Cardano rückt dem Vasil Upgrade immer näher. Laut Aussage der Entwickler handelt es sich dabei um die bislang bedeutendste Verbesserung der ADA-Blockchain, aber was genau steckt dahinter? CoinPro fasst die wichtigsten Informationen für dich zusammen!

Was ist der Cardano Vasil Hardfork?

Das Vasil Upgrade, auch als Hardfork bezeichnet, ist eine umfangreiche Verbesserung der Cardano-Blockchain. Den Namen Vasil trägt das bedeutsame Upgrade zu Ehren des verstorbenen bulgarischen Cardano-Unterstützer Vasil Dabov.

Der Ausdruck Hardfork findet deshalb Verwendung, da Vasil eine so umfangreiche Verbesserung ist, dass eine Abwärtskompatibilität nicht gegeben ist – die verbesserte Blockchain spaltet sich also vom bisherigen Mainnet ab.

Ziel des Upgrades ist die Integration von vier Verbesserungsvorschlägen. Im Detail handelt es sich um die folgenden Cardano Improvement Proposals (CIP): CIP-31, CIP-32, CIP-33 und CIP-40.

Kurzgefasst ist das Ziel von Vasil eine Verbesserung des Durchsatzes des Cardano-Netzwerks und die Erweiterung der Fähigkeiten von Plutus. Plutus ist der Name der Programmierebene des Netzwerks und ermöglicht den Einsatz von Smart Contracts.

Schon gewusst? Nur eine Woche vor dem Start des Vasil Hardforks erlebte auch Erzfeind Ethereum mit dem Merge eine bedeutende Veränderung.

Welche Verbesserungen bringt das Vasil Upgrade genau?

Die Cardano-Entwickler von Input Output beteuern, dass Vasil das bislang wichtigste Upgrade ist, das Cardano erfahren wird, doch warum ist es so wichtig und was genau verbessert sich?

Durch CIP-31 integriert man Referenz-Inputs, durch die Transaktions-Outputs künftig öffentliche Datumsangaben enthalten. Diese können dann von verschiedenen dApps gleichzeitig verwendet werden. So soll die Anzahl nötiger Transaktionen im DeFi-Sektor sinken und das Netzwerk entlastet werden.

Dank CIP-32 baut man sogenannte Inline-Datumsangaben ein. So lassen sich Datumsangaben als Klartext in der Blockchain speichern. Bisher konnte man diese nur als Hash hinterlegen. Skripte können Zeitangaben daher besser auslesen.

CIP-33 ermöglicht Referenz-Skripte. Bislang musste ein Skript in jeder einzelnen Transaktion enthalten sein. Durch die Verbesserung lässt sich stattdessen eine Referenz angeben, die dann zu einem Skript führt, welches wiederum von der Blockchain verarbeitet wird.

Durch diese Massnahmen will man die Validierung von Blöcken verschnellern und die Schnelligkeit von dApps steigern. Die Grösse von Skripten sinkt um 20 Prozent, ihre Verarbeitung verkürzt sich sogar um 40 Prozent, während Blöcke ganze 80 Prozent schneller ausgewertet werden.

Hinzu kommt CIP-40, das Collateral Outputs einführt. Findet eine Transaktion unter Nutzung von Plutus statt, muss diese einen Collateral (eine Sicherung) enthalten. Dabei handelt es sich um einen zusätzlichen Betrag an ADA. Diese Massnahme schützt das Netzwerk vor DOS-Angriffen.

Findet eine Validierung deshalb nicht statt, da es zu einem Fehler kommt und die Transaktion abgelehnt wird, verliert der Nutzer die hinterlegte Deckung. Das soll sich durch die Verbesserung verändern. Demnach soll ein Nutzer keine ADA mehr durch eine ungültige Transaktion verlieren.

Was ist Diffusion Pipelining?

Neben den CIPs enthält das Vasil Upgrade auch noch eine weitere Verbesserung: Das Diffusion Pipelining. Dadurch lässt sich die Blockausbreitungszeit auf bis zu maximal fünf Sekunden verkürzen.

Die Verbesserung führt dazu, dass der Block Header im Netzwerk bereits vor einer vollständigen Bestätigung verbreitet wird. Im nachfolgenden Block sind sämtliche Metadaten über die entsprechende Transaktion enthalten – so will man DOS-Angriffe vermeiden.

Nebenbei erhöht man erneut die Blockgrösse von Cardano. Pipelining führt somit zur Möglichkeit, den Durchsatz von Cardano und die Fähigkeiten von Plutus künftig noch weiter zu verbessern.

Wann erfolgt das Vasil Upgrade?

Nachdem es bereits seit mehreren Monaten immer wieder zu Verschiebungen kommt, kündigen die zuständigen Entwickler Anfang September ein endgültiges Startdatum an. Der Cardano Vasil Hardfork findet am 22. September 2022 statt.

Cardano-Gründer Charles Hoskinson erwähnt in einem Video zusätzlich, dass einige der Funktionen bereits am 22. September freigeschaltet werden, während man andere Funktionen erst am 27. September aktiviert.

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