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Calibra wird zum Novi: Facebook benennt sein Wallet um

von Lemmy

Neu heisst das Wallet im Libra-Zahlungssystem "Novi". Die Funktionalitäten bleiben unverändert.

Screenshot vom Novi Wallet (ehemals Calibra)

Diese Woche hat Facebook eine Namensänderung für seine Calibra Krypto-Wallet angekündigt, bei der es um einen wichtigen Bestandteil seines digitalen Libra-Zahlungssystems handelt. Das Rebranding wird jedoch keine Änderungen in der Funktionalität und Funktionsweise der Wallet bedeuten, die bisher als Calibra bekannt war.

Da die Namen Libra und Calibra zu ähnlich klangen und die Menschen verwirrt waren, soll die Namensänderung nun für Klarheit sorgen. Laut der Pressemitteilung wurde der Name Novi von den lateinischen Wörtern „novus“ für „neu“ und „via“ für „weg“ inspiriert. Die virtuelle Geldbörse, die der virtuellen Währung Libra zugeordnet ist, wird ab jetzt als Novi bezeichnet.

Calibra und Libra: Ähnlichkeit der Namen war ursprünglich beabsichtigt

Obwohl die Namensänderung als ein Versuch zur Unterscheidung zwischen dem Libra-Netzwerk und der Calibra-Wallet erklärt wurde, erklärte der Sprecher auch, dass die Ähnlichkeit der Namen zwischen Libra und Calibra ursprünglich beabsichtigt war.

„Als wir im vergangenen Juni Libra und Calibra ankündigten, wollten wir zeigen, dass Calibra, die digitale Geldbörse, eng mit Libra, dem globalen Zahlungssystem, in Verbindung steht. Beide Marken sind aus derselben Vision heraus entstanden, um den Menschen einen besseren Zugang zum globalen System zu ermöglichen. Wir haben jedoch festgestellt, dass Calibra und Libra zu ähnlich klangen und die Menschen verwirrt waren. Deshalb haben wir uns vorgenommen, zwischen den beiden zu unterscheiden“, erklärte ein Facebook-Sprecher.

Trotz der Änderung des Namens ist das Ziel gleichgeblieben: Menschen auf der ganzen Welt den Zugang zu erschwinglichen Finanzdienstleistungen zu erleichtern. Facebook möchte ein sicheres, digitales Zahlungssystem aufbauen, mit dem Benutzer Geld in Facebooks Apps kostenlos und ohne Bankgebühren austauschen können.

Schafft es Facebook, die behördliche Genehmigung zu erhalten?

Diese Änderung ist die letzte in einer Reihe von Verbesserungen am Libra-Netzwerk, seit seiner Enthüllung im vergangenen Juni. Seitdem haben die globalen Banken und Aufsichtsbehörden das Projekt eingehend geprüft. Im Moment hat Facebook noch Probleme, die behördliche Genehmigung für sein Projekt zu erhalten.

Zentralbanken äusserten Bedenken, dass dies die Geldpolitik destabilisieren und die Geldwäsche erleichtern könnte. Als Reaktion darauf erklärte die Libra Association, es werde „Stablecoins“ anbieten, die von einzelnen nationalen Währungen unterstützt werden. Ursprünglich war es geplant, die Kryptowährung Libra mit einem Korb aus Staatsanleihen und verschiedenen Währungen abzusichern, doch nun soll es auch Libra-Einheiten geben, die an einzelne nationale Währungen fest gekoppelt sind. Nachdem Facebook die Kryptowährung entwickelte, überliess es die Kontrolle und Lizenzierung einer Organisation mit Sitz in der Schweiz.

Facebook sieht immer noch Potenzial im Libra-Projekt

Facebook war in unterschiedlichem Masse mit Widerständen gegen das Projekt konfrontiert, wobei viele der ursprünglichen Libra-Partner wegen Fragen der Regulierung, der Datensicherheit und der Opposition der lokalen Behörden vom Projekt zurückzogen. In der Tat haben verschiedene Regierungen Bedenken geäussert und sogar direkte Blockaden des von Facebook vorgeschlagenen Zahlungsnetzwerks gemeldet.

Obwohl immer mehr Partnerorganisationen ihre Unterstützung überdenken, aber auch die Regierungen mehr Kontrolle über Facebook fordern, sieht Facebook offensichtlich immer noch Potenzial in dem Projekt. Zwar hat es möglicherweise grosse Namen wie PayPal bereits verloren, doch auch Unterstützer wie MasterCard, Visa und Stripe überdenken ihre Optionen und ziehen sogar einen vollständigen Ausstieg in Betracht. Im Februar ist jedoch Shopify der Libra Association beigetreten und könnte Facebook dabei helfen, den E-Commerce in seinen Apps stärker in den Fokus zu rücken.

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