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Überblick: Banken haben geteilte Meinungen zu Bitcoin

von Lemmy

Die Meinungen von Banken zu Bitcoin gehen auseinander. Während die einen aktiv am Markt teilnehmen, sehen andere BTC als unbrauchbar an.

Abbildung von drei Bitcoin Münzen

Während einige Banken digitale Assets und Krypto-Produkte bereits in ihrem Angebot haben, haben die anderen Bitcoin (BTC) wegen seiner Volatilität und schlechten Auswirkungen auf die Umweltauswirkungen angegriffen.

Laut einem Bericht der Deutschen Bank ist Bitcoin heute die drittgrösste Währung der Welt – und mit einer Marktkapitalisierung von über 1 Billion US-Dollar ist sie für die Banken einfach zu gross geworden, um ignoriert zu werden. Unter den grossen Investmentbanken besteht jedoch wenig Einigkeit darüber, ob es sich bei der Anlageklasse um ein langfristiges Wertversprechen handelt.

Viele Banken sind sich anscheinend darüber einig, dass Krypto-Assets eher für Spekulationen als für Zahlungen gedacht sind, doch manchmal sprechen ihre Handlungen lauter als ihre Worte. Die Meinungen der weltgrössten Banken zu Bitcoin sind geteilt – und nicht selten auch über Nacht geändert.

Banken und deren Haltung zu Bitcoin: Morgan Stanley

Die 1935 gegründete Investmentbank mit Hauptsitz in New York gab im Januar 2021 ein klares Krypto-Signal, als sie 10% von MicroStrategy kaufte – einem Unternehmen, dessen CEO Michael Saylor einer der leidenschaftlichsten Befürworter von Bitcoin ist. Im März kündigte die Bank ihre Pläne an, ihren wohlhabenderen Kunden Zugang zu drei Bitcoin-Fonds zu bieten. In einem Bericht vom März 2021 behauptet die Bank, dass Kryptowährungen an der Schwelle stehen, eine investierbare Anlageklasse zu werden.

CitiGroup

Die multinationale Investmentbank CitiGroup war eine der ersten grossen Banken, die sich mit Kryptowährungen beschäftigten. Noch im Jahr 2018 stellte die Bank ihren Kunden die Möglichkeit vor, in Kryptowährungen zu investieren, ohne diese tatsächlich zu besitzen. Zuletzt hatte die Bank ihre Ansichten zum Kryptowährungsmarkt im März 2021 in einem ausführlichen Bericht konsolidiert, in dem sie behauptete, Bitcoin sei am Wendepunkt für die Massenadoption. Die Bank hat einige Bedenken hervorgehoben, insbesondere in Bezug auf Verwahrung, Kapitaleffizienz, Versicherung und die Umweltauswirkungen des Krypto-Mining – doch insgesamt ist die Prognose positiv: Bitcoin könnte laut der CitiGroup optimal positioniert sein, um die bevorzugte Währung für den Welthandel zu werden.

Bank of America

Die zweitgrösste Bank in den USA hat allerdings eine ganz andere Meinung zu Bitcoin. Die Bank of America gab im März 2021 einen Bericht heraus, in dem sie die Kryptowährung kritisierte und argumentierte, dass Bitcoin keine geeignete Absicherung gegen steigende Inflation sei, da die Kryptowährung fast ausschliesslich von Walen kontrolliert wird. Doch wie CoinPro.ch berichtete, liegt die Bank damit falsch. Auch die Bank of America stellte die Umweltauswirkungen der Aufrechterhaltung des Vermögenswerts in Frage und argumentierte, dass Bitcoin ausssergewöhnlich volatil ist, wodurch er als Vermögensspeicher oder Zahlungsmechanismus unpraktisch sei. Tatsächlich entspricht der jährliche Energieverbrauch für das Bitcoin-Mining dem der Niederlande, obwohl mit dem Öko-Mining einige grüne Alternativen auf dem Weg sind.

Commerzbank

Obwohl der Deutschlands zweitgrösste Kreditgeber bereits in das Thema Blockchain eingetaucht ist, hat er die Nr. 1 Kryptowährung nicht als berichtenswert eingestuft, sondern zunächst als spekulativen Vermögenswert beschrieben. Doch Taten sagen mehr als Worte – The Street berichtete im März 2021, dass der Venture-Arm der Commerzbank an Finanzierungsrunden für das israelisches Startup-Unternehmen Curv teilgenommen hatte, das sich auf Kryptowährung spezialisiert hat. Curv wurde anschliessend von PayPal übernommen, das im vergangenen Jahr die Integration von Kryptowährungen angekündigt hatte und für den ersten grossen BTC-Bullenlauf seit Anfang der Corona-Pandemie sorgte.

Goldman Sachs

Goldman Sachs ist eines der ältesten und grössten Finanzinstitute der Welt. Das Bankunternehmen mit Hauptsitz in New York möchte in den kommenden Tagen einen Handelsschalter für Kryptowährungen eröffnen, der Berichten zufolge speziell auf Bitcoin-Futures ausgerichtet ist. Tatsächlich kündigte Goldman Sachs bereits im Jahr 2018 die Pläne für möglichen Krypto-Handelsschalter an, doch nach dem Preisverfall später in diesem Jahr wurde die Idee vorübergehend stillgelegt. Bis zum Jahr 2020 hatte das Unternehmen seine Einstellung vollständig geändert und sogar bestritten, dass Bitcoin eine Anlageklasse ist. Goldman Sachs warnte sogar vor dem Handel mit Kryptowährungen durch Hedgefonds, doch im Sommer 2020 hatte das Finanzinstitut (erneut) damit begonnen, seine Position zu überdenken. Goldman Sachs ist inzwischen durch die Beteiligung an Tesla (genauso wie JP Morgan Chase) indirekt Bitcoin ausgesetzt und steht laut Berichten unmittelbar davor, auch selbst Krypto-Verwahrung anzubieten.

BNY Mellon

Die Bank of New York Mellon, eine der ältesten US-Banken Amerikas, hatte ebenfalls keinen reibungslosen Start mit Kryptowährungen. Die BNY Mellon, die rund 2 Billionen US-Dollar kontrolliert, kündigte im Februar 2021 ihre Pläne an, Bitcoin und andere digitale Assets im Auftrag seiner Kunden zu halten und zu verwalten.

JPMorgan Chase

Im Jahr 2017 bezeichnete der JPM Chase-CEO Jamie Dimon Bitcoin als „Betrug“ und drohte sogar, seine Mitarbeiter zu entlassen, der beim Bitcoin-Handel erwischt werden. Im Laufe der Jahre scheint sich auch die Sichtweise dieser Bank geändert zu haben. In einem Research-Bericht vom Januar 2021 prognostizierte die JPMorgan Chase sogar, dass Bitcoin auf 146.000 USD steigen wird.

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