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Chinas Mining-Verbot verstärkt die Talfahrt des Bitcoin-Kurs

von Semir Cerim

Nach den Äusserungen von Musk und der Empfehlung der chinesischen Finanzverbände folgt mit dem Mining-Verbot der Schlag gegen Bitcoin.

Chinas Mining-Verbot verstärkt die Talfahrt des Bitcoin-Kurs

In weniger als einer Woche haben zwei bärische Nachrichten aus China den Krypto-Markt stark getroffen. Nach dem Verbot von Krypto-Dienstleistungen für Institute und Online-Dienste, hat das Finanzkomitee in China bekannt gegeben, dass es auch gegen das Bitcoin-Mining im Land vorgehen wird. Gleich nach der Meldung brach der Bitcoin-Kurs zweistellig ein und stürzte unter die Marke von 36.000 US-Dollar. Andere Kryptos erlitten ebenfalls enorme Verluste. Nun soll ein Mining-Verbot folgen und damit den Kurs und den Markt weiter unter Druck setzen.

Mining-Verbot: Strengere Kryptoregulierung zum Schutz des Finanzsystems

Das Treffen wurde von Liu He, dem Vizepremier des Staatsrates der Volksrepublik China, geleitet und es ist das erste Mal, dass der Staatsrat ausdrücklich zum Bitcoin-Mining Stellung nimmt. Wie der Ausschuss für Finanzstabilität und Entwicklung des Staatsrates mitteilte, möchte China im Rahmen der Bemühungen zur Abwehr finanzieller Risiken gegen Bitcoin-Mining und -Handelsaktivitäten vorgehen.

Eine strengere Kryptoregulierung sei zum Schutz des Finanzsystems erforderlich. Das Land möchte unter anderem auch illegale Aktivitäten auf dem Wertpapiermarkt eindämmen und die Stabilität der Aktien-, Anleihen- und Devisenmärkte aufrechterhalten.

Verbunden: China kontrolliert 65% der Hashrate des gesamten Kryptonetzwerkes

Ein Grossteil des Bitcoin-Mining in China wird von Computern durchgeführt, die enorme Mengen an Energie verbrauchen. Das jüngste Vorgehen gegen das Bitcoin-Schürfen soll angeblich auf diejenigen Betriebe beschränkt werden, die keine Wasserkraft nutzen – und die Anzahl der kohlebetriebenen Bergbauunternehmen in China ist erheblich. Schon eine überflutete Kohlenmine in der Region Xinjiang im letzten Monat löste einen starken Rückgang der Bitcoin-Hash-Rate aus.

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China testet ihre eigene digitale Währung

Das Bitcoin-Mining hängt stark von China und dem Willen seiner Regierung ab. In Hongkong tätige Kryptowährungsbörsen müssen von der Marktregulierungsbehörde der Stadt lizenziert werden und dürfen nach Vorschlägen der Regierung, die später in diesem Jahr vorgelegt werden sollen, nur Dienstleistungen für professionelle Anleger erbringen.

Behörden auf der ganzen Welt haben Bedenken geäussert, wie Bitcoin und seine Gegenstücke auf illegale Weise verwendet werden. Im Rahmen ihrer Bemühungen, den aufkeimenden Raum für digitale Währungen zu rationalisieren, hat die chinesische Zentralbank als eine der ersten weltweit eine eigene digitale Währung entwickelt, die vom Yuan unterstützt wird. Der digitale Yuan wird bereits aktiv in mehreren chinesischen Provinzen getestet. China gilt damit als führendes Land im Bereich digitales Zentralbankgeld (Central Bank Digital Currency, CBDC).

Morgan Stanley: CBDC keine Konkurrenz für Kryptowährungen

Das Mining-Verbot hat allerdings auch seine positive Seite, denn so wird der Markt dezentraler und die beliebte Theorie, dass China den Bitcoin kontrolliere, würde damit an Bedeutung verlieren. Das Krypto-Mining ist tatsächlich ein grosses Geschäft in China, da das Land immerhin 65% der Hashrate des gesamten Kryptonetzwerks kontrolliert. Chinas Vorgehen gegen das Mining wird offensichtlich tiefgreifende Auswirkungen auf die globalen Kryptomärkte haben, die jetzt schon zu spüren sind.

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