kompatibel mit Smartphone und Desktop |
Für wen eignet sich der Ledger Nano X?
Der Ledger Nano X eignet sich insbesondere für Nutzer, die ihre Kryptowährungen regelmässig mobil verwalten möchten.
Auch für aktive Trader, DeFi Nutzer oder Anleger mit häufiger Smartphone Nutzung bietet die Hardware Wallet deutliche Vorteile.
Wer hingegen ausschliesslich zuhause am Computer arbeitet und auf Bluetooth verzichten kann, findet mit dem Ledger Nano S Plus häufig die günstigere Alternative.
Fazit: Das kann der Ledger Nano X
Als Hardware Wallet bietet der Ledger Nano X besonders viel Schutz vor Angriffen. Kryptowährungen können dort sicher aufbewahrt und unkompliziert verwaltet werden.
Der grössere App Speicher sowie die Möglichkeit der parallelen Verwaltung von bis zu 100 Apps dürfte vielen Nutzern gefallen. Die überzeugendsten Features bleiben allerdings Akku und Bluetooth.
So können Transaktionen erstmals komfortabel von unterwegs und direkt auf dem Smartphone durchgeführt werden, ohne dadurch angreifbar zu werden.
Für Unentschlossene gilt als Faustregel: Die Investition in ein Hardware Wallet lohnt sich insbesondere dann, wenn der Wert der gespeicherten Coins deutlich über dem Preis des Wallets liegt.
Häufige Fragen zum Ledger Nano X
- Kann man den Ledger Nano X mit dem Smartphone nutzen?
Ja. Genau dafür wurde die Bluetooth Funktion entwickelt. Der Ledger Nano X kann problemlos mit Android und iPhone genutzt werden.
- Wie viele Kryptowährungen unterstützt der Ledger Nano X?
Der Ledger Nano X unterstützt mittlerweile mehr als 5.500 Coins und Tokens.
- Ist Bluetooth beim Ledger Nano X sicher?
Ja. Über Bluetooth werden keine privaten Schlüssel übertragen. Jede Transaktion muss zusätzlich direkt auf dem Gerät bestätigt werden.



