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US-Kryptobörse Coinbase zieht es an die Börse Nasdaq

von Lemmy

Laut dem Wertpapierprospekt erreichte das Unternehmen im Jahr 2020 einen Umsatz von über 1.2 Milliarden Dollar – mehr als doppelt so viel wie im Jahr davor.

Laptop mit Coinbase Logo

Die in San Francisco ansässige Handelsplattform für Kryptowährungen bringt ihre Aktien an die New Yorker Techbörse NASDAQ. Laut dem Wertpapierprospekt erreichte das Unternehmen im Jahr 2020 einen Umsatz von über 1.2 Milliarden Dollar – mehr als doppelt so viel wie im Jahr davor.

Nach eigenen Angaben hat Coinbase 43 Millionen Nutzer, davon 2.8 Millionen aktive Nutzer, die mindestens eine Transaktion im Monat durchführen. Die Aktien von Coinbase werden unter dem Tickerkürzel „COIN“ an der NASDAQ gelistet, heisst es in einer Pressemitteilung.

Direct Listing bei der SEC im Januar beantragt

Im Januar hatte Coinbase eine Direktplatzierung (Direct Listing) bei der SEC beantragt, wodurch die Papiere ohne vorheriges Preisbildungsverfahren und ohne Begleitung durch Investmentbanken direkt an die Börse gebracht werden sollen. Auch andere grössere Firmen wie die Bürochat-App Slack oder der Musikdienst Spotify waren mit dieser kostengünstigeren Variante schon erfolgreich.

Direct Listing bedeutet, dass vorerst keine weiteren Aktien herausgegeben werden und die Anteile nur von bestehenden Investoren und Altaktionären handelbar sind. Durch das Börsendebüt wird bei Coinbase also zunächst kein neues Kapital einströmen. Coinbase-Aktien wurden vorbörslich zwischen 200 und 300 USD gehandelt, wodurch das Unternehmen mit bis zu 80 Mrd. USD bewertet wird.

Die 2012 gegründete Kryptobörse konnte mehr als 500 Mio. Dollar über Finanzierungsrunden einsammeln und verwaltet inzwischen mehr als 90 Mrd. USD. Selbst einige institutionelle Kunden wickeln ihre Krypto-Käufe bei Coinbase ab. Darüber hinaus können auch Privatkunden über Coinbase verschiedene Kryptowährungen kaufen, verkaufen und verwahren.

Coinbase erweitert sein Angebot

Die Haupteinnahmequelle der Kryptobörse sind Handelsgebühren. Die Börse ist inzwischen weltweit in mehr als 100 Ländern vertreten und möchte geografisch auch weiter expandieren. Zudem weitet das Unternehmen sein Angebot stetig aus, so dass die Kunden neben Bitcoin auch zahlreiche andere Kryptos über die Coinbase-Plattform traden können.

Coinbase hat sein Angebot über die Jahre ständig ausgebaut. So ist beispielsweise seit 2019 in mehreren Ländern die Coinbase Visa-Card verfügbar, womit Coinbase-Kunden in Geschäften mit Digitalwährungen bezahlen können, wobei die Händler Fiatgeld wie z. B. Euro oder US-Dollar erhalten.

Positives Marktumfeld für einen Börsengang

Der Krypto-Markt ist inzwischen explodiert und es werden inzwischen mehr als 8.000 verschiedene Kryptowährungen an diversen Kryptobörsen gehandelt. Die Marktkapitalisierung aller Kryptowährungen hat einen neuen Meilenstein erreicht und beträgt über 1,0 Billionen US-Dollar. Die weltweit führende Kryptobörse möchte das positive Marktumfeld und neue Rekordkurse für einen Börsengang nutzen.

Wann genau das Unternehmen an die Börse geht, ist weiterhin unklar, doch die Erwartungen sind bereits jetzt hoch, denn es wäre das erste „reine“ Krypto-Unternehmen, das einen Börsengang macht. Doch die Konkurrenz ist schon jetzt gross, denn mit Zahlungsriesen wie Square, PayPal und Mastercard sind bereits zahlreiche Fintech-Firmen in den Krypto-Zahlungsmarkt eingestiegen.

Weiterlesen: Bitcoin-News von CoinPro.ch

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