Scaramucci: Disziplin während des Bärenmarkts

Scaramucci: Disziplin während des Bärenmarkts

In einem Interview mit CNBC teilte Anthony Scaramucci, Gründer der Vermögensverwaltungsfirma Skybridge Capital, einige Ratschläge für Krypto-Investoren, wie sie den aktuellen Bärenmarkt überleben können. Der Krypto-Bulle rät den Krypto-Marktteilnehmern, diszipliniert zu bleiben und sagte, dass sein Unternehmen den Dip bereits gekauft habe.

Der Gründer der 3,5-Milliarden-Dollar schweren Vermögensverwaltungsfirma bezeichnete den aktuellen Markt-Crash als „Blutbad“ und teilte seine Ratschläge und Bitcoin-Aussichten, wie sich der aktuelle Ausverkauf auf dem Kryptomarkt überbrücken lässt. In erster Linie rät er zu „Disziplin“ während des Niedergangs des Kryptomarkts.

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An der langfristigen Anlagedisziplin festhalten

Der erste Ratschlag besteht darin, unverschuldet zu bleiben und an der langfristigen Anlagedisziplin festzuhalten – denn jeder hat eine langfristige Perspektive, bis kurzfristige Verluste eintreten. Dann geraten viele in Panik.

Deshalb rät Scaramucci nach wie vor, Qualität zu kaufen und diszipliniert zu bleiben. Wenn man sich die letzten 120 Jahre ansieht, so treten Bärenmärkte alle fünf Jahren ein.

„Deshalb sollten Anleger anerkennen, dass Bärenmärkte passieren – und wenn Sie in diesen Zeiträumen diszipliniert bleiben, sind Sie reich geworden“, so die Botschaft für Investoren.

BTC-Marktkapitalisierung als Beweis für eine „Flucht in die Qualität“

Scaramucci ist ermutigt durch die Tatsache, dass Bitcoin derzeit über 50 % der gesamten Krypto-Marktkapitalisierung ausmacht und sieht darin ein weiteres Zeichen dafür, dass es immer noch eine „Flucht in die Qualität“ gibt.

Natürlich wird auf den Krypto-Markt gewisser Druck ausgeübt, insbesondere was die jüngste Celsius- sowie die LUNA-Terra-Situation vor wenigen Wochen betrifft. Am Sonntagabend gab die Krypto-Kreditplattform Celsius nämlich bekannt, dass sie Auszahlungen eingefroren hat, was mit einem grossen Kurs-Crash auf dem ganzen Krypto-Markt resultierte.

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Liquiditätsprobleme beim Krypto-Kreditgeber Celsius Network haben zu ungünstigen Marktbedingungen geführt und Investoren befürchten, dass eine längere Pause weitere Dominoeffekte auf dem Kryptomarkt auslösen könnte. So sind beispielsweise Auswirkungen des Zusammenbruchs von Terraform Labs immer noch zu spüren.

Den Krypto-Dip kaufen

Auf die Frage, ob man in einem schwachen Markt kaufen soll, antwortete Scaramucci positiv: „Wir haben mehr Bitcoin und Ethereum gekauft, mit dem zusätzlichen Bargeld, das in unseren Fonds fliesst“.

Er fügte hinzu, dass das Unternehmen auch an der Kryptowährungsbörse FTX beteiligt sei und dass es FTX sehr gut geht. Das profitable Unternehmen FTX soll weiterhin Marktanteile gewinnen.

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In Bezug auf den Zusammenbruch einiger Kryptowährungen wie LUNA und UST kommentierte Scaramucci, dass es über 8.000 Coins gibt, von denen es wahrscheinlich nur etwa 5 bis 15 schaffen werden, tatsächliche Anwendungsfälle in der Zukunft zu haben. Die meisten werden dagegen einfach vom Markt verschwinden.

Auch traditionelle Aktien in den Abgrund gezogen

Der Celsius-Scam sowie anhaltende Rezessionsängste haben sowohl Kryptos als auch traditionelle Aktien in den Abgrund gezogen. So rutschten der S&P 500 und Dow Jones zu Beginn der Woche in einen Bärenmarkt, wobei MicroStrategy, der grösste Unternehmensinhaber von Bitcoin, einen Rückgang seiner Aktien um 23 % verzeichnete.

Ob Scaramuccis Ruf nach Nüchternheit während der jüngsten Turbulenzen die Krypto-Teilnehmer beherzigen werden, bleibt noch abzuwarten. Die Krypto-Marktkapitalisierung laut Coingecko liegt derzeit bei 0,94 Billionen US-Dollar und hat sich seit ihrem Allzeithoch im letzten Jahr (2,8 Milliarden USD) mehr als halbiert.

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