Ein Raunen geht durch die Krypto-Community. Die vielgepreisene Kryptowährung Tether, welche zu den sogenannten Stablecoins zählt, hat entgegen vorherigen Aussagen, nicht zu 100% durch die hinterlegten Fiat-Währung, dem US-Dollar gedeckt ist. Dies geht aus einer Änderung im Text der Homepage des „Stable Coins“ hervorgeht, könne die Deckung nun auch durch andere Assets erfolgen.

Stablecoins?

Grundsätzlich dienen diese vornehmlich dazu, Sicherheit für Trader zu bieten. Wer auf Bitcoin-Börsen etwa Kryptowährungen handelt und diese kurzfristig parken will, ohne auszucashen, hat die Möglichkeit, sie in Stable Coins zu wechseln. Denn diese sind 1:1 durch hinterlegte Fiat-Geld oder andere (mehr oder weniger) stabile Assets gedeckt. So zumindest die Theorie. Genau dies scheint bei Tether nun nicht mehr ganz der Fall zu sein. Bereits in der Vergangenheit kam immer wieder Zweifel auf, ob die tatsächliche Deckung der Kryptowährung gegeben ist.

Änderungen auf der Homepage scheinen Zweifel zu bestätigen

Die neuen Verdachtsmomente gegen USDT werden durch eine Änderung im Text auf der offiziellen Homepage des Stable Coin. Dort bestätigt man nun indirekt, dass der Stable Coin nicht ausschliesslich durch US-Dollar gedeckt wird:

Jeder Tether ist immer zu 100 Prozent durch unsere Reserven gedeckt, die sowohl traditionelle Währungen sowie Bargeld beinhalten sowie von Zeit zu Zeit andere Assets. Ausserdem [zählen dazu] Aussenstände [receivables] von Krediten, die Tether an Drittparteien [herausgibt]. Diese können wiederum Schwesterngesellschaften sein […]. Jeder Coin ist zudem 1 zu 1 an den Dollar gebunden. Jeder USDT wird von Tether also als USD gewertet.

Tether: Nicht vollständig durch hinterlegte US-Dollar gedeckt? Quelle: Website tether.io
Tether: Nicht vollständig durch hinterlegte US-Dollar gedeckt? Quelle: Website tether.io

Also kann der Stablecoin räumt ein, dass es sich bei den Rücklagen im Prinzip um alles handeln kann, was sich in Geld verwandeln lässt. Dazu zählen auch Kryptowährungen. Und durch die bekannte Volatilität kann es auch für Tether zu Liquiditätsproblemen kommen. Auch die Tatsache, dass hier Tochtergesellschaften involviert sind, erhöht das Risiko der Unterdeckung. Da weder klar wird, um was für Tochtergesellschaften es sich handelt, noch was genau deren Tätigkeitsfeld ist. Auch die sogenannten Audits, die von externen durchgeführt werden, scheinen durchaus Schwächen zu haben, da dieser Fakt ja in solchen Audits genau bemängelt werden sollten.

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