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Coinbase-CEO Armstrong über die Zukunft der Krypto-Branche in den 2020er Jahren

von Paul

Massenhafte Adaption, Tech-Konzerne mit Krypto-Anwendungen, Milliardäre... so sieht der Coinbase CEO Brian Armstrong die 20er Jahre für die Kryptobranche.

Coinbase-CEO Armstrong über die Zukunft der Krypto-Branche in den 2020er Jahren

In einem Blog-Beitrag des Coinbase-Blogs schreibt der CEO, Brian Armstrong, über die Zukunft von Kryptowährungen in der 2020er Jahren.

Das neue Jahrzehnt wird sicherlich grosse Veränderungen, aber ganz bestimmt auch grosse Chancen für die Krypto-Branche mit sich bringen. Eine positive Prognose für die Kryptomärkte 2020 gab letzten Monat auch der Ripple CEO Brad Garlinghouse.

Krypto-Adaption und Skalierbarkeit

Brian Armstrong ist überzeugt, dass wir im nächsten Jahrzehnt Zeugen einer globalen Blockchain sein werden, die sowohl skalierbarer ist als auch wichtigste Datenschutzfunktionen enthält. Laut seinen Schätzungen könnte bis zum Ende des Jahrzehnts die Anzahl der Krypto-Nutzer die 1-Milliarde-Marke übertreffen – aktuell sind es etwa 50 Millionen Nutzer weltweit.

Die massenhafte Adaption soll auch in Schwellenländern erfolgen, in welchen die Finanzsysteme verbesserungsbedürftig sind. Bis zum Ende des Jahrzehnts werden die meisten Tech-Startups eine Krypto-Komponente haben, so wie die meisten Tech-Startups heute das Internet und maschinelles Lernen nutzen. Regierungen und Institutionen werden ebenfalls in großem Umfang in den Krypto-Raum vordringen.

Laut dem Coinbase CEO werden wir in den 2020er Jahren neue Blockchain-Lösungen und Technologien erleben, die den Transaktionsdurchsatz um mehrere Grössenordnungen steigern. Genau wie das Ersetzen von 56k-Modems durch Breitband zu vielen neuen Anwendungen im Internet führte, werden auch Kryptowährungen erst durch Skalierbarkeit wirklich in den Gang kommen. Es gibt schon heute eine Reihe von hochqualifizierten Teams, die an Protokollen der nächsten Generation arbeiten und an Skalierungslösungen der zweiten Ebene für vorhandene Blockchains.

Privatsphäre und Datenschutz

Neben der Skalierbarkeit soll auch der Datenschutz in den 2020er Jahren eine dominante Position einnehmen. Ähnlich wie das Internet mit HTTP gestartet und das HTTPS erst später auf vielen Websites als Standard eingeführt wurde, wird sich in den 2020er Jahren wahrscheinlich auch eine Blockchain mit integrierten Datenschutzfunktionen durchsetzen.

Von Spekulation zu Krypto-Startups

In den 2010er-Jahren ging es bei Kryptowährungen hauptsächlich um Spekulationen und Investitionen – und dieser Trend wird sich wohl auch in den 2020er Jahren fortsetzen. Allerdings sind die Chancen gross, dass in den 2020er Jahren im Krypto-Raum neue Unternehmen entstehen, die mehr auf den Endnutzer ausgerichtet sind.

In diesem Jahrzehnt kommen Krypto-Startups in die Szene und werden aus einem viel grösseren Pool von globalem Kapital Geld mit Hilfe von Krypto beschaffen. Krypto-Startups werden globale Gemeinschaften und Marktplätze zusammenbringen, indem die Zahlungsmethoden und -vorschriften der einzelnen Länder nacheinander integriert werden. Es gibt unzählige regulatorische Fragen, aber auch viele Vorteile, die sich daraus ergeben.

Durch die Verlagerung der Kryptowährung vom primären Handel und Spekulation hin zum realen Nutzen, wird in den 2020er Jahren die Anzahl der Personen, die Kryptowährung halten und verwenden, enorm zunehmen.

Krypto-Popularität wird auch in Schwellenländern steigen

Abgesehen von Krypto-Startups, die hauptsächlich ein Phänomen der Ersten Welt sein werden, wird ein weiterer Anwendungsbereich in Schwellenländern liegen, in denen die bestehenden Finanzsysteme ein viel grösseres Problem darstellen. Insbesondere in Ländern mit hohen Inflationsraten und grossen Überweisungsmärkten könnte Krypto bald glänzen. In den 2020er Jahren könnte die Einführung der Kryptowährung in aufstrebenden Märkten mit Hunderten Millionen Nutzern resultieren, schätzt Armstrong.

Während kleine Institutionen bereits seit Jahren nach und nach in die Kryptowelt eintreten, ist bald auch der Einstieg grösserer Institutionen zu erwarten, womit sich das rasante Wachstum fortsetzen würde. Irgendwann wird fast jedes Finanzinstitut eine Art Kryptowährungsoperation durchführen und die meisten Fonds werden einen Teil ihres Vermögens in Kryptowährungen verwahren, was teilweise auf die unkorrelierten Renditen zurückzuführen ist. Etwa 90% des Geldes der Welt ist in Institutionen gebunden, was wahrscheinlich zu einer grossen Nachfrage nach Krypto-Assets führen wird.

Digitale Währungen der Zentralbank (CBDCs)

Während Libra in den USA den Zorn vieler Menschen und der Regierung auf sich zog, ergriff China die Initiative den Yuan zu digitalisieren und Blockchain zu einer seiner wichtigsten Technologieinvestitionen zu machen. Die USA versuchen jetzt aufzuholen und es finden aktive Diskussionen darüber statt, wie sich der digitalisierte Dollar mithilfe der Blockchain implementieren liesse.

Verstärkte Dezentralisierung

Während der Austausch von Krypto-Daten weitgehend einem traditionellen Finanzdienstleistungsmodell folgen wird, wird sich im Bereich der rein dezentralen Krypto-Daten eine eigene Welt entwickeln. Mit anderen Worten: Sobald Sie Ihre Fiat-Währung in Krypto verwandelt haben, werden Sie einen magischen Ort der Innovation betreten. In dieser Welt werden die Wallets in Bezug auf Benutzerfreundlichkeit und Sicherheit kontinuierlich verbessert und es werden viele neue Anwendungen entwickelt. Mit dem Wachstum der dezentralen Kryptoökonomie werden mehr Menschen ihren Lebensunterhalt in der Krypto-Branche verdienen und Gelegenheiten finden, um die globale wirtschaftliche Freiheit voranzutreiben.

Krypto-Milliardäre und Philanthrope

In Zukunft könnte mehr als die Hälfte der weltweiten Milliardäre aus der Krypto-Branche stammen, sollte der Bitcoin-Preis wieder stark ansteigen. Dies bedeutet zugleich, dass in den 2020er Jahren mehr technikorientierte Menschen Zugang zu grossen Kapitalmengen haben werden. Vermutlich wird dies die Investitionen in Wissenschaft und Technologie erhöhen, aber auch mehr Krypto-Inhaber würden sich der Philanthropie zuwenden. Solche Bemühungen gibt es schon heute mit Projekten wie dem Pineapple Fund, GiveCrypto.org oder GivingPledge.

Es bleibt noch abzuwarten, wie viele dieser Vorhersagen sich schlussendlich als wahr herausstellen.

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